Bachelorarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 2,2
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Analyse der Ist-Situation
1.3. Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Definition „Stadt“
2.2. Stadttheorien und Stadtmodelle
2.2.1. Theorie der zentralen Orte von Christaller
2.2.2. Zonen-/Ringmodell von E.W. Burgess
2.2.3. Sektorenmodell von Hoyt
2.2.4. Mehr-Kerne-Modell von C. D. Harris und E. L. Ullman
2.3. Kritik an Stadttheorien und Stadtmodellen
2.4. Die Stadtentwicklung bis heute
3. Standort Innenstadt
3.1. Bedeutung der Standortpolitik für die Innenstadt
3.1.1. Aufgaben und Möglichkeiten der innerstädtischen Standortpolitik
3.1.2. Entwicklung der innerstädtischen Standortpolitik
3.1.3. Einzelhandelsstruktur in Deutschland
3.2. Kriterien des Standortes Innenstadt
3.2.1. Bedarf
3.2.2. Kaufkraft
3.2.3. Konkurrenz
3.2.4. Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2.5. Lage, Verkehr und Erreichbarkeit
3.2.6. Sortimente
3.2.7. Vielfalt
3.3. Aspekte der Innenstadtentwicklung
3.3.1. Veränderung innerstädtischer Nutzungsstrukturen
3.3.2. Probleme des Standortes Innenstadt
3.3.3. Ziele des Standortes Innenstadt
3.3.4. Innenstadtfläche gegenüber der gesamten Stadtfläche (These)
4. Qualitative Analyse der Innenstadtfläche
4.1. Methodisches Vorgehen
4.2. Tabellarische Gegenüberstellung der Ergebnisse
4.3. Analyse und Auswertung der Expertengespräche
5. Quantitative Analyse der Innenstadtfläche
5.1. Methodisches Vorgehen
5.2. Tabellarische Gegenüberstellung der Ergebnisse
5.3. Analyse und Auswertung der Untersuchung
6. Handlungsempfehlungen für Standortkooperationen als Möglichkeit der Innenstadtstärkung
6.1. Public-Private-Partnership (PPP)
6.2. Business Improvement Districts
7. Resümee
Die Arbeit untersucht den Bedeutungsverlust deutscher Innenstädte im Vergleich zur gesamten Stadtfläche, beleuchtet die Flächenproblematik und analysiert, inwieweit eine Revitalisierung durch Standortkooperationen sinnvoll ist.
1.1. Problemstellung
Im Vergleich der früheren Städte zu den heutigen Städten, fällt eines besonders auf: die Innenstädte in vielen deutschen Städten sind nicht mehr der zentrale Punkt des Handels. Wo sich früher Marktplätze gebildet haben und der Konsument zu Hause war, stehen heutzutage viele attraktive Geschäfte leer. Spricht BÜHLER bei der Thematik der Innenstadt noch von dem „Standort von Sehenswürdigkeiten (Rathaus, Kirche, Dom), Kulturstätten; dem Konzentrationspunkt von Handel, Dienstleistungs- und Verwaltungseinrichtungen und dadurch der Innenstadt als geistigkulturelle, politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Mitte der Stadt und des Umlandes und als Erfüller einer Vielzahl von Funktionen,“ so hat die Innenstadt heutzutage ihre zentrale Funktion als Versorger des Umlandes verloren. Peripherieansiedlungen übernehmen mehr und mehr die einstige Aufgabe der Stadt. Früher war die Innenstadt der Versorger des Umlandes, heute versorgt das Umland mit der „grünen Wiese“ teilweise die Innenstadt und uniforme Filialkonzepte rauben den einzelnen Städten ihre Unverwechselbarkeit.
Städte sind komplexe Gebilde und unterliegen einem kontinuierlichem Wandel in ihrer räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur. Stadtentwickler und andere Stadtakteure haben erkannt, dass es notwendig ist in den Prozess des Wandels einer Stadt aktiv einzugreifen, und somit eine geregelte Steuerung der Stadtentwicklung und insbesondere der Innenstadtentwicklung zu gewährleisten. Die Urbanität einer Innenstadt, welche im weiteren Verlauf der Arbeit als Lebendigkeit der Innenstadt verstanden wird, ist in diesem Kontext die höchste Leitidee der Stadtentwicklung, um eine multifunktionale Innenstadt zu schaffen. Verstanden werden hierunter die Vielfalt des Stadtbildes, sowie die Vielfalt der Einrichtungen und Angebote, welche eine Attraktivität seitens der Innenstadtbesucher hervorruft und somit zur Belebtheit und Lebendigkeit des öffentlichen Lebens in einer Innenstadt beiträgt.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den historischen und strukturellen Wandel der Stadt sowie den zunehmenden Bedeutungsverlust der Innenstadt infolge neuer Konsum- und Handelsstrukturen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Stadt, erläutert klassische Stadttheorien wie das Christaller-Modell und diskutiert deren Anwendbarkeit und Grenzen in der heutigen Zeit.
3. Standort Innenstadt: Hier werden die Standortpolitik, die Bedeutung des Einzelhandels sowie verschiedene Kriterien wie Bedarf, Kaufkraft und Erreichbarkeit detailliert für den Standort Innenstadt analysiert.
4. Qualitative Analyse der Innenstadtfläche: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse von Experteninterviews mit verschiedenen Akteuren der Stadtentwicklung zur Einschätzung der Innenstadt.
5. Quantitative Analyse der Innenstadtfläche: Hier wird auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes das zahlenmäßige Verhältnis von Innenstadtflächen zu gesamten Stadtflächen in Deutschland untersucht.
6. Handlungsempfehlungen für Standortkooperationen als Möglichkeit der Innenstadtstärkung: Das Kapitel schlägt Kooperationsmodelle wie PPP und BIDs als Strategien gegen Leerstand und Bedeutungsverlust vor.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Zukunft der Innenstadt und der Notwendigkeit einer aktiven, strukturierten Standortentwicklung.
Innenstadt, Stadtentwicklung, Einzelhandel, Kaufkraft, Standortpolitik, Standortfaktor, Filialisierung, Multifunktionalität, Stadtmodell, Christaller, Flächenproblematik, Revitalisierung, Public-Private-Partnership, Business Improvement Districts, Urbane Zentren.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Bedeutungsverlust deutscher Innenstädte und analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen der Fläche der Innenstadt und der gesamten Stadtfläche darstellt.
Zu den zentralen Themen gehören der Strukturwandel im Einzelhandel, die Entwicklung von Stadtmodellen, die Bedeutung von Standortfaktoren sowie Konzepte zur Revitalisierung städtischer Zentren.
Das Ziel ist es, die Flächenproblematik der Innenstädte zu beleuchten, aktuelle Trends zu hinterfragen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Innenstadtattraktivität zu erarbeiten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer qualitativen Expertenbefragung sowie einer quantitativen Analyse von Sekundärdaten des Statistischen Bundesamtes.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Stadtmodellen, Kriterien für Innenstadtstandorte, Probleme wie Leerstand und der Einsatz moderner Kooperationsmodelle wie BIDs und PPPs erörtert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Innenstadtentwicklung, Filialisierung, Kaufkraft, Standortfaktoren und multifunktionale Innenstadt charakterisieren.
Der Autor sieht in BIDs eine innovative, wenn auch nicht als Allheilmittel zu verstehende Möglichkeit, durch privates Engagement und rechtliche Grundlagen aktiv an der Standortstärkung mitzuwirken.
Es wird festgestellt, dass es kein universelles Schema gibt; dennoch wird ein Anteil der Innenstadtfläche von ca. 20 % im Bundesdurchschnitt als Anhaltspunkt genannt, wobei die Qualität der Nutzung wichtiger als eine bloße Flächenausdehnung sei.
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