Magisterarbeit, 2010
159 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Migration und Integration in Deutschland
2.1 Definition einer Einwanderungsgesellschaft
2.2 Die Phasen der Zuwanderung
2.2.1 Die Anwerberphase
2.2.2 Die Konsolidierungsphase
2.2.3 Die Abwehrphase
2.2.4 Die Akzeptanzphase
2.3 Migrationspolitik
2.3.1 Gesetzgebung für Zuwanderung bis zur Wiedervereinigung
2.3.2 Gesetzgebung für Zuwanderung nach 1990 bis heute
2.3.3 Einbürgerungspraxis in Deutschland
2.4 Braucht Deutschland Zuwanderung?
2.4.1 Gründe für Zuwanderung
2.4.2 Steuerung der Zuwanderung
2.5 Deutschland – eine multikulturelle (Einwanderungs-)Gesellschaft?
2.6 Integration in Deutschland
2.6.1 Integrationspolitik und Integrationskonzepte
2.6.2 Integration und Bildung
2.6.3 Maßnahmen zur Eingliederung von Zuwanderern
2.7 Kritische Analysen
3. Migration und Integration in Kanada/Québec
3.1 Kanada – ein Mosaik der Kulturen
3.2 Die kanadische Einwanderungs- und Integrationspolitik
3.2.1 Die Entstehung und Entwicklung des Multikulturalismus
3.2.2 Das Punktesystem
3.2.3 Das kanadische Einwanderungsmodell – eine Erfolgsgeschichte?
3.3 Das Bildungssystem in Kanada
3.4 Sonderstatus Québec?
3.4.1 Politische und historische Entwicklung Québecs
3.4.2 Integrative Maßnahmen in Québec
3.4.3 Die Accommodements Raisonnables
3.5 Kritische Analysen
4. Evaluation und kritischer Vergleich zwischen Deutschland und Kanada/Québec
4.1 Migrations- und Integrationspolitik in kontrastiver Betrachtung
4.2 Adaption der kanadischen Maßnahmen für Deutschland?
5. Perspektiven und zukünftige Entwicklung
6. Bibliographie
I. Primärquellen
II. Sekundärliteratur
7. Anhang
A Material zur Migration und Integration in Deutschland
B Material zur Migration und Integration in Kanada/Québec
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Migrations- und Integrationspolitik von Deutschland und Kanada/Québec, um zu prüfen, ob kanadische Konzepte – insbesondere im Bildungsbereich und bei der Steuerung der Zuwanderung – Lösungsansätze für deutsche Integrationsprobleme bieten können.
1. Einleitung
Die Geschichte der Migration (lat. migrare, dt. wandern 1) ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst: Schon in prähistorischer Zeit haben Menschen ihre Heimatorte verlassen und sind in fremde Gebiete eingewandert. Soweit man die frühsten Wanderungen nachvollziehen kann, zog der Mensch aus seiner afrikanischen Heimat nach Europa und Eurasien und schließlich nach Nord- und Südamerika. Die Entdeckung anderer Kontinente, Weltreligionen und die folgende Kolonialisierung lösten große Migrationsbewegungen zwischen den Kontinenten aus.2 Während es in Europa schon vor Christi Geburt große Völkerwanderungen - wie z.B. die indogermanische Völkerwanderung oder die Wanderungsbewegungen der Kelten - gegeben hatte, erfuhren die USA und Kanada erst in den letzten Jahrhunderten Immigration. Begünstigt wurde die Einwanderung in die neue Welt durch das rasche Wachstum der europäischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert, so dass viele Staaten in Europa zu Auswanderungsländern wurden und ein Großteil der fortziehenden Bevölkerung in die USA und nach Kanada zog.3
Jedoch erst seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Alltäglichkeit der Migration verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten. Migration ist ein soziologischer Begriff, der alle Arten von räumlicher Mobilität von Einzelnen, Gruppen, Minderheiten oder Volksgemeinschaften umfasst.4 Im weitesten Sinne bezeichnet es einen längerfristigen Ortswechsel. In den Medien und in der Politik wird Migration zumeist als ein Wandern von Menschen zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen verstanden mit der Absicht, an einem neuen Wohn- und Lebensort für eine bestimmte Zeit, die länger als eine befristete Reise dauert, zu verweilen. 5 Dabei verlassen Menschen nicht nur von ihre Heimatländer, sondern lassen auch vertraute und stützende Systeme hinter sich. Derartige Wanderungsprozesse haben unterschiedliche Auslöser. Sie können von individueller Mobilität, Binnenmigration, Kettenwanderungen, Massenwanderungen aufgrund von Flucht und Vertreibung, Kriegen sowie ethnischen als auch religiösen Konflikten herrühren. Migrationsbewegungen können freiwillig – gelenkt von persönlichen oder materiellen Beweggründen – oder aufgrund von Zwang und Druck von Außen erfolgen. Durch ihr Umherziehen stoßen Menschen auf neue geographische Räume und auch auf ihnen teilweise unbekannte soziale, kulturelle sowie religiöse Gegebenheiten.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung der Migration ein und skizziert das Ziel der Arbeit, einen interkulturellen Vergleich zwischen Deutschland und Kanada zu ziehen.
2. Migration und Integration in Deutschland: Es wird die Entwicklung der Migration in Deutschland seit 1945 sowie die politische Gesetzgebung und Integrationsmaßnahmen analysiert.
3. Migration und Integration in Kanada/Québec: Dieses Kapitel betrachtet die kanadische Migrationsgeschichte, den Multikulturalismus sowie die Sonderrolle von Québec.
4. Evaluation und kritischer Vergleich zwischen Deutschland und Kanada/Québec: Hier werden die Systeme kontrastiv gegenübergestellt und die Übertragbarkeit kanadischer Ansätze wie das Punktesystem kritisch geprüft.
5. Perspektiven und zukünftige Entwicklung: Ein Ausblick auf die zukünftige Gestaltung einer nachhaltigen Integrationspolitik in Deutschland auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse.
Migration, Integration, Deutschland, Kanada, Québec, Zuwanderung, Multikulturalismus, Bildungssystem, Punktesystem, Einwanderungsgesetz, Migrationspolitik, interkultureller Vergleich, Identität, Soziale Integration, Demographischer Wandel
Die Arbeit analysiert die Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland und Kanada/Québec, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Lösungsansätze für Integrationsprobleme aufzuzeigen.
Die Themen umfassen die Einwanderungsgesetzgebung, Integrationskonzepte, das Bildungssystem, die Steuerung der Zuwanderung und die Debatte um eine multikulturelle Gesellschaft.
Das Hauptziel ist zu überprüfen, ob Konzepte aus Kanada, einem klassischen Einwanderungsland, erfolgreich auf die Bundesrepublik übertragen werden könnten, um aktuelle Integrationsherausforderungen zu bewältigen.
Die Autorin wendet eine komparative Methode an, um die Politiken und gesellschaftlichen Strukturen beider Länder kontrastiv zu vergleichen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die vier Phasen der deutschen Zuwanderung, die kanadische Einwanderungspolitik inklusive Punktesystem, das Bildungswesen sowie die spezifischen Rahmenbedingungen in der frankophonen Provinz Québec.
Wichtige Begriffe sind Migration, Integration, Punktesystem, Multikulturalismus, Einwanderungsgesellschaft, Bildungschancen und soziale Partizipation.
Es ist das Herzstück der kanadischen Zuwanderungssteuerung, welches primär auf ökonomischen Kriterien (Qualifikation, Berufserfahrung) basiert, anstatt die ethnische Herkunft der Bewerber zu priorisieren.
Québec besitzt aufgrund seines frankophonen Charakters weitreichende Autonomie bei der Auswahl von Zuwanderern und verfolgt mit den "accommodements raisonnables" eigene Strategien zur Integration von Minderheiten.
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