Bachelorarbeit, 2009
41 Seiten, Note: 3,0
Einleitung
Vorwort
1. Grundlagen der Heilpädagogik
1.1 Zum Begriff der Heilpädagogik
1.2 Die historische Betrachtung der Heilpädagogik
1.3 Heilpädagogik in der heutigen Zeit
2. Die Klientel
2.1 Die Jugend
2.2 Problembewältigung in der Jugend
2.3 Welche Problematiken ergeben sich für Jugendliche in einer heilpädagogischen Wohngruppe?
3. Definition einer psychischen Erkrankung
3.1 Zur Entstehung einer psychischen Krankheit
3.2 Die Klassifizierungssysteme ICD 10 & DSM IV
3.3 Was ist eine seelische Behinderung?
4. Erkrankungen bei seelisch Behinderten Jugendlichen
4.1. Traumatisierte Kinder und Jugendliche
4.2 Das Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen, das hyperkinetische Syndrom und das Aufmerksamkeitsdefizit- Syndrom
4.3 Die Psychosen
4.4 Essstörungen
4.4.1 Die Behandlung von psychischen Erkrankungen mit Psychopharmaka
5. Arbeitsfelder in Heilpädagogischen Wohngruppen
5.1 Anforderungen an den Sozialarbeiter in einer heilpädagogischen Wohngruppe
5.2. Lernfelder für den Sozialarbeiter
5.3 Pädagogische Aufträge
5.4 Ganzheitliche Förderung am praktischen Beispiel
6.Rechtliche Voraussetzung für eine Unterbringung in einer Heilpädagogischen Wohngruppe
6.1 Vom JWG zum KJHG
6.2 Die wichtigsten Paragraphen
Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die spezifischen Anforderungen an Sozialarbeiter in heilpädagogischen Wohngruppen für Jugendliche mit seelischen Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die theoretischen Grundlagen, die Zielgruppe und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu entwickeln, um daraus praxisrelevante Handlungsfelder für den Berufsalltag abzuleiten.
4.1. Traumatisierte Kinder und Jugendliche
Ein Trauma ist keine „eigenständige“ psychische Erkrankung, sondern eine psychische Erkrankung kann eine Folge auf erlebte Gewalt, sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung, körperlicher Misshandlung, Krieg und Vertreibung, Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder anderen Gewalterfahrungen sein. Aufgrund dieser Erlebnisse in der Kindheit oder im Jugendalter kann es je nach Dauer, Intensität, Schutzfaktoren und Ressourcen zu einer psychischen Erkrankung kommen. Bei einigen Betroffenen kann diese andauernde seelische Verletzung die altersadäquaten Entwicklungsanforderungen beeinträchtigen. Sie fallen immer wieder in Krankheitsphasen zurück, müssen stationär aufgenommen werden und benötigen eine dauerhafte psychologische Behandlung. Laut einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend (JULE- Studie 1998) sind etwa 30 % der jungen Menschen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen leben, Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Diese enorm hohe Zahl macht deutlich, wie viele der Jugendlichen in einer Einrichtung unter einem Trauma leiden.
1. Grundlagen der Heilpädagogik: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Heilpädagogik, beleuchtet ihre historische Entwicklung und ordnet sie in den heutigen gesellschaftlichen Kontext ein.
2. Die Klientel: Hier werden die Lebensphase Jugend sowie die spezifischen Problembelastungen und Herausforderungen für Jugendliche in einer heilpädagogischen Wohngruppe thematisiert.
3. Definition einer psychischen Erkrankung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der psychischen Erkrankung, beschreibt deren Entstehung anhand von Risikofaktoren und führt in die Klassifizierungssysteme ICD-10 und DSM-IV ein.
4. Erkrankungen bei seelisch Behinderten Jugendlichen: Dieses Kapitel detailliert verschiedene Krankheitsbilder wie Traumatisierungen, ADHS, Psychosen und Essstörungen sowie deren medikamentöse Behandlung.
5. Arbeitsfelder in Heilpädagogischen Wohngruppen: Hier werden das interdisziplinäre Arbeiten, die Anforderungen an das Personal sowie pädagogische Förderansätze und Lernfelder in der Wohngruppe dargestellt.
6. Rechtliche Voraussetzung für eine Unterbringung in einer Heilpädagogischen Wohngruppe: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen für eine Unterbringung, insbesondere den Übergang vom JWG zum KJHG sowie die Anwendung des SGB VIII.
Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Wohngruppe, Jugendhilfe, seelische Behinderung, psychische Erkrankung, Trauma, ADHS, Psychosen, Essstörungen, Psychopharmaka, Jugendwohlfahrt, SGB VIII, KJHG, pädagogische Förderung.
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Arbeit in heilpädagogischen Wohngruppen, speziell ausgerichtet auf Jugendliche, die aufgrund psychischer Erkrankungen oder seelischer Behinderungen nicht in ihrem Herkunftshaushalt leben können.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Heilpädagogik, eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen psychischen Störungsbildern bei Jugendlichen, die konkreten Arbeitsanforderungen an Sozialarbeiter sowie die rechtlichen Grundlagen der Jugendhilfe.
Die Arbeit möchte herausarbeiten, welche speziellen Anforderungen und Kompetenzen von Sozialarbeitern in diesem Bereich gefordert sind, um eine ganzheitliche Betreuung der Jugendlichen sicherzustellen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Thematik durch Literaturanalyse, die durch praxisnahe Einblicke und Erfahrungen der Autorin aus dem pädagogischen Alltag ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse der Zielgruppe, eine medizinisch-psychologische Einordnung der Erkrankungen sowie eine systematische Beschreibung der praktischen Aufgabenfelder und pädagogischen Aufträge in der stationären Jugendhilfe.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heilpädagogik, stationäre Jugendhilfe, seelische Behinderung, psychische Störungen, ganzheitliche Förderung und SGB VIII zentral charakterisiert.
Das Verständnis dieses Zusammenspiels ermöglicht es dem pädagogischen Personal, präventiv zu wirken und gezielte Ressourcenförderung zu betreiben, statt sich nur auf die Defizite der Jugendlichen zu konzentrieren.
Sie dient als strukturierendes Instrument, um mit den Jugendlichen gemeinsam klare, messbare, attraktive, realistische und terminierte Ziele für deren persönliche Entwicklung zu vereinbaren.
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