Examensarbeit, 2008
131 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Die Wortbildung
2.1.1 Zum Gegenstand der Wortbildung
2.1.2 Funktionen
2.1.3 Morphologische Kategorien und Strukturen
2.1.4 Komposita
2.1.4.1 Das Determinativkompositum
2.1.4.2 Subgattungen des Determinativkompositums
2.1.4.3 Das Fugenelement
2.1.4.4 Fremdsprachliche Konfixkomposita
2.1.5 Präfigierung
2.1.5.1 Nominale Präfixe
2.1.5.2 Verbpräfixe
2.1.5.3 Verbpartikeln
2.1.6 Suffigierung
2.2 Grundannahmen der linguistischen Textanalyse
2.2.1 Textstruktur
2.2.2 Textfunktion
2.2.3 Textstrategie
2.3 Werbetexte
2.3.1 Werbeziele
2.3.2 Werbewirkung
2.3.3 Argumentieren – Informieren – Bewerten
2.3.4 Formale Textbausteine der Werbung
2.3.4.1 Schlagzeile
2.3.4.2 Fließtext
2.3.4.3 Slogan
2.3.4.4 Produktname
2.3.5 Lexik
2.3.5.1 Wortarten und Wortbildung
2.3.5.2 Fremdsprachliche Elemente
2.3.5.3 Hochwertwörter – Schlüsselwörter – Plastikwörter
3. Wortbildung in den IKEA-Katalogen
3.1 Komposita und deren Funktionen
3.1.1 Substantivkomposita
3.1.1.1 Okkasionalismen
3.1.2 Adjektivkomposita
3.1.3 Verbkomposita
3.1.4 Zusammenfassung
3.2 Derivate und deren Funktionen
3.2.1 Desubstantivische Wortbildungen
3.2.2 Deadjektivische Wortbildungen
3.2.3 Deverbale Wortbildungen
3.2.4 Zusammenfassung
3.3 Exkurs: Das Zustandekommen der Produktnamen bei IKEA
3.4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wortbildung in Werbetexten, wobei der Schwerpunkt auf den IKEA-Katalogen des Jahres 2007 liegt. Ziel ist es, die Wortbildungstypen und -strukturen zu analysieren und deren werbetechnische bzw. textstrategische Funktionen zu identifizieren, um zu klären, wie sprachliche Mittel gezielt eingesetzt werden, um Werbebotschaften zu vermitteln und den Konsumenten zum Kauf zu animieren.
2.1.2 Funktionen
Ein Durchschnittssprecher nutzt aktiv, abhängig vom Bildungsgrad, etwa zwischen 10.000 und 20.000 Wörtern. Dies ist nur ein verschwindend geringer Anteil von umgerechnet etwa 3,33% bis 4% des Gesamtwortschatzes der deutschen Sprache, dessen Umfang heute auf etwa 300.000 bis 500.000 Wörter geschätzt wird. Angesichts dieses Faktums erscheint es überaus erstaunlich, dass jährlich ca. weitere 1.000 neue Wörter lexikalisiert, also in den Wortschatz des Deutschen integriert werden. Die Anzahl aller neuartigen Wortbildungen in einem Jahr ist in Wahrheit sogar noch viel höher, rechnet man die okkasionellen Bildungen (Gelegenheitsbildungen) hinzu, die vermehrt in der Werbung auftauchen. Dies verdeutlicht vor allem eines: Es existiert ein kontinuierlicher Bedarf an neuen Wörtern, also an einer Wortschatzerweiterung, von Peter Eisenberg auch Lexikonerweiterung genannt. Sie sei die Hauptfunktion der Wortbildung.
Diese Erweiterung beruht laut dem Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) zu 83% auf neuen Wortbildungen; der Anteil der Wörter, denen eine komplett neue Bedeutung zukomme, liege hingegen bei nur 12%. Den geringsten Anteil, nämlich nur 5%, tragen neue Entlehnungen aus anderen Sprachen bei. Die Entstehung neuer Redewendungen bzw. Phraseologismen, als eine letzte Möglichkeit der Wortschatzerweiterung, macht einen derart geringen Teil der lexikalischen Neuheiten im Deutschen aus, dass sie in der Erhebung des WDG nicht berücksichtigt werden.
Warum gerade die Wortbildung die am häufigsten verwendete Variante der Wortschatzerweiterung ist, kann einfach erklärt werden. Wortbildungen sind überaus leicht verständlich und prägen sich schnell ein. Das hängt mit dem bereits erwähnten möglichen Rückgriff auf schon bekannte sprachliche Einheiten der jeweiligen Wortbildung zusammen. Der Sprecher kann formal wie semantisch an bereits Bekanntes anknüpfen. Neue, unbekannte Buchstabenabfolgen, verknüpft mit neuem Sinngehalt, existieren und belasten hier nicht. Das Gedächtnis wird sogar geschont.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Forschungsfrage bezüglich der Wortbildung in der Werbung und begründet die Wahl des IKEA-Katalogs als empirisches Material.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt theoretische Basiskenntnisse zur Wortbildung, linguistischen Textanalyse und den Besonderheiten von Werbetexten.
3. Wortbildung in den IKEA-Katalogen: Hier erfolgt die eigentliche empirische Untersuchung der Komposita und Derivate innerhalb der IKEA-Kataloge und deren werbestrategischer Nutzen.
3.3 Exkurs: Das Zustandekommen der Produktnamen bei IKEA: Dieser Exkurs beleuchtet das System hinter den ungewöhnlichen IKEA-Produktnamen.
3.4 Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen und verdeutlicht die Relevanz der Wortbildung als Werbeinstrumentarium.
Wortbildung, Werbung, IKEA-Katalog, Komposita, Derivate, Textanalyse, Werbesprache, Okkasionalismen, Sprachökonomie, Wortschatzerweiterung, Textstruktur, Produktnamen, Werbestrategie, Linguistik, Morphologie.
Die Arbeit untersucht, wie Wortbildungsprozesse innerhalb von Werbetexten, speziell in den IKEA-Katalogen von 2007, dazu genutzt werden, Werbebotschaften effektiv zu vermitteln.
Zentrale Felder sind die morphologischen Grundlagen der Wortbildung, die Prinzipien der linguistischen Textanalyse und die Spezifika der Werbesprache, insbesondere im Hinblick auf ökonomische und strategische Aspekte.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, in welchem Umfang verschiedene Wortbildungstypen in IKEA-Katalogen vorkommen und welche werbetechnischen oder strategischen Funktionen sie erfüllen, um den Konsumenten persuasiv anzusprechen.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, bei der ein ausgewähltes Materialkorpus (IKEA-Kataloge 2007) auf linguistischer Ebene strukturiert und hinsichtlich seiner kommunikativen Funktionen ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Wortbildung und Textlinguistik sowie einen empirischen Teil, der detailliert Komposita, Derivate und Okkasionalismen im IKEA-Katalog untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Wortbildung, Werbesprache, IKEA-Kataloge, Komposita, Derivate, Textstrategie und Werbestrategien.
IKEA ist für seine innovative und kreative Werbestrategie bekannt, was die Untersuchung von Wortneubildungen und unkonventionellen Sprachstrukturen besonders ergiebig macht.
Der Autor zeigt auf, dass IKEA ein systematisches Namensgebungssystem verwendet (z.B. Ortsnamen für Sofas, Berufe für Regalserien), das keineswegs rein "künstlich" ist, sondern existierende Namen aus skandinavischen Sprachen nutzt.
Okkasionalismen dienen in den IKEA-Katalogen primär dazu, Aufmerksamkeit zu erregen und Originalität zu signalisieren, wobei ihre Bedeutung oft nur aus dem jeweiligen Kontext der Werbeanzeige voll verständlich wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

