Bachelorarbeit, 2010
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Kundenbindung
2.1.1 Thematische Einführung
2.1.2 Definition und Abgrenzung von den Begrifflichkeiten rund um das Customer Relationship Management
2.1.3 Kundenlebenszyklus
2.2 Grundverständnis des Begriffes Kundenwert
2.2.1 Der Begriff Wert in der Wirtschaftswissenschaft
2.2.2 Kundenwert aus Sicht des Kunden und der Unternehmen
2.2.3 Dimensionen des Kundenwertes aus Unternehmenssicht
2.2.4 Lösungsalgorithmen und Übersicht der Ansätze zur Kundenwertermittlung
2.3 Kritische Würdigung der Theoretischen Grundlagen
3. Berechnung des Customer Lifetime Value
3.1 Modellierung der Kundenwertberechnung nach Cornelsen
3.1.1 Referenzwert
3.1.2 Der Cross-Selling-Wert
3.1.3 Der Informationswert
3.1.4 Umsatz- oder erfolgsbezogene Kundenwertberechnung
3.2 Beispielhafte Berechnung eines statisch, kurzfristigen Kundenwertes nach Cornelsen und kritische Würdigung
3.3 Dynamisierung der Kundenwertberechnung
3.3.1 Kapitalwertmethode
3.3.2 Modelle zur Berücksichtigung der Geschäftsbeziehungsdauer
3.4 Dynamische Berechnung des CLV durch Erweiterung der Kundenwertberechnung Cornelsens
3.5 Kritische Betrachtung der CLV Modellierung
4. Aufbau einer für die Messebranche gültigen CLV Berechnung
4.1 Messen als Dienstleistung
4.1.1 Dienstleistung
4.1.2 Messe
4.1.3 Messetypologien
4.1.4 Implikationen für die CLV Berechnung
4.2 Der Referenzwert im Messewesen
4.2.1 Signalwirkung
4.2.2 Referenzvolumen bei Messeausstellern
4.3 Kundenlebenszyklus bei Aussteller
4.3.1 Akquisitionsphase
4.3.2 Wachstumsphase
4.3.3 Reifephase
4.3.4 Kündigungsphase
4.3.5 Aus dem Kundenlebenszyklus resultierende Implikationen für die CLV Berechnung bei Ausstellern
4.4 Adaption der CLV Berechnung an die messespezifischen Besonderheiten
5. Schlussteil
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, das Modell des Customer Lifetime Value (CLV) für die spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen der Messebranche zu adaptieren und eine durchführbare Berechnungsmethode für den Messeveranstalter zu entwickeln, um Marketingressourcen effizienter auf wertvolle Aussteller zu allokieren.
4.1.4 Implikationen für die CLV Berechnung
Geschäftsbeziehungen finden sich im Messewesen unter anderem zwischen Ausstellern und Kunden, Standbauern, weiteren Service-Unternehmen und dem Messeveranstalter. Die für diese Arbeit relevante Beziehung ist die zwischen dem Aussteller, der ein Kunde des Messeveranstalters der Anbieter der Dienstleistung ist. Die Berechnung des Kundenwertes erfolgt auf Messeveranstalter-Seite mit dem Ziel, Marketingressourcen und Kundenbindungsmaßnahmen möglichst effizient auf den wertvollsten Aussteller zu konzentrieren. Eine Besonderheit des Messewesen ist die Nutzensituation zwischen Kunde und Anbieter.
Das Ziel des Anbieters, einen möglichst hohen Costumer Perceived Value (CPV) zu schaffen, um eine starke Kundenbindung zu erreichen (vgl. Kapitel 2.2.2 der vorliegenden Arbeit), steht in Wechselwirkung zum Kundenwert aus Anbietersicht (CLV). Der Aussteller selbst kann als Besuchermagnet bezeichnet werden, der demnach selbst zum Erfolg der Messe beiträgt und sich den empfundenen Kundennettonutzen in Zusammenarbeit mit allen anderen Ausstellern durch mehr Fachbesucher erhöht. Gerade Key Player einer Branche müssen auf einer Messe ausstellen, um eine Messe für alle Aussteller erfolgreich zu machen. Das bedeutet, der ausstellende Key Player erhöht sich durch weitere Fachbesucher und Aussteller, die er anzieht, seinen eigenen Nettonutzen (CPV) mit einer Beteiligung. Gleichzeitig steigert der Key Player seinen Kundenwert für den Messeveranstalter, der eine erfolgreiche Messe (Abbildung der Branche, viele Fachbesucher und Aussteller, etc.) besser vermarkten kann. Wie erwähnt, werden auch potentielle Aussteller durch den Auftritt des Konkurrenten, Marktführers oder strategischen Partner zur Beteiligung verleitet, die wiederum Fachbesucher anziehen, die zusätzlichen Kundennutzen für den Key Player stiften. Die Differenzierung des Kundenwertes aus Anbieter- und Nachfrager-Sicht ist im Fall des Messeveranstalters sehr undurchsichtig und soll anhand einer Grafik verdeutlicht werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von wertorientiertem Marketing in Krisenzeiten und führt in das Konzept des Customer Lifetime Value (CLV) als Steuerungsgröße für das Messewesen ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Basisgrößen der Kundenbindung und des Kundenwertes und kategorisiert verschiedene methodische Ansätze zur Kundenwertermittlung.
3. Berechnung des Customer Lifetime Value: Hier wird das CLV-Modell nach Cornelsen detailliert modelliert, um einzelne Komponenten wie Referenz-, Cross-Selling- und Informationswert monetär zu erfassen und zu dynamisieren.
4. Aufbau einer für die Messebranche gültigen CLV Berechnung: Die Arbeit adaptiert die theoretischen CLV-Konzepte auf die spezifischen Bedingungen der Messewirtschaft, insbesondere unter Berücksichtigung von Dienstleistungscharakteristika und Signalwirkungen.
5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Durchführbarkeit der CLV-Modellierung in der Praxis und zieht ein Fazit zur Anwendbarkeit des Modells für Messeveranstalter.
Customer Lifetime Value, CLV, Messewesen, Kundenbindung, Kundenwert, Messeveranstalter, Aussteller, Kundenlebenszyklus, Referenzwert, Cross-Selling, Signalwirkung, Marketing-Controlling, Dienstleistungsmarketing, Kundenprofitabilität, wertorientiertes Management
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anpassung eines Customer Lifetime Value (CLV) Modells, um den Wert von Ausstellern für Messeveranstalter monetär messbar und steuerbar zu machen.
Zentrale Themen sind Kundenbindung, Kundenwertanalyse, die Besonderheiten der Messebranche als Dienstleistungssektor sowie die Dynamisierung von Erlösmodellen im Marketing.
Ziel ist es, eine praktisch durchführbare Berechnungsmethode für den CLV zu finden, die Messeveranstaltern hilft, Marketingressourcen effizienter auf wertvolle Aussteller auszurichten.
Der Autor nutzt den quasi-analytischen Ansatz nach Cornelsen als Grundlage, erweitert diesen um investitionstheoretische Kapitalwertmethoden und adaptiert ihn durch branchenspezifische Faktoren wie Signalwirkungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Kundenwertbegriffs, die Modellierung einer CLV-Berechnung sowie deren spezifische Adaption und Erweiterung für die Messebranche.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kundenwert, CLV, Messewesen, Kundenbindung, Referenzwert, Cross-Selling und Marketing-Controlling gekennzeichnet.
Die Signalwirkung ist ein zentraler, branchenspezifischer Faktor, bei dem die Anwesenheit von Key-Playern oder Marktführern auf einer Messe andere potentielle Aussteller und Fachbesucher anzieht und so den Wert des Kunden über den direkten Umsatz hinaus steigert.
Das Modell nach Cornelsen bietet eine ganzheitliche Sichtweise und differenziert zwischen direkten monetären Umsätzen und qualitativen Werttreibern, was für eine umfassende Kundenwertanalyse als robustes Fundament dient.
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