Bachelorarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Sozialisation im Jugendalter und Mediensozialisation
2.1 Sozialisation im Jugendalter
2.2 Sozialisation durch Medien
2.3 Das Medium Internet
2.4 Jugendliche im Internet
3 Jugendliche Identitätskonstruktionen im Internet
3.1. Identitätstheorien im Überblick
3.2 Neuere Identitätstheorien
3.3 Virtuelle Identitätskonstruktionen im Internet
3.4 Jugendliche Identitätskonstruktionen in Social Networks
3.5 Illustration am Beispiel des Social Networks „schülerVZ“
3.6 Chancen und Gefahren
4 Fazit
5 Glossar
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten jugendlicher Identitätskonstruktionen im digitalen Raum des Internets, mit besonderem Fokus auf die Nutzung von Social Networks, um zu analysieren, wie sich Jugendliche dort verhalten, ihre Identität darstellen und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind.
3.1 Identitätstheorien im Überblick
Der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson (1902-1994) entwickelte 1966 ein Identitätskonzept, in dem er der Jugendphase eine besondere Bedeutung zukommen ließ. Identität definiert sich bei Erikson als das bewusste oder unbewusste Erleben einer „Ich-Kontinuität“. Trotz Veränderungen bleibe der Mensch der Gleiche, egal in welcher Institution er sich aufhalte (Familie, Schule, Verein etc.). Ein ungestörtes Durchlaufen der Kindheit führe zu einer Herausbildung eines stabilen Kerns in der Adoleszenz, der eine Identitätsgrundlage für das Erwachsenenleben darstelle. Bei Eintritt in die Pubertät würden alle bisherigen Kindheitserfahrungen in Frage gestellt, rekonstruiert und wieder integriert werden.
Er beschreibt die Jugendzeit als eine Phase der besonders starken Identitätskrise, in der sozial definierte Übergangssituationen bewältigt werden müssen und Rollen, Leitbilder sowie Verhaltensweisen ergründet werden. Um diese Unsicherheiten zu überwinden, identifizieren sich Jugendliche oftmals mit „Helden“ aus den Medien und drücken dies z.B. mittels Kleidung und Gestik aus. Es kann zu Intoleranz gegenüber anderen Meinungen und zu Überidentifikation kommen (Identitätsdiffusion). „Es ist schwer tolerant zu sein, wenn man im tiefsten Inneren noch nicht ganz sicher ist, (...) ob man einmal wirklich weiß, wer man ist, ob man weiß, was man werden will, weiß, wie einen die anderen sehen, und ob man jemals verstehen wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen (...).“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit elektronischer Medien und stellt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten und Auswirkungen jugendlicher Identitätskonstruktionen im Internet.
2 Sozialisation im Jugendalter und Mediensozialisation: Dieses Kapitel definiert Grundlagen der Sozialisation und Mediensozialisation, beschreibt das Medium Internet und untersucht das Online-Verhalten von Jugendlichen sowie das Phänomen der „Digital Natives“.
3 Jugendliche Identitätskonstruktionen im Internet: Das Hauptkapitel analysiert theoretische Ansätze zur Identitätsbildung, die Übertragbarkeit auf den digitalen Raum, Strategien der Selbstdarstellung in Social Networks sowie Chancen und Gefahren.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Rolle des Internets als Ort der Identitätsarbeit und fordert eine verstärkte Medienkompetenz.
5 Glossar: Das Glossar erläutert zentrale Begriffe und technische Ausdrücke, die in der Arbeit verwendet wurden.
Mediensozialisation, Identitätskonstruktion, Internet, Jugendliche, Social Networks, schülerVZ, Digital Natives, Identitätstheorien, Selbstdarstellung, Digitale Identität, Medienkompetenz, Patchwork-Identität, Privatsphäre, Online-Verhalten, Interaktion.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Mediennutzung Jugendlicher, insbesondere mit der Frage, wie Jugendliche im Internet und speziell in Social Networks ihre Identität konstruieren und darstellen.
Die zentralen Themen sind Mediensozialisation, Identitätstheorien, die Besonderheiten des Internets für die Identitätsarbeit, die Funktionsweise von Social Networks und die damit verbundenen Risiken und Chancen.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Jugendliche sich im digitalen Raum verhalten, wie sie ihre Identität konstruieren, welche Möglichkeiten und Einschränkungen das Internet bietet und welche Auswirkungen diese virtuelle Identität auf ihre reale Lebenswelt hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bestehender Identitätstheorien und medienpädagogischer Studien sowie einer explorativen Illustration anhand des Fallbeispiels „schülerVZ“.
Der Hauptteil umfasst einen Überblick über klassische und moderne Identitätstheorien, die Anwendung dieser Theorien auf den digitalen Raum, eine detaillierte Untersuchung von Social Networks und eine kritische Auseinandersetzung mit Chancen und Gefahren wie Mobbing oder Datenschutz.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Mediensozialisation, Identitätskonstruktion, Digital Natives, Social Networks, Online-Identität und Medienkompetenz.
„schülerVZ“ diente zum Zeitpunkt der Erstellung als das meistgenutzte Social Network für die Zielgruppe der 12- bis 21-Jährigen in Deutschland und eignet sich daher besonders gut, um Strukturen, Regeln und Identitätskonstruktionen in einem geschlossenen, jugendspezifischen Online-Raum zu veranschaulichen.
Neben Identitätsdiebstahl und Datenklau werden die Risiken des Mobbings, die Gefahr der Entpersönlichung, die manipulative Wirkung von Werbebotschaften sowie die Belastung durch Konsumdruck und das potenzielle Aufbrechen von Identitätsgrenzen kritisch diskutiert.
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