Bachelorarbeit, 2009
56 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Das Drei-Säulen-System
2.1.1. Kreditbanken
2.1.2. Genossenschaftsbanken
2.1.3. Sparkassensektor
2.2. Geschäftsmodelle
3. Wettbewerb auf dem deutschen Bankenmarkt
4. Genossenschaftsbanken und Sparkassen im historischen Kontext
4.1. Genossenschaftsbanken
4.2. Sparkassen
5. Geschäftsmodelle der Berliner Volksbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse im Vergleich
5.1. Berliner Volksbank
5.1.1. Corporate Governance
5.1.2. Corporate Identity
5.1.3. Privatkundengeschäft
5.1.4. Firmenkundengeschäft
5.1.5. Ertragslage
5.2. Mittelbrandenburgische Sparkasse
5.2.1. Corporate Governance
5.2.2. Corporate Identity
5.2.3. Privatkundengeschäft
5.2.4. Firmenkundengeschäft
5.2.5. Ertragslage
5.3. Vergleich
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschäftsmodelle von Genossenschaftsbanken und Sparkassen am Beispiel der Berliner Volksbank (BVB) und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS), um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und die Auswirkungen der spezifischen Organisationsformen auf die Ertragslage sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu analysieren.
5.1.2. Corporate Identity
Die Berliner Volksbank zeigt als ein Institut, das sich der traditionellen Aufgabe von Genossenschaftsbanken bewusst ist und dies auch nach außen kommuniziert. Zum Beispiel veröffentlichte sie anlässlich des 200. Geburtstages von Schulze-Delitzsch eine Gedenkbriefmarke, die an die Geschichte der Genossenschaften erinnern sollte. In ihrer traditionellen Verantwortung bietet sie ihren Mitgliedern eine Reihe von Vergünstigungen. Ferner pflegt sie eine Art Netzwerk für ihre Mitglieder, das ihnen verschiedene Vorteile verschaffen kann. Mit den VR-Mitgliederversicherungen steht den Teilhabern eine breite Palette an Versicherungen zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. Daneben gibt es mit der „VR-MitgliederRente“ die Möglichkeit, sich zu bevorzugten Konditionen im Alter abzusichern. Mitglieder können darüber hinaus kostenlos die Ausstellungen der hauseigenen „Stiftung KUNSTFORUM der Berliner Volksbank“ besuchen. In ihrem Bonusprogramm in Berlin und Brandenburg kooperiert die BVB mit insgesamt 1.600 Geschäften, bei denen die Mitglieder der Bank Rabatte erhalten. Der ursprüngliche Genossenschaftsgedanke, die Förderung der Mitglieder, findet sich also bei der Berliner Volksbank mit diesen Maßnahmen wieder.
In der Beziehung zu ihren Kunden stehen dabei Nachhaltigkeit, Kundennähe und Vertrauen im Vordergrund. Die BVB distanziert sich damit von spekulativer Geschäftstätigkeit und sieht sich als vertrauensvoller Partner, der mit Nähe und Verantwortung um die Gunst der Kunden wirbt. Sie ist bemüht, den Kunden der Bank eine hohe Beratungsqualität zu bieten und investiert durch verschiedenste Qualifizierungs- maßnahmen wie berufsbegleitende Studiengänge in ihr Humankapital. Es ist hier allerdings fraglich, ob diese im Rahmen des Veränderungsdrucks nicht auch zwingend nötig sind.
1. Einleitung: Vorstellung des deutschen Drei-Säulen-Bankensystems und der Forschungsfrage, die sich mit dem Vergleich der Geschäftsmodelle von Genossenschaftsbanken und Sparkassen befasst.
2. Grundlagen: Erläuterung des Universalbankensystems, der Einordnung der drei Bankengruppen und kurzer Überblick über die Geschäftsmodelle von Spezialbanken.
3. Wettbewerb auf dem deutschen Bankenmarkt: Beleuchtung der hohen Wettbewerbsintensität, der Konsolidierungstrends und der Überschneidungen im Privat- und Firmenkundengeschäft.
4. Genossenschaftsbanken und Sparkassen im historischen Kontext: Analyse der Ursprünge und Überlebensstrategien beider Institutsgruppen unter verschiedenen politischen Rahmenbedingungen.
5. Geschäftsmodelle der Berliner Volksbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse im Vergleich: Detaillierte Analyse und direkter Vergleich der Strukturen, Unternehmensidentitäten, Vertriebskonzepte und Ertragslagen beider Beispielbanken.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, Bewertung der Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle und Einschätzung zukünftiger Konsolidierungsprozesse.
Geschäftsmodelle, Genossenschaftsbanken, Sparkassen, Berliner Volksbank, Mittelbrandenburgische Sparkasse, Drei-Säulen-System, Retail-Banking, Firmenkundengeschäft, Corporate Governance, Corporate Identity, Wettbewerb, Konsolidierung, Ertragslage, Kosten-Ertrags-Verhältnis, Bankenmarkt
Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Geschäftsmodellen von zwei spezifischen Bankinstituten aus unterschiedlichen Säulen des deutschen Bankenmarktes.
Die zentralen Themen sind das Drei-Säulen-System, die historische Entwicklung der Institute, deren aktuelle Unternehmensführung sowie der Wettbewerb im Privat- und Firmenkundengeschäft.
Ziel ist es, die Geschäftsmodelle der Berliner Volksbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse zu analysieren und zu klären, wie weit deren Zielstellungen vereinbar sind und ob Zusammenschlüsse zielführend sein können.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer fundierten theoretischen Basis sowie einer detaillierten Auswertung von Geschäftsberichten und Kennzahlen der beiden Beispielinstitute basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine historische Kontextualisierung und eine umfangreiche Analyse der Berliner Volksbank und der MBS in den Bereichen Governance, Identität und Vertrieb.
Die wichtigsten Schlagworte sind Geschäftsmodelle, Drei-Säulen-System, Rentabilität, Wettbewerbsfähigkeit, Genossenschaftsidee und öffentlicher Auftrag.
Die Berliner Volksbank ist als eingetragene Genossenschaft organisiert, während die Mittelbrandenburgische Sparkasse eine Anstalt öffentlichen Rechts darstellt.
Es dient als ganzheitliches Instrument zur Bedarfsanalyse im Privat- und Firmenkundengeschäft, um Kundenbeziehungen zu vertiefen und Cross-Selling-Potentiale systematisch zu erschließen.
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