Diplomarbeit, 2010
133 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Zur Angst im Gerätturnen
2.1 Psychologie der Emotionen
2.1.1 Definitionsansätze von Emotionen
2.1.2 Begriffe im Umfeld von Emotionen
2.1.3 Klassifikationsmöglichkeiten
2.1.4 Funktion von Emotionen
2.1.5 Entstehung von Emotionen
2.1.6 Emotionalität im Sport
2.2 Zur Theorie der Angst
2.2.1 Definitionsansätze von Angst
2.2.2 Unterscheidung zwischen Angst und Ängstlichkeit
2.2.3 Unterscheidung zwischen Angst und Furcht
2.2.4 Formen von Angst
2.2.4.1 Angeborene und erworbene Ängste
2.2.4.2 Angepasste und unangepasste Ängste
2.2.4.3 Erwartungsängste
2.2.4.4 Soziale Ängste
2.2.4.5 Angstkonflikt
2.2.4.6 Verletzungsangst
2.2.4.7 Angst vor Blamage
2.2.4.8 Angst vor dem Unbekannten
2.2.4.9 Angst vor Misserfolg
2.2.5 Theorien zur Entstehung von Angst
2.2.5.1 Psychoanalytischer Ansatz
2.2.5.2 Lern- und verhaltenstheoretischer Ansatz
2.2.5.3 Kognitionstheoretischer Ansatz
2.2.6 Funktion der Angst
2.2.7 Zusammenhang zwischen Angst und Leistung
2.2.8 Angstmessung
2.2.8.1 Die physiologische Ebene
2.2.8.2 Die motorische Ebene
2.2.8.3 Die verbal-subjektive Ebene
2.3 Angst und Angstkontrolle im Sport
2.3.1 Naive Techniken der Angstkontrolle
2.3.1.1 Naive Selbstbeeinflussungstechniken
2.3.1.2 Naive Fremdbeeinflussungstechniken
2.3.2 Wissenschaftliche Verfahren
2.3.3 Weitere Maßnahmen zum Angstabbau
2.3.4 Angst und Angstkontrolle im Gerätturnen
2.4 Spezifische Fragestellung
3. Methodik
3.1 Untersuchungsverfahren
3.1.1 Erlebenshäufigkeit ausgewählter Emotionen
3.1.2 Spezifisches Angsterleben an den einzelnen Geräten
3.1.3 Spezifisches Angsterleben in Training und Wettkampf
3.1.4 Angstkontrolle in Training und Wettkampf
3.2 Untersuchungspersonen
3.2.1 Gesamtgruppe
3.2.2 Jüngere und ältere Turner
3.2.3 Stichprobe der Turnerinnen aus Siebelist (2008)
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Untersuchungsauswertung
4. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
4.1 Angst und Angstkontrolle in der Gesamtgruppe
4.1.1 Erlebenshäufigkeit ausgewählter Emotionen
4.1.2 Spezifisches Angsterleben an den einzelnen Geräten
4.1.3 Spezifisches Angsterleben in Training und Wettkampf
4.1.4 Angstkontrolle in Training und Wettkampf
4.2 Vergleich der Angst und Angstkontrolle zwischen jüngeren und älteren Turnern
4.2.1 Erlebenshäufigkeit ausgewählter Emotionen
4.2.2 Spezifisches Angsterleben an den einzelnen Geräten
4.2.3 Spezifisches Angsterleben in Training und Wettkampf
4.2.4 Angstkontrolle in Training und Wettkampf
4.3 Vergleich verschiedener Aspekte zwischen Turnern und Turnerinnen
4.3.1 Erlebenshäufigkeit ausgewählter Emotionen
4.3.2 Spezifisches Angsterleben an den einzelnen Geräten
4.3.3 Spezifisches Angsterleben in Training und Wettkampf
4.4.4 Angstkontrolle in Training und Wettkampf
5. Zusammenfassung
6. Literatur
7. Anhang
Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Angst und Angstkontrolle bei Turnern im Gerätturnen durch eine empirische Evaluation. Das primäre Ziel ist es, das Angsterleben an verschiedenen Geräten sowie in Trainings- und Wettkampfsituationen zu ergründen und herauszufinden, welche Bewältigungsstrategien von den Athleten angewandt werden, wobei insbesondere Unterschiede zwischen Altersgruppen und Geschlechtern beleuchtet werden.
2.3.1.1 Naive Selbstbeeinflussungstechniken
Nach Hackfort und Schwenkmezger (ebd. S. 194) setzt ein Sportler Maßnahmen zur Angstkontrolle ein, wenn er einen aufkommenden oder akuten Angstzustand verspürt. Derartige Indikatoren können physiologische Veränderungen (z. B. Transpiration in den Achselhöhlen) oder Kognitionen (z. B. Gedankenfixierung) sein. Techniken der Selbstbeeinflussung können automatisiert ablaufen, dass heißt, sie sind nicht bewusstseinspflichtig. Sie vermögen es aber auch ins Bewusstsein überzugehen. Selbstbeeinflussungstechniken zur Angstkontrolle können dahingehend unterschieden werden, unter welchen Gesichtspunkt das Problem betrachtet wird. Wird ein gewisser Angstgrad als nützlich erachtet, so ist es angebracht, diesen Zustand zu erhalten (Stabilisationsproblem), was damit verbunden ist, nicht zu stark in Angst zu geraten. In diesem Zusammenhang ist auf folgendes Beispiel zu verweisen:
„So vermeiden es z.B. einige Turner, vor wichtigen Wettkämpfen ihre Kürübungen durchzuturnen oder turnen sie im Anschluß an das Training der Einzelteile, um auf diese Weise bei Versagen auf die bereits (über-) beanspruchte Kondition hinweisen zu können bzw. das Versagen sich selbst erklären zu können, ohne weitere Verunsicherungen zu erleben“ (Hackfort & Schwenkmezger, 1985, S. 195).
Empfindet der Athlet hingegen seine Angst als störend, so wird er versuchen, diese zu verändern (Modifikationsproblem). Dem Sportler wird es hauptsächlich darum gehen, sich zu entspannen. Diese Entspannung kann im Sinne einer Selbstentspannung verstanden werden. Dazu stehen ihm diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Meistens werden Techniken wie Aufmerksamkeitslenkung (Abwendung von den angstauslösenden Situationen), Umdeuten (Die Sache ist gar nicht so wichtig), Relativierungen und Kontrastierungen (Mein Kontrahent ist sicher noch viel nervöser), Selbstbefehle (Konzentriere dich auf die Übung), oder Autosuggestion (ich werde das schon irgendwie schaffen) eingesetzt. Hackfort und Schwenkmezger (ebd. S.196) heben hervor, dass Modifikation auch bedeuten kann, dass ein Angstzustand inhaltlich verändert wird.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Angst im Sport allgemein und spezifisch im Gerätturnen ein und begründet die Relevanz der Untersuchung für Trainer und Sportler.
2. Zur Angst im Gerätturnen: Der theoretische Teil bietet einen umfassenden Überblick über die Psychologie der Emotionen sowie die Entstehung, Formen, Funktion und Messung von Angst im sportlichen Kontext.
3. Methodik: Hier wird der Aufbau der empirischen Untersuchung beschrieben, einschließlich der Erhebungsinstrumente, der Zielgruppe und der statistischen Auswertungsverfahren.
4. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse: Dieser Hauptteil analysiert die erhobenen Daten zum Angsterleben und zur Angstkontrolle, unterteilt in die Gesamtgruppe sowie in Vergleiche zwischen Altersgruppen und Geschlechtern.
5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wesentlichen theoretischen Erkenntnisse und die Ergebnisse der empirischen Studie zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsfragen.
6. Literatur: In diesem Abschnitt werden alle verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen der Arbeit aufgeführt.
7. Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Materialien, wie beispielsweise den verwendeten Fragebogen und das Anschreiben an die Studienteilnehmer.
Angst, Gerätturnen, Angstkontrolle, Emotionen, Wettkampf, Training, Verletzungsangst, Angst vor Blamage, Angstbewältigung, Sportpsychologie, Angstmessung, Leistungsdruck, Angst vor dem Unbekannten, empirische Studie, Selbstbeeinflussung
Die Diplomarbeit untersucht das Angsterleben und die angewandten Kontrollmechanismen von Turnern im Gerätturnen, wobei sowohl allgemeine emotionale Aspekte als auch spezifische, gerätebezogene Ängste betrachtet werden.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Angst- und Emotionspsychologie sowie die praktische Anwendung von Angstkontrollstrategien in Trainings- und Wettkampfsituationen im Gerätturnen.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Geräte und Situationen im Gerätturnen besonders angstauslösend wirken und welche Strategien Turner nutzen, um ihre Angstgefühle zu regulieren.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der Turner einen standardisierten Fragebogen ausfüllten, um ihre Emotionen und Angstbewältigung zu dokumentieren.
Der Hauptteil stellt die detaillierten Ergebnisse der Datenerhebung dar, inklusive des Angsterlebens in der Gesamtgruppe sowie vergleichender Analysen zwischen verschiedenen Altersgruppen und Geschlechtern.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Angst, Gerätturnen, Angstkontrolle, Angstbewältigung, Sportpsychologie und empirische Datenerhebung charakterisieren.
Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass Turner das Reck als besonders angstauslösend empfinden, unter anderem aufgrund der hohen Geschwindigkeit bei Flugelementen und der damit verbundenen Problematik beim Griffwechsel.
Ja, die Arbeit vergleicht die Ergebnisse der Turner mit einer Studie über Turnerinnen und stellt fest, dass bei den Turnerinnen tendenziell stärkere Angstreaktionen auf die verschiedenen Bedingungen verzeichnet wurden.
Der Vergleich zeigt, dass sich die Altersgruppen in Bezug auf die spezifischen Angstauslöser in manchen Bereichen im Trend unterscheiden, beispielsweise bewerten ältere Turner bestimmte Stressfaktoren oder Anforderungen teilweise anders als ihre jüngeren Kollegen.
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