Diplomarbeit, 2003
154 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
1.1 Der Bezugsrahmen
1.2 Das Problem
1.3 Die Bedeutung von Franchising-Verhältnissen in der Wirtschaft
2 Die Prinzipal-Agent-Theorie
2.1 Theoretische Grundlagen und Modellierung
2.1.1 Basismodell
2.1.2 Einfluss externer Faktoren auf das Basismodell
2.1.3 Risiko und Unsicherheit
2.1.4 Verhaltensformen unter Risiko
2.1.5 Informationsasymmetrie
2.2 Opportunistische Verhaltensformen
2.2.1 Moral Hazard und Shirking
2.2.2 Hold up
2.2.3 Adverse Selektion
2.2.4 Opportunistisches Verhalten und Informationsasymmetrie
2.3 Abbau der Informationsasymmetrien
2.3.1 Von Seiten des Prinzipals durch vorvertragliche Selbst-Selektionsmechanismen
2.3.2 Von Seiten des Prinzipals durch nachvertragliche Selbst-Selektionsmechanismen
2.3.3 Von Seiten des Agenten durch vorvertragliche Selbst-Selektionsmechanismen
2.3.4 Informationsasymmetrie und mehrperiodigen Verträgen
2.4 Praktische Relevanz von Franchising in der österreichischen Wirtschaft
3 Franchising-Verträge
3.1 Allgemein
3.1.1 Die Bedeutung der Marke
3.1.2 Die Geschäftsidee
3.1.3 Die Bedeutung des Produktes
3.1.4 Die Bedeutung des Franchisepaketes
3.2 Vertragsarten
3.3 Eignung von Franchising-Verträgen für den Vertriebs- und Dienstleistungsbereich
3.4 Informationsasymmetrien
3.4.1 Das Produkt betreffend
3.4.2 Den Markt betreffend
3.4.3 Den Franchisenehmer betreffend
4 Das Prinzipal-Agent-Problem in Franchising-Verträgen
4.1 Die Ressourcenverteilung
4.1.1 Materielle Ressourcen
4.1.2 Immaterielle Ressourcen
4.1.3 Fristigkeit der Ressourcenbindung
4.1.4 Ausgewogenheit der Ressourcenallokationen
4.2 Marktstruktur
4.2.1 Das Monopoltheorem
4.2.2 Gebietsschutz
4.2.3 Preispolitik
4.2.4 Mengenpolitik
4.3 Zusammenfassung
5 Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht das Prinzipal-Agent-Problem im Kontext von Franchising-Verträgen unter besonderer Berücksichtigung des Vertriebs- und Dienstleistungsbereichs. Ziel ist es, übliche Vertragsklauseln unter dem Blickwinkel eigennütziger Kooperationspartner mit Hilfe der Agententheorie und spieltheoretischer Ansätze zu analysieren.
2.1.2 Einfluss externer Faktoren auf das Basismodell
Nun gibt es jedoch bei zunehmender Annäherung an die Realität weitere Faktoren, die auf das Gesamteinkommen und damit verbunden den Gesamtnutzen einwirken, jedoch weder vom Prinzipal, noch vom Agenten beeinflusst werden können. Zur Darstellung dieses Umstandes wird nun eine Zufallsvariable Θ (mit Θ = {θ1, θ2, θ3, ... , θk}, sowie Σ θl = 1) eingeführt, die unabhängig von L und K ist, jedoch das Gesamteinkommen beeinflusst. Die Zufallsvariable θk ∈ Θ ist somit als exogen gegeben anzusehen, wobei Θ alle möglichen Umweltzustände abschließend repräsentiert, d.h., Y = g(L, K, θk) bei Eintreffen eines konkreten Umweltzustandes θk ∈ Θ.
Θ kann demnach - der Einfachheit wegen - als endliche Menge angesehen werden, die alle möglichen Umweltzustände θk beinhaltet.
Vor Vertragsabschluß besteht zwischen Prinzipal und Agenten Einigkeit darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit pk der Umweltzustand θk eintreten wird, und welche Ertragserwartungen Ye die Kooperation (insgesamt) annehmen wird, sodass Ye = Σ g(L, K, pk θk) = Σ pk θk g(L, K).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arbeitsteilung und der damit verbundenen Koordinationskosten ein, wobei Franchising als ein Lösungsansatz zur Bindung von Unternehmensteilen und zur Bewältigung von Konzentrationstendenzen vorgestellt wird.
2 Die Prinzipal-Agent-Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie sowie verschiedene opportunistische Verhaltensformen und Mechanismen zu deren Abbau, wie Screening und Signaling, detailliert modelliert und analysiert.
3 Franchising-Verträge: In diesem Kapitel werden das Wesen und die Bedeutung von Franchising-Verträgen sowie deren spezifische Eignung für den Vertriebs- und Dienstleistungsbereich unter besonderer Berücksichtigung von Markenbedeutung und Know-how beleuchtet.
4 Das Prinzipal-Agent-Problem in Franchising-Verträgen: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Agentenmodelle mit der Praxis der Franchising-Verträge, indem es Ressourcenverteilung, Marktstrukturen und Preissetzungsstrategien als Instrumente zur Lösung von Prinzipal-Agent-Problemen untersucht.
5 Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Auswirkungen der zunehmenden Standardisierung auf die Produktvielfalt sowie die soziokulturellen Folgen des globalen Franchising-Trends.
Franchising, Prinzipal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Opportunismus, Moral Hazard, Adverse Selektion, Signaling, Screening, Reputation, Vertragstheorie, Ressourcenverteilung, Marktstruktur, Spieltheorie, Gebietschutz, Transaktionskosten.
Die Arbeit analysiert die Struktur von Franchising-Verträgen durch die theoretische Brille der Prinzipal-Agent-Theorie, um zu verstehen, wie Kooperationsprobleme in vertikal organisierten Vertriebssystemen theoretisch und praktisch gelöst werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Modellierung von Informationsasymmetrien, der Untersuchung opportunistischen Verhaltens der Vertragspartner sowie der Analyse vertraglicher Sicherungsmechanismen im Franchising.
Das Ziel ist es, übliche Vertragsklauseln im Franchising auf ihr Potenzial hin zu untersuchen, Interessenkonflikte zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer zu entschärfen und paretoeffiziente Lösungen in einer Umgebung unvollständiger Verträge zu identifizieren.
Der Autor verwendet primär mikroökonomische Modellbildungen, insbesondere die Prinzipal-Agent-Theorie, und ergänzt diese durch spieltheoretische Überlegungen, um das Verhalten der Akteure bei Risiko und Unsicherheit zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Prinzipal-Agent-Problems und eine anschließende Anwendung dieser Theorie auf konkrete franchising-spezifische Aspekte wie Markenführung, Ressourcenallokation, Gebietsschutz und Preispolitik.
Franchising, Prinzipal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Opportunismus, Moral Hazard, Adverse Selektion, Signaling, Screening, Reputation und Vertragstheorie.
Das Hold-up-Problem wird als nachvertraglicher Opportunismus beschrieben, bei dem der Franchisenehmer spezifische Investitionen des Franchisegebers ausnutzt, um bei nachvertraglichen Verhandlungen die Ertragsverteilung zu seinen Gunsten zu verändern, da der Franchisegeber aufgrund der Investition gebunden ist.
Geiseln dienen als Sicherungsmechanismen zur Verhinderung von Opportunismus. Durch Investitionen, die bei Vertragsbeendigung wertlos wären (z.B. spezifische Betriebseinrichtung), binden sich die Partner wechselseitig und schaffen Anreize für kooperatives Verhalten über die Vertragslaufzeit.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

