Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Kunst und ihre Definitionen
3. Der Kunstmarkt
3.1. Struktur des Kunstmarktes
3.2. Volumen des Kunstmarktes
3.3. Die Kunstmarktakteure
3.3.1. Der Künstler
3.3.2. Der Käufer
3.3.2.1. Privater Käufer
3.3.2.2. Unternehmen als Käufer
3.3.2.3. Das Museum
3.3.3. Die Institutionen
3.3.3.1. Galerien
3.3.3.2. Kunstmessen
3.3.3.3. Auktionshäuser
3.4. Preisbildung
3.4.1. Festlegung des Preises auf dem Primärenmarkt
3.4.2. Kunstauktion als Tribunal
4. Kunstvermarktung im Internet
4.1. Das Internet und sein Potential
4.1.1. Entfaltung des Internetpotentials von seinem Anfang bis heute
4.1.2. Internettechnologien
4.2. Geschäftsmodelle und Strategien
4.2.1. Eigener Webauftritt
4.2.1.1. Künstler
4.2.1.2. Galerie
4.2.1.3. Auktionshaus
4.2.1.3.1. Stationär
4.2.1.3.2. Virtuell
4.2.1.3.2.1. Der Ablauf einer Internetauktion
4.2.1.3.2.2. Beispiele für Online-Kunstauktionshäuser
4.2.1.3.2.3. Vor- und Nachteile der virtuellen Kunstauktionen
4.2.2. Plattformen
4.2.2.1. Allgemeine Handelsplattformen
4.2.2.2. Kunsthandelsplattformen
4.2.2.3. Informations- und Präsentationsplattformen
4.2.2.3.1. Online-Kunstmarktdatenbanken – eine Übersicht
4.2.2.3.2. Exkurs: Die Erfolgsgeschichte – artnet
4.3. Rechtliche Aspekte des Online-Kunsthandels
5. Kritische Auseinandersetzung
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Rahmenbedingungen des Kunstmarktes und analysiert kritisch, wie Internettechnologien die Vermarktung von bildender Kunst transformieren, welche neuen Absatzwege sie eröffnen und welche spezifischen Risiken dieser digitale Wandel für den Kunsthandel mit sich bringt.
3.3.1. Der Künstler
Ohne Künstler kein Kunst.
Jahrhunderte lang wurde Kunst als Handwerk gesehen. Erst die Spätgotik brachte es mit sich, dass Objekte der Bildenden Kunst signiert wurden, was ein höheres gesellschaftliches Ansehen des Künstlers mit sich brachte. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts bildete sich bei der bürgerlichen Gesellschaft die Vorstellung vom Künstler als Genie und über das Kunstschaffen als freien Beruf. Diese Vorstellung hat sich bis heute bewahrt.
Aber wer gilt überhaupt als Künstler? So wie es keine einheitliche Definition von Kunst gibt, gibt es auch keine klare Definition von Künstlern.
Es gibt mindestens acht Kriterien, die bei der Frage, wer als Künstler gilt, hinzugezogen werden können:
1. Die für die künstlerische Tätigkeit aufgewendete Zeit
2. Die Höhe des aus der Kunst bezogenen Einkommens
3. Das Ansehen des Künstlers in der Öffentlichkeit
4. Die Anerkennung durch andere Künstler (aber wer definiert die anderen Künstler?)
5. Die Qualität des künstlerischen Schaffens (wobei wiederum Qualität zu definieren wäre)
6. Die Mitgliedschaft in einer berufsständischen Künstlervereinigung
7. Berufliche Qualifikation (Abschluss einer Kunstfach- oder Hochschule)
und nicht zuletzt:
8. Die subjektive Selbsteinschätzung als Künstler
Das wichtigste Erkennungszeichen eines künstlerischen Berufes ist seine volle Autonomie in der Ausübung. Der Künstler ist/soll frei sein, um überhaupt den Status eines Künstlers zu erlangen. Es muss nicht unbedingt die inhaltliche Freiheit sein, weil diese, philosophisch gesehen, nicht garantiert werden kann. Vielmehr soll die Freiheit in der Wahl der Ausdrucksmittel bestehen.
1. Einleitung: Beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz und führt in die Fragestellung zur Vermarktung bildender Kunst mittels Internettechnologien ein.
2. Kunst und ihre Definitionen: Erörtert die etymologischen und begrifflichen Grundlagen der Kunst sowie deren historische Wandlungsfähigkeit.
3. Der Kunstmarkt: Analysiert die Akteure, Strukturen und Preisbildungsmechanismen im klassischen Kunstmarkt sowie den Einfluss von Museen, Galerien und Auktionshäusern.
4. Kunstvermarktung im Internet: Untersucht die technischen Möglichkeiten des Internets, verschiedene digitale Geschäftsmodelle für Künstler und Galerien sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
5. Kritische Auseinandersetzung: Reflektiert Chancen und Risiken der Online-Kunstvermarktung, insbesondere im Hinblick auf Qualität, Authentizität und den direkten Kundenkontakt.
6. Ausblick: Skizziert zukünftige Entwicklungen und das Potenzial von Web 2.0-Technologien für eine Demokratisierung und Liberalisierung des globalen Kunstmarktes.
Kunstmarkt, Kunsthandel, Online-Vermarktung, Auktionshäuser, Galerien, Künstler, E-Commerce, Preisbildung, Web 2.0, Virtuelle Kunstauktionen, Digitalisierung, Kunstinvestition, Urheberrecht, Internetpotenzial, Kunstsammler.
Die Arbeit untersucht die Vermarktung von bildender Kunst unter besonderer Berücksichtigung der Nutzung moderner Internettechnologien und analysiert, wie diese den Kunstmarkt verändern.
Die zentralen Akteure sind Künstler, Käufer (Privatpersonen, Unternehmen, Museen) sowie Vermittlungsinstitutionen wie Galerien und Auktionshäuser.
Das Ziel ist es, die Wachstumschancen des Kunstmarktes durch das Internet zu bewerten und die damit verbundenen Risiken für die Qualität und den Handel aufzudecken.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, empirische Studien zu Marketingaktivitäten von Künstlern und die Auswertung aktueller Marktstatistiken aus dem Jahr 2007.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Struktur des Kunstmarktes, der Preisbildung, den verschiedenen Online-Geschäftsmodellen und den rechtlichen Aspekten des Online-Kunsthandels.
Kernelemente sind die Digitalisierung des Kunstmarktes, die Rolle von Online-Datenbanken und der Wandel von der stationären zur virtuellen Kunstvermittlung.
Das Internet fördert die Markttransparenz durch leicht abrufbare Informationen und Preisvergleiche, kann aber auch zu einer Standardisierung führen, die eher den Massengeschmack bedient.
Die größten Herausforderungen liegen in der Bewahrung der Seriosität, der Abgrenzung von bloßem Massenhandel und der Überwindung der Schwellenangst bei Käufern, die den direkten Kontakt zum Kunstwerk suchen.
Sie nutzen das Internet primär als Informations- und Kommunikationsmedium sowie zur Erweiterung ihrer Reichweite durch Live-Streaming und hybride Auktionsmodelle.
Sie sieht im Web 2.0 ein großes Potenzial für eine Demokratisierung des Kunstmarktes, weist jedoch darauf hin, dass die Bedeutung des direkten, sinnlichen Kontakts zum Kunstwerk weiterhin ein entscheidender Faktor bleibt.
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