Magisterarbeit, 2007
195 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I Einleitung
1. Gegenstand der Arbeit
2. Zielsetzung und Forschungsfragen
3. Aufbau der Arbeit
II. Theoretische Grundlagen
4. Die Beziehung zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus
4.1 Zum Verständnis von Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit
4.2 Öffentlichkeit im Kontext der Öffentlichkeitsarbeit
4.3 Die Determinationshypothese
4.3.1 Die Determinationshypothese in der Diskussion
4.4 Das Intereffikationsmodell
4.4.1 Das Intereffikationsmodell in der Diskussion
4.4.3 Weiterentwicklung des Intereffikationsmodells
4.4.2 Empirische Überprüfung des Intereffikationsmodells
4.5 Zwischenfazit
5. Non-Governmental-Organizations - NGOs
5.1 Definition und Begriffsbestimmung
5.2 NGOs als Akteure in der Öffentlichkeit
5.3 Die Öffentlichkeitsarbeit von NGOs
5.3.1 Die Öffentlichkeitsarbeit von NGOs als Non-Profit-PR
5.3.2 Die Ziele der Öffentlichkeitsarbeit von NGOs
5.3.3 Die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von NGOs
5.4 NGOs im Feld der Menschenrechte
5.5 Die Menschenrechtsorganisation amnesty international
5.5.1 Aufbau und Struktur der deutschen Sektion von amnesty international
5.5.2 Die Kommunikatortypen in der Kommunikation von amnesty international
5.5.3 Die Ziele der Öffentlichkeitsarbeit von amnesty international
5.5.4 Die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von amnesty international
5.6 Zwischenfazit
6. Vertrauen
6.1. Begriffliche Vorklärung zu Vertrauen und Glaubwürdigkeit
6.2 Vertrauen in der wissenschaftlichen Betrachtung – Ein Überblick
6.2.1 Politik und Vertrauen
6.2.2 NGOs und Vertrauen
6.3 Eine Theorie des öffentlichen Vertrauens
6.3.1 Vertrauensfaktoren als Einflussfaktoren öffentlichen Vertrauens
6.3.2 Kommunikative Diskrepanz und Konsistenz
6.3.3 Empirische Überprüfung einer Theorie des öffentlichen Vertrauens
6.4 Zwischenfazit
III. Input-Output-Analyse am Fallbeispiel amnesty international
7. Konzeption der Input-Output-Analyse
7.1 Die Methode der Inhaltsanalyse
7.2 Erkenntnisinteresse und Forschungsfrage
7.3 Hypothesen
7.4 Untersuchungsanlage
7.4.1 Analyseeinheit und Stichprobe
7.4.2 Kategoriensystem
7.4.3 Validität und Reliabilität
7.5 Methodenkritik
8. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
8.1 Ergebnisse der Inhaltsanalyse des Inputs
8.1.1 Formale Kategorien
8.1.2 Inhaltliche Kategorien
8.2 Ergebnisse der Inhaltsanalyse des Outputs
8.2.1 Formale Kategorien
8.2.2 Inhaltliche Kategorien
8.2.3 Einflussfaktoren öffentlichen Vertrauens in den Presseartikeln
8.3 Ergebnisse der vergleichenden Inhaltsanalyse
8.3.1 Übernahme der Themen und genannten Akteure in den Artikeln
8.3.2 Übernahme von Kernbotschaften und zitierten Akteuren
8.3.3 Übernahme von Zahlenangaben
8.3.4 Timing der Berichterstattung
8.3.5 Quellentransparenz der Artikeln
8.3.6 Transformationsleistungen der Journalisten
8.3.7 Übernahme von Bewertungen in den Artikeln
8.3.8 Einflussfaktoren öffentlichen Vertrauens
8.4 Hypothesengeleitete Interpretation der Ergebnisse
8.5 Induktions- und Adaptionsleistungen
IV. Zusammenfassung und Fazit
9. Erkenntnisse für das Intereffikationsmodell
10. Erkenntnisse für eine Theorie öffentlichen Vertrauens
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beziehungsstruktur zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus am Fallbeispiel der deutschen Sektion von amnesty international. Das zentrale Ziel besteht darin, die Induktions- und Adaptionsleistungen der NGO-Kommunikation im Verhältnis zur Printmedienberichterstattung zu analysieren, wobei der Einfluss der Berichterstattung auf die Vertrauensbildung gegenüber der Organisation im Mittelpunkt steht.
4.4 Das Intereffikationsmodell
Hoffjann sieht den Grundgedanken des Intereffikationsmodell in der von Saxer Anfang der 80er Jahre aufgestellten Interdependenzthese (vgl. Hoffjann 2001: 184). In Saxers Betrachtung der Interaktion zwischen dem politischen System und dem publizistischen System untersucht er das Vorhandensein einer „Medienmacht“ (Saxer 1983: 448). Saxer ist der Meinung, dass die Öffentlichkeitsarbeit „Gegen- oder zumindest kompensatorische Strukturen“ (Saxer 1983: 450) errichte, die den publizistischen Medien entgegengesetzt werden. Er identifiziert zwischen dem politischen PR-System und dem publizistischen System „Verflechtungen“ (Saxer 1981: 501) sowie „elementare funktionale Interpedenzen“ (Saxer 1981: 505), „gegenseitige Funktionszusammenhänge“ und „Parallelstrukturen“ (Saxer 1981: 502).
Das Intereffikationsmodell von Bentele, Liebert und Seeling berücksichtigt 1997 im Gegenzug zur Determinationshypothese mit einem „Modell höherer Komplexität“ (Bentele 2005: 209) drei zentrale Aspekte:
1. Eine Machtbeziehung der Öffentlichkeitsarbeit im Bezug auf den Journalismus sei zu einfach.
2. Neben den Einflüssen von der Öffentlichkeitsarbeit auf den Journalismus gebe es auch gegenläufige Einflüsse.
3. Neben den unmittelbar wirkenden Einflüssen existiere eine weitere fundamentale Beziehungsdimension der „Adaption“ (Bentele 2005: 210).
Die Autoren gehen von dem bereits erläuterten Arenenmodell der Öffentlichkeit aus, das ihnen als Basis für ihr Beziehungsmodell zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit dient. Sie plädieren dafür, das Verhältnis zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus „kommunikationswissenschaftlich besser als komplexes Verhältnis eines gegenseitig vorhandenen Einflusses, einer gegenseitigen Orientierung und einer gegenseitigen Abhängigkeit zwischen zwei relativ autonomen Systemen zu begreifen“ (Bentele/Liebert/Seeling 1997: 240).
I Einleitung: Diese Einleitung führt in den Gegenstand der Arbeit ein, definiert die Forschungsfragen zur Beziehungsstruktur zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
II. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es die Beziehung zwischen Journalismus und PR beleuchtet, zentrale Modelle wie das Intereffikationsmodell diskutiert, NGOs als Akteure definiert und eine Theorie des öffentlichen Vertrauens erarbeitet.
III. Input-Output-Analyse am Fallbeispiel amnesty international: Der empirische Teil erläutert die Konzeption der Input-Output-Analyse, stellt die angewandte Inhaltsanalyse sowie die Untersuchungsanlage vor und präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
IV. Zusammenfassung und Fazit: Dieser Abschnitt führt die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Anwendbarkeit des Intereffikationsmodells sowie der Theorie öffentlichen Vertrauens und zieht ein abschließendes Fazit zur Fallstudie.
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Journalismus, Intereffikationsmodell, Determinationshypothese, NGO, amnesty international, öffentliches Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Input-Output-Analyse, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Vertrauensfaktoren, Induktion, Adaption.
Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen dem PR-System und dem journalistischen System am Beispiel der Nichtregierungsorganisation amnesty international und analysiert dabei, wie Kommunikation Vertrauen in der Öffentlichkeit beeinflusst.
Die zentralen Felder umfassen Public Relations und Journalismus, das Intereffikationsmodell, die Arbeit von NGOs im Menschenrechtskontext sowie Theorien zum öffentlichen Vertrauen und deren Einflussfaktoren.
Das Hauptziel ist es, die Induktions- und Adaptionsleistungen der Öffentlichkeitsarbeit von amnesty international im Verhältnis zur Printmedienberichterstattung zu untersuchen und deren Auswirkungen auf die Einflussfaktoren öffentlichen Vertrauens zu bestimmen.
Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse im Rahmen einer Input-Output-Analyse, um systematisch Presseinformationen der NGO und die darauf basierende mediale Berichterstattung zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der PR-Journalismus-Beziehung und Vertrauenstheorien sowie einen empirischen Teil, der die Fallstudie anhand spezifischer Hypothesen konzipiert, durchführt und auswertet.
Wichtige Begriffe sind Öffentlichkeitsarbeit, Intereffikationsmodell, NGO, amnesty international, öffentliches Vertrauen, Input-Output-Analyse und Medienberichterstattung.
Die Organisation dient als Fallbeispiel, da sie eine basisdemokratische Struktur aufweist, die besondere Herausforderungen an ihre Öffentlichkeitsarbeit stellt und aufgrund ihres Expertenstatus im Menschenrechtsbereich eine spezifische mediale Wahrnehmung genießt.
Das Modell dient als theoretischer Rahmen, da es das Verhältnis zwischen PR und Journalismus nicht als einseitige Dominanz, sondern als komplexes System gegenseitiger Abhängigkeit und wechselseitiger Einflussnahme begreift.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

