Magisterarbeit, 2010
113 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert den Programmbegriff und seine Ausprägungen in den gegenwärtigen Medien Fernsehen, Computer und Kino. Sie argumentiert, dass der Programmbegriff auch für die Analyse des frühen Kinos (1895-1918) relevant ist und untersucht die Bedeutung des Programms für das Verständnis der Entwicklung des frühen Kinos.
Die Einleitung stellt die Relevanz des Programms für die Medienanalyse dar und beleuchtet den Stand der Forschung zur Programmtheorie des frühen Kinos. Kapitel 2 untersucht den Programmbegriff und seine medialen Ausprägungen in Fernsehen, Computer und Kino. Kapitel 3 analysiert die Entwicklung des Programmformats des frühen Kinos im Zeitraum 1895-1914, wobei die Vorläufer des Kinoprogramms, die Anfänge des Kinos, die Zeit der ortfesten Kinos und die Jahre 1911-1914 untersucht werden. Kapitel 4 befasst sich mit der Rolle des Publikums bei der Veränderung des Programmformats und analysiert den Zusammenhang zwischen Publikum und Programmformat, die Rolle des Publikums für den Programmbruch 1911/1912 sowie das weibliche Publikum, das Kinodrama und die Etablierung einer neuen Programmstruktur. Kapitel 5 widmet sich der Neupräsentation des frühen Kinos, einschließlich der Problematik des Originals, der Programmierungsstrategie und der Bedeutung des Mediums DVD für die Neupräsentation des frühen Kinos.
Programm, Medienanalyse, frühes Kino, Filmformat, Programmstruktur, Publikumsrezeption, Neupräsentation, DVD.
Der Programmbegriff bezieht sich auf die bewusste Zusammenstellung und Strukturierung von Filmen (oft Kurzfilme), die dem Publikum als Einheit präsentiert wurden, vergleichbar mit heutigen Fernseh- oder Computerstrukturen.
Es entwickelte sich von den Anfängen des Wanderkinos über das „Tutti Frutti“-Schema ortsfester Kinos bis hin zum Durchbruch des langen Spielfilms (Monopolfilm) ab 1911.
Das weibliche Publikum trug maßgeblich zur Durchsetzung des Kinodramas und der Etablierung neuer Programmstrukturen bei, die den Weg zum langen Spielfilm ebneten.
Lokalaufnahmen waren Filme, die lokale Ereignisse oder Personen zeigten. Sie dienten als besondere Attraktion im Programm, um das Publikum vor Ort anzulocken.
Probleme ergeben sich aus der Materiallage (verlorene Filme), der Frage nach dem filmischen Original und der veränderten Wahrnehmung heutiger Zuschauer, etwa beim Betrachten auf DVD.
Neben Filmfestivals und kommunalen Kinos spielen DVD-Editionen eine zentrale Rolle für die wissenschaftliche Analyse und die öffentliche Zugänglichkeit des frühen Kinos.
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