Diplomarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung und Formulierung des Forschungsproblems
1.1 Aktualität des Themas und Zielsetzung
1.2 Methodische Vorgehensweise der Untersuchung und Eingrenzung
2. Die Finanzkrise
2.1 Definition und Entstehung der Finanzkrise
2.1.1 Die Vergabe von Subprime-Krediten
2.1.2 Der Verbriefungsprozess
2.1.3 Das Platzen der Blase
2.2 Entwicklung von der Subprime-Krise zur Finanzmarktkrise
2.3 Folgen der Finanzkrise
2.4 Reaktionen der Politik und Realwirtschaft
3. Der Deutsche Mittelstand
3.1 Terminologische Abgrenzung und Grundlagen
3.2 Die ökonomische Bedeutung des Mittelstands
3.3 Unternehmensfinanzierung und Eigenkapitalquote
3.4 Bilanzierungsregeln im Mittelstand
3.5 Entwicklung der letzten Jahre
4. Der Mergers & Acquisitions-Markt
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Motive für die Durchführung
4.2.1 Synergien
4.2.2 Diversifikation und Wachstum
4.3 Der Mergers & Acquisitions-Prozess
4.4 Besonderheiten von Fusionen und Übernahmen in Deutschland
4.5 Mergers & Acquisitions im Deutschen Mittelstand
4.5.1 Bewertung von mittelständischen Unternehmen
4.5.2 Private Equity im Mittelstand
4.5.2.1 Definition und Geschäftsmodell
4.5.2.2 Ablauf von Private-Equity-Investitionen
4.5.2.3 Private-Equity-Markt im Mittelstand
5. Zusammenführung der Untersuchungsgebiete
5.1 Auswirkungen auf den Mergers & Acquisitions-Markt
5.2 Auswirkungen der Finanzkrise auf den Deutschen Mittelstand
5.2.1 Kreditvergabe im Deutschen Mittelstand
5.2.2 Kreditklemme und Ratings
5.3 Zukunftsprognose
6. Empirische Analyse der Auswirkungen
6.1 Empirische Analyse
6.1.1 Untersuchungsdesign und technische Realisierung
6.1.2 Vorstudie
6.1.3 Struktur und Aufbau des Fragebogens
6.2 Durchführung der Befragung und Stichprobenbeziehung
6.2.1 Datenerhebung
6.2.2 Qualität der Messung
6.2.3 Beschreibung der Befragten
6.3 Auswertung und Analyse der Befragung
6.4 Diskussion der Ergebnisse
7. Kritische Würdigung und Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der globalen Finanzkrise auf den Markt für Unternehmensfusionen und Übernahmen im deutschen Mittelstand. Das primäre Ziel ist es, die krisenbedingten Veränderungen in Transaktionskennzahlen, Investitionsfokus und Übernahmeverhalten durch eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen Expertenbefragung zu verifizieren und zukünftige Marktentwicklungen zu prognostizieren.
4.5.1 Bewertung von mittelständischen Unternehmen
Unternehmen, die auf dem Kapitalmarkt gehandelt werden, sind durch die Anzahl der ausstehenden Aktien multipliziert mit dem täglichen Aktienkurs sehr leicht zu bewerten. Dieser Wert setzt sich aus dem Fundamentalwert und einer Erwartungsprämie zusammen. Für mittelständische Unternehmen gilt eine rein kapitalmarktorientierte Vorgehensweise als ungeeignet (vgl. Fey/Kuhn 2007, S. 18). Die wissenschaftliche Auseinandersetzung hat sich mit Modellen dieser Thematik in den vergangenen Jahren verstärkt befasst. Es gibt keine allgemeingültige, einheitliche und praktizierte Methode, die die Besonderheiten von KMU bei der Unternehmensbewertung explizit bemisst. Die Literatur in diesem Bereich der Unternehmensbewertung ist entgegen der großen Bedeutung dieses beachtlichen wirtschaftlichen Sektors nicht sehr weitläufig.
Es wird nach Unternehmensbewertungsansätzen gesucht, die die größenspezifischen Eigenheiten der kleinen und mittelständischen Unternehmen einbeziehen. Es folgt ein kurzer Überblick über die wesentlichen Bewertungsmethoden in Theorie und Praxis, bisher vorgeschlagene Verfahren für KMU werden in prägnanter Form skizziert und diskutiert. Ertragswertverfahren stehen im Vordergrund, da diese in der kontinentaleuropäischen Literatur wiederholt diskutiert werden. Seit einigen Jahren werden primär diskontierungsbasierte Bewertungsmethoden angewendet. Die Substanzwertanalyse gilt bei den meisten Analysten als veraltet, wird aber im Mittelstand noch eingesetzt.
Die Substanzwertmethode bestimmt den Unternehmenswert als die Summe aller Vermögensgegenstände abzüglich der Verbindlichkeiten und Schulden an einem bestimmten Stichtag, abhängig vom Bewertungsanlass zu Wiederbeschaffungs- oder Liquidationskosten (vgl. Spremann 2002, S. 142). In diese Berechnung gehen künftige erwartete Entwicklungen nicht mit ein, sodass es häufig zu Unterbewertungen des wahren Unternehmenswertes kommt. Die Schwächen der Vorgehensweise sind bekannt, aber in der Praxis werden sie bei der Bewertung von mittelständischen Unternehmen in vielen Fällen in einer Kombination mit der Ertragswertmethode angewendet. In der Praxis häufig verbreitet sind Mischverfahren (vgl. Eidel 2000, S. 30). Die Gruppe der diskontierungsbasierten Bewertungswerfahren umfasst das Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow (DCF), das Dividendendiskontierungsmodell und Economic Value Added (EVA). Neben der Investitionstheorie bildet das Barwertkonzept auch in den diskontierungsbasierten Bewertungsmethoden die Basis.
1. Problemstellung und Formulierung des Forschungsproblems: Einleitung in die Thematik der Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand sowie Skizzierung der methodischen Vorgehensweise der Diplomarbeit.
2. Die Finanzkrise: Analyse der Entstehung und des Verlaufs der Subprime-Krise bis hin zur globalen Finanzmarktkrise sowie Erläuterung der Reaktionen von Politik und Realwirtschaft.
3. Der Deutsche Mittelstand: Definition und ökonomische Bedeutung der KMU in Deutschland sowie Erörterung von Finanzierungsfragen, Eigenkapitalquoten und Bilanzierungsregeln.
4. Der Mergers & Acquisitions-Markt: Darstellung der theoretischen Grundlagen von M&A, historischer Entwicklungen, Motive für Fusionen und Besonderheiten bei Transaktionen im Mittelstand.
5. Zusammenführung der Untersuchungsgebiete: Synthese der theoretischen Aspekte zur Finanzkrise und dem M&A-Markt im Mittelstand inklusive quantitativer Analyse von Marktdaten.
6. Empirische Analyse der Auswirkungen: Beschreibung und Auswertung der durchgeführten Expertenbefragung unter Berücksichtigung von Untersuchungsdesign, Stichprobe und Ergebnissen.
7. Kritische Würdigung und Schlussfolgerung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des deutschen M&A-Marktes im Mittelstand.
Deutscher Mittelstand, Finanzkrise, KMU, Mergers & Acquisitions, Unternehmensbewertung, Private Equity, Kreditvergabe, Unternehmensfinanzierung, Transaktionsvolumen, Restrukturierung, Unternehmensnachfolge, Marktanalyse, Eigenkapitalquote, Investitionsfokus, Expertenbefragung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf den Markt für Mergers & Acquisitions (M&A) innerhalb des deutschen Mittelstands.
Die Arbeit behandelt die Entstehung der Finanzkrise, die wirtschaftliche Bedeutung des deutschen Mittelstands, die theoretischen Grundlagen von M&A und deren spezifische Anwendung auf KMU.
Ziel ist es, den Einfluss der Finanzkrise auf Transaktionskennzahlen, Unternehmensbewertungen und das Investitionsverhalten im Mittelstand empirisch zu fundieren und künftige Markttrends aufzuzeigen.
Die Autor kombiniert eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse mit einer empirischen Expertenbefragung unter Marktteilnehmern aus dem Bereich M&A und Corporate Finance.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Finanzkrise, die Charakteristika des Mittelstands, die Dynamik von M&A-Prozessen sowie die Auswertung empirischer Daten zur aktuellen Marktsituation.
Zentrale Begriffe sind Deutscher Mittelstand, Finanzkrise, Mergers & Acquisitions, Unternehmensbewertung, Eigenkapitalquote und Kreditvergabe.
Die Arbeit stellt fest, dass die Due Diligence gerade bei kleineren Unternehmen in und nach der Krise stark an Bedeutung gewinnt, um Intransparenz zu verringern und Unsicherheiten bei der Unternehmensbewertung abzubauen.
Die Befragten sehen zwar kurzfristig eine Verdrängung durch strategische Investoren, bescheinigen Private-Equity-Investoren jedoch weiterhin eine Daseinsberechtigung für zukünftige Marktentwicklungen.
Laut der Studie werden M&A-Transaktionen aus Krisensituationen heraus ("Distressed M&A") in Zukunft häufiger vorkommen, da Unternehmen infolge von Liquiditäts- und Solvenzproblemen zu Restrukturierungen oder Verkäufen gezwungen sind.
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