Diplomarbeit, 2009
102 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Kapitalmarktorientierte Performancemessung
2.1.1 Überblick
2.1.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Performancemessung
2.1.3 Relative Performancemessung
2.1.3.1 Grundidee
2.1.3.2 Anforderung an die relative Performancemessung
2.2 Erfolgsbeteiligung
2.2.1 Basiselemente
2.2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2.3 Prinzipal-Agenten-Beziehung zwischen einem Investor und einer KAG
2.3 Risiko
2.3.1 Überblick
2.3.2 Risikoarten
2.3.4 Risikoeinstellung des Investors
2.4 Investmentfonds
2.4.1 Begriffsdefinition
2.4.2 Fondsgattungen
2.4.3 Kosten und Gebühren von Investmentfonds
3. Performancemaße von Investmentfonds
3.1 Eindimensionale Performancemessung
3.1.1 Überblick
3.1.2 Einfache Renditeformeln
3.1.3 Interne Rendite
3.1.4 Zeitgewichtete Rendite
3.1.5 Multiplikative Bereinigung (BVI-Methode)
3.1.6 Modifizierte Dietz-Methode
3.1.7 Resümee
3.2 Zweidimensionale Performancemessung
3.2.1 Überblick
3.2.2 Risikomaße
3.2.2.1 Volatilität
3.2.2.2 Betafaktor
3.2.2.3 Tracking Error
3.2.3 Capital Asset Pricing Model
3.2.4 Sharpe-Maß (Reward-to-Variability-Ratio)
3.2.5 Treynor-Maß (Reward-to-Variability-Ratio)
3.2.6 Jensen-Maß
3.2.7 Fazit zur zweidimensionalen Performancemessung
4. Erfolgsbeteiligung von Investmentfondsmanagern
4.1 Gestaltung von Anreizverträgen
4.1.1 Das Risikoanreizproblem
4.1.2 Entlohnungsfunktionen
4.1.2.1 Mit uneingeschränkter Gewinn- und Verlustbeteiligung
4.1.2.2 Mit Verlustbeschränkung
4.1.2.3 Wert einer Austauschoption mit Verlustbeschränkung
4.1.2.4 Mit Gewinn- und Verlustbeschränkung
4.2 Fees im Investmentfondsmanagement
4.2.1 Begriffserklärung Fee
4.2.2 Management Fee = erfolgsunabhängige Verwaltungsgebühr
4.2.3 Performance Fee = erfolgsabhängige Verwaltungsgebühr
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die Analyse von Investmentfonds mittels unterschiedlicher Performancemesstechniken, um die Leistungsfähigkeit der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) bzw. der Investmentfondsmanager zu bewerten und ein geeignetes Entlohnungssystem zu konzipieren, das den Fondsmanager incentiviert, im Sinne der Investoren zu handeln.
3.2.4 Sharpe-Maß (Reward-to-Variability-Ratio)
Ausgangsüberlegung für das Sharpe-Maß ist die Kapitalmarktlinie (Abbildung 10). Das Sharpe-Maß wurde von William F. Sharpe im Jahre 1966 entwickelt und ihm ist die Bezeichnung Reward-to-Variability-Ratio beigefügt worden. Die Bezeichnung bedeutet so viel, dass das die erwirtschaftete Überschussrendite („Excess Return“) zu dem dafür übernommenen Risiko ins Verhältnis gesetzt wird. Dabei stellt die Überschussrendite eine Risikoprämie dar und für das übernommene Risiko findet die Volatilität als Risikomaß Anwendung. Hierbei wird, wie in Abbildung 9 bereits dargstellt, das Gesamtrisiko berücksichtigt. So lässt sich die mathematische Formel wie folgt darstellen:
Sharpe-Maß (SM) = (Rp - Rf) / σP
mit
RP = durchschnittliche Rendite eines Portfolios p
Rf = risikofreier Zinssatz
σP = Standardabweichung/Gesamtrisiko des Portfolios p
Rp - Rf = Risikoprämie/Überschussrendite („Excess Return“)
Aus dieser Formel wird ersichtlich, dass je höher die Beziehung zwischen der Risikoprämie und dem Gesamtrisiko eines Portfolios ist, desto größer wird das Portfolio bemessen, indem es einen größeren Gewinn je Einheit Risiko erreicht hat. Daraus folgt, dass eine Performance umso besser ist, je größer das Sharpe-Maß ausfällt. Somit kann bei einem Vergleich von mehreren Portfolios eine Rangbildung erstellt werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Attraktivität von Investmentfonds und begründet die Notwendigkeit einer Performancemessung sowie angemessener Entlohnungssysteme für Fondsmanager.
2. Grundlagen: Hier werden theoretische Fundamente wie die kapitalmarktorientierte Performancemessung, die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie Risikoarten und Fondsdefinitionen dargelegt.
3. Performancemaße von Investmentfonds: Dieses Kapitel stellt detailliert eindimensionale Renditeformeln sowie zweidimensionale Performancemaße (unter Berücksichtigung des Risikos und des CAPM) vor.
4. Erfolgsbeteiligung von Investmentfondsmanagern: Dieser Abschnitt analysiert das Risikoanreizproblem und entwickelt verschiedene Entlohnungsmodelle und Gebührenstrukturen (Fees) zur Anreizsteuerung.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Analyse zur Performancemessung und Erfolgsbeteiligung zusammen und bewertet die Anreizwirkung der untersuchten Vergütungsstrukturen.
Investmentfonds, Performancemessung, Erfolgsbeteiligung, Investmentfondsmanager, Rendite, Risiko, Prinzipal-Agenten-Theorie, Sharpe-Maß, Treynor-Maß, Jensen-Maß, Performance Fee, Anreizverträge, Kapitalanlagegesellschaft, Portfolio, Kapitalmarkt.
Die Diplomarbeit untersucht die Performancemessung von Investmentfonds und die Möglichkeiten, Investmentfondsmanager über erfolgsabhängige Vergütungssysteme incentiviert am Erfolg zu beteiligen.
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen der Performancemessung, die Risikoanalyse von Fonds, die Prinzipal-Agenten-Problematik sowie die Ausgestaltung von Anreizverträgen für Fondsmanager.
Das primäre Ziel ist die Analyse von Performancemesstechniken zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Fondsmanagern und die Konzeption eines Entlohnungssystems, das Anreize für eine leistungsstarke Portfolioverwaltung schafft.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf der Kapitalmarkttheorie, der Portfoliotheorie und der Prinzipal-Agenten-Theorie, kombiniert mit mathematischen Herleitungen von Performancemaßen und Entlohnungsfunktionen.
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Methoden der eindimensionalen und zweidimensionalen Performancemessung (z.B. Sharpe-Maß, CAPM) sowie die Gestaltung von Anreizverträgen (Management Fee vs. Performance Fee).
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Performancemessung, Risikoanreizproblem, Prinzipal-Agenten-Beziehung, Performance Fee, Portfolio-Management und aktive Rendite.
Das Risikoanreizproblem ist relevant, weil Manager bei einer Haftungsbeschränkung Anreize haben könnten, ein höheres Risiko einzugehen, als es im Sinne des Investors wäre, um ihre erfolgsabhängige Vergütung zu maximieren.
Die Benchmark fungiert als Referenzgröße, an der die Leistung des Fondsmanagers gemessen wird; eine Performance Fee wird dabei meist nur dann gezahlt, wenn das Portfolio diese Benchmark übertrifft.
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