Diplomarbeit, 2008
100 Seiten, Note: 1,0
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Bioethanolherstellung in Brasilien und deren Potenzial zur Bekämpfung des Klimawandels. Sie untersucht die sozio-ökologischen Auswirkungen der Ethanolproduktion sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit erläutert. Anschließend werden die internationale und lokale Klima- und Umweltpolitik sowie das brasilianische Energiemodell im Kontext der Bioethanolproduktion vorgestellt. Das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung dient als Evaluierungsrahmen für die Analyse der Ethanolproduktion. In den folgenden Kapiteln wird die Geschichte der Ethanolproduktion in Brasilien bis 1985 beleuchtet und die Bewertung des Programms bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt. Die Arbeit analysiert anschließend die Entwicklung der Ethanolproduktion in Brasilien ab 1985, die politischen Rahmenbedingungen, die (Inter-) Nationalen Gründe der Nachfrage nach Treibstoffethanol und die einzigartige Stellung Brasiliens im Ethanolsektor. Im weiteren Verlauf wird das Potenzial Brasiliens zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Bioethanolproduktion untersucht, wobei die Energie- und Treibhausgasbilanz von Zuckerrohrethanol im Fokus steht. Die Arbeit berechnet das CO2-Einsparungspotenzial in Brasilien 2007 und analysiert die limitierenden und begünstigenden Faktoren für die Bioethanolproduktion. Schließlich werden die lokalen Auswirkungen der Bioethanolproduktion auf die Umwelt und die Gesellschaft untersucht, bevor die Arbeit mit einer Bewertung der Ergebnisse und Zukunftsperspektiven abschließt.
Bioethanol, Brasilien, Klimawandel, Nachhaltige Entwicklung, Treibhausgasemissionen, Zuckerrohr, Umwelt, Gesellschaft, Potenzial, Auswirkungen, Chancen, Risiken.
Bioethanol aus Zuckerrohr gilt als weitgehend klimaneutral, da es bei der Verbrennung nur die Menge an CO2 freisetzt, die die Pflanzen während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Zudem weist es eine sehr positive Energiebilanz auf.
Zu den Risiken zählen der hohe Wasserverbrauch, Wasserverschmutzung durch Düngemittel, der Verlust an Biodiversität durch Monokulturen und die CO2-Emissionen beim Abbrennen der Felder vor der Ernte.
Dies beschreibt den sozialen Konflikt zwischen der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für die Energieerzeugung (Ethanol) und der Produktion von Grundnahrungsmitteln, was zu steigenden Lebensmittelpreisen führen kann.
Abkommen wie das Kyoto-Protokoll und das wachsende Bewusstsein für den Klimawandel haben die globale Nachfrage nach Biotreibstoffen erhöht und Brasilien eine strategische Position als Exporteur verschafft.
Besonders wichtig ist die weite Verbreitung von Flex-Fuel-Fahrzeugen, die sowohl mit Benzin als auch mit reinem Ethanol betrieben werden können, was die lokale Nachfrage stabilisiert.
Die Arbeitsbedingungen, insbesondere bei der manuellen Ernte, stehen oft in der Kritik wegen hoher körperlicher Belastung und gesundheitlicher Risiken, obwohl der Sektor auch viele Arbeitsplätze schafft.
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