Diplomarbeit, 2007
132 Seiten, Note: sehr gut (1,0)
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Erkenntnisinteresse, Leitfrage und Gliederung
1.3 Forschungsstand und Quellenlage
1.3.1 Zur auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
1.3.2 Zu den deutsch-israelischen Beziehungen
1.3.3 Zum Deutschlandbild in Israel
1.3.4 Zur auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel
1.4 Operationalisierung der Leitfrage
1.5 Methodische Vorgehensweise
2 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
2.1 Ziele, Instrumente und Strukturen
2.2 Überblick über die Entwicklung der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
2.3 Akteure der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
2.3.1 Das Auswärtige Amt
2.3.2 Ausgewählte Mittlerorganisationen
3 Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel
3.1 Die politischen Beziehungen
3.2 Zusammenfassung
4 Das Deutschlandbild in Israel
4.1 Die aktuelle Bedeutung der Shoah in der israelischen Gesellschaft
4.2 Das Deutschlandbild in Israel im Wandel
4.3 Zusammenfassung
5 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Israel
5.1 Überblick über die Entwicklung der deutsch-israelischen Kulturbeziehungen
5.1.1 Der deutsch-israelische Jugendaustausch
5.1.2 Die Wissenschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel
5.1.3 Die Entwicklung der allgemeinen Kulturbeziehungen
5.2 Die Akteure der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel
5.2.1 Die Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Tel Aviv
5.2.2 Die Goethe-Institute in Israel
5.2.3 Der Deutsche Akademische Austauschdienst in Israel
5.2.4 Das Institut für Auslandsbeziehungen und die Alexander von Humboldt-Stiftung in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel
5.3 Ziele der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel
5.3.1 Die Förderung eines modernen Deutschlandbildes durch die kulturelle Programmarbeit
5.3.2 Die Förderung der deutschen Sprache
5.3.3 Die Förderung des Studien- und Wissenschaftsstandortes Deutschland
5.4 Zusammenfassung
6 Analyse der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel und Ausblick
6.1 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in der Genese eines Images
6.2 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik anhand der Kategorien des Nation Brand Index
6.3 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Rahmenbedingungen in Israel
6.3.1 Die Rahmenbedingungen der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel
6.3.2 Die Eignung der kulturpolitischen Instrumente im Hinblick auf die Rahmenbedingungen in Israel
6.4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, mit welchen Inhalten und Instrumenten die Bundesrepublik Deutschland versucht, ein realitätsnahes und differenziertes Deutschlandbild in Israel zu vermitteln, wobei insbesondere die Rolle der staatlichen Kulturpolitik und der Mittlerorganisationen im Kontext der spezifischen historischen Beziehungen analysiert wird.
1.1 Hinführung zum Thema
Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Internetseite zur Erläuterung der deutschen Nahost-Politik, dass Deutschland bedingt durch seine Geschichte eine besondere historische und moralische Verantwortung für die Sicherheit und Existenz des Staates Israel zu tragen habe. Dieses oft zitierte Bekenntnis zu einer Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Israel weist auf das besondere Verhältnis beider Staaten und ihrer Menschen hin. Das Verhältnis ist zum einen bedingt durch die Jahrhunderte alte jüdische Kultur in Deutschland, die mit der Shoah zunächst ein furchtbares Ende fand, aber auch durch das gegenseitige Interesse nachwachsender Generationen über die jeweils andere Kultur nach der Zeit des Nationalsozialismus. Dieses besondere Verhältnis zwischen beiden Staaten muss dabei stets vor dem Hintergrund der Shoah gesehen werden. Wesentliche Eckpfeiler, die aus dieser Vergangenheit erwachsen sind, sind die Aufrechterhaltung der Erinnerung, ein Bekenntnis, derartige Verbrechen nicht noch einmal zuzulassen und das Existenzrecht des Staates Israel anzuerkennen und zu schützen. Sowohl deutsche als auch israelische Repräsentanten bekräftigen immer wieder diese Grundsätze.
Doch trotz der schweren gemeinsamen Geschichte gab es im Verlauf der politischen und nicht-staatlichen Beziehungen Entwicklungen, die zu einer Vertiefung und gegenseitigem Verständnis beitrugen. Deutschland ist heute Israels größter Handelspartner in Europa. Im Gesamtbild der israelischen Außenbeziehungen sei nur Amerika mit Deutschland vergleichbar. Als ein weiteres Merkmal der Besonderheit der deutsch-israelischen Beziehungen kann das dichte Geflecht staatlicher und nicht-staatlicher Beziehungen gesehen werden, von denen viele bereits vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen aufgebaut wurden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, erläutert die Forschungsfrage, den Forschungsstand sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik: Hier werden die Ziele, Instrumente, Strukturen und zentralen Akteure der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vorgestellt.
3 Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die politischen Beziehungen der beiden Staaten und die damit verbundenen Rahmenbedingungen.
4 Das Deutschlandbild in Israel: Die Wahrnehmung Deutschlands in der israelischen Gesellschaft wird hier skizziert, insbesondere unter Berücksichtigung der Shoah als identitätsstiftendes Moment.
5 Die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Israel: Dieser Teil analysiert die Akteure, Ziele und Instrumente der deutschen Kulturpolitik spezifisch im israelischen Kontext.
6 Analyse der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Israel und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt und bewertet sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.
Deutschland, Israel, Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Shoah, Deutsch-israelische Beziehungen, Deutschlandbild, Mittlerorganisationen, Kulturpolitik, Politische Beziehungen, Außenpolitik, Kulturaustausch, Erinnerungskultur, Nation Brand Index, Internationale Beziehungen, Kulturarbeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) in Israel und untersucht deren Beitrag zur Vermittlung eines realitätsnahen und differenzierten Deutschlandbildes.
Die Arbeit behandelt die Struktur der deutschen Kulturpolitik, die historische Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen, die Wahrnehmung Deutschlands in der israelischen Gesellschaft sowie die Rolle der beteiligten Mittlerorganisationen.
Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, ob und wie die deutsche AKBP dazu beitragen kann, das Deutschlandbild in Israel positiv und differenziert zu beeinflussen.
Die Autorin führte eine umfangreiche Literaturrecherche durch und ergänzte diese durch Experteninterviews mit Akteuren der deutschen Kulturarbeit in Israel sowie die Auswertung von Archivmaterial.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Akteure (Auswärtiges Amt, Goethe-Institut, DAAD, Alexander von Humboldt-Stiftung, IfA), deren Instrumente und die theoretischen sowie praktischen Bedingungen für die Vermittlung eines Deutschlandbildes in einem von der Shoah geprägten Kontext.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, deutsch-israelische Beziehungen, Wahrnehmung, Deutschlandbild, Shoah, Mittlerorganisationen und kultureller Dialog.
Die Shoah fungiert als "Wahrnehmungsfilter" in der israelischen Gesellschaft; sie beeinflusst das Deutschlandbild tiefgreifend und sorgt dafür, dass Deutschland historisch und emotional stark mit der Vergangenheit der Nationalsozialisten verknüpft bleibt.
Die Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie kulturelle Instrumente und die Strategie der Zielgruppenorientierung (insbesondere bei jungen Menschen) genutzt werden können, um trotz historischer Belastungen ein modernes Deutschlandbild in Israel zu fördern.
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