Examensarbeit, 1985
75 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die Scipionenprozesse, die gegen P. Cornelius Scipio Africanus und seinen Bruder L. Cornelius Scipio Asiagenus im 2. Jahrhundert v. Chr. stattfanden. Diese Prozesse waren ein bedeutendes innenpolitisches Ereignis im republikanischen Rom, das den Aufstieg und Fall einer der einflussreichsten Familien der römischen Nobilität widerspiegelte. Die Arbeit geht über die bloße Darstellung der Prozesse hinaus und beleuchtet das Leben und Umfeld der römischen Nobilität im 2. Jahrhundert v. Chr. anhand des Beispiels der Scipionenfamilie.
Die Einleitung stellt die Thematik und Arbeitsweise der Arbeit vor und erläutert die Bedeutung der Scipionenprozesse als Spiegelbild des politischen Machtkampfes im republikanischen Rom. Das erste Kapitel befasst sich mit den Quellen, die für die Rekonstruktion der Prozesse genutzt werden können. Das zweite Kapitel stellt die Cornelii Scipiones und ihre Rolle in der römischen Geschichte vor. Das dritte Kapitel untersucht die Rivalität zwischen den verschiedenen Gentes und ihren Parteien im republikanischen Rom. Das vierte Kapitel analysiert die Scipionenprozesse und ihre Auswirkungen auf die römische Politik. Das fünfte Kapitel befasst sich mit den sozio-ökonomischen Aspekten des Lebens der römischen Nobilität.
Scipionenprozesse, Römische Republik, Römische Nobilität, Politischer Machtkampf, Gentes, Parteien, Quellenkritik, Sozio-ökonomische Aspekte, 2. Jahrhundert v. Chr.
Die Scipionenprozesse waren eine Reihe von Gerichtsverfahren zwischen 187 und 184 v. Chr. gegen die Brüder P. Cornelius Scipio Africanus und L. Cornelius Scipio Asiagenus, die einen politischen Machtkampf im republikanischen Rom darstellten.
Sie führten dazu, dass eine der einflussreichsten Familien der römischen Nobilität, die über Jahrzehnte die Innen- und Außenpolitik mitbestimmt hatte, für lange Zeit aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurde.
Die römische Politik wurde stark von rivalisierenden Adelsfamilien (Gentes) geprägt. Die Prozesse gegen die Scipionen waren Ausdruck der Rivalität zwischen diesen Machtblöcken und dem Versuch, die Vorherrschaft einzelner Familien zu begrenzen.
P. Cornelius Scipio Africanus war ein berühmter römischer Feldherr und Staatsmann, der vor allem durch seinen Sieg über Hannibal im Zweiten Punischen Krieg bekannt wurde, später jedoch Ziel politischer Angriffe wurde.
Die Rekonstruktion der Prozesse stützt sich auf Primär- und Sekundärquellen, wobei die Quellenkritik essenziell ist, da die Berichte oft von den politischen Interessen der jeweiligen Zeit gefärbt sind.
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