Diplomarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Zwei-Säulen-Strategie
2.1 Durchführung der Geldpolitik
2.2 Preisstabilität
2.3 Wirtschaftliche Analyse
2.4 Monetäre Analyse
3 Die wirtschaftliche Analyse im NK-Modell
3.1 Einführung in die Neu-Keynesianische Literatur
3.2 Das Modell
3.2.1 Haushalte
3.2.2 Unternehmen
3.2.3 Gleichgewicht
3.2.4 Zinsregel
3.3 Simulationen von Schocks
3.3.1 Geldpolitischer Schock
3.3.2 Technologieschock
3.4 Transmissionskanäle
4 Zinspolitik und die monetäre Analyse
4.1 Zinspolitik im Modell
4.1.1 Vollständige Informationen
4.1.2 Unvollständige Informationen
4.2 Die Produktionslücke
4.3 Geld- und Inflationstrends
4.4 Die monetäre Gegenprüfung
5 Schlussteil
5.1 Die Zwei-Säulen-Strategie in der Finanzkrise
5.2 Beurteilung und Fazit
C Mathematischer Anhang
C.1 Kapitel 3
C.1.1 Dynamik des aggregierten Preislevels
C.1.2 Optimale Preisfestsetzung
C.2 Kapitel 4
C.2.1 Vollständige Informationen
C.2.2 Unvollständige Informationen
C.2.3 Die monetäre Gegenprüfung
D MATLAB - Codes
D.1 NK-Modell Simulationen
D.2 Die monetäre Gegenprüfung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Zwei-Säulen-Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kontext der geldpolitischen Entscheidungsfindung. Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln, das die wirtschaftliche Analyse durch eine monetäre Komponente ergänzt, um systematische geldpolitische Fehlentscheidungen aufgrund ungenauer Einschätzungen makroökonomischer Variablen, insbesondere der Produktionslücke, zu minimieren.
3.1 Einführung in die Neu-Keynesianische Literatur
Das vorherige Kapitel hat die Funktionsweise der Zwei-Säulen-Strategie beschrieben. Dem Ziel der Bewahrung der mittelfristigen Preisstabilität kann die Zentralbank durch die Analyse der makroökonomischen Variablen auf der einen und der monetären Variablen auf der anderen Seite nachgehen. Dank des diversifizierten Informationspools, der aus der hybriden Form der zwei Säulen hervorgeht, ist die Zentralbank in der Lage, ihre geldpolitischen Interventionen optimal durchzuführen. Berger et al. [2008, S.12] kritisieren jedoch, dass die Entscheidungen der EZB-Geldpolitik rein auf der Auswertung der wirtschaftlichen Analyse basieren und, dass der Geldmenge in den Modellen und den Entscheidungen keine ausreichende Beachtung geschenkt wird. Woodford [2008] hingegen sieht keine Notwendigkeit zur stärkeren Einbeziehung, trotz einer Vielzahl von prominenten Kritikern, die die Adäquanz der EZB-Leitzinsentscheidungen unmittelbar vor- und während der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise anzweifeln.
Im folgenden Kapitel wird das derzeitige Standardmodell zur Bewertung der Geldpolitik vorgestellt. Das Neu-Keynesianische Modell umfasst im Gegensatz zu älteren makroökonomischen Modellen wie dem von Hicks [1937] eine grundlegende Mikrofundierung und die Einbindung von rationalen Erwartungen. Im Zuge der weitbeachteten „Real-Business-Cycle-Theory“ durch Kydland und Prescott [1982] entwickelten sich die DSGE-Modelle stetig weiter und sind mittlerweile für die Zentralbanken unerlässlich. Die analytische Beschreibung der Modellökonomie in den folgenden Abschnitten stützt sich im wesentlichen auf die Literatur von Galí [2008] und Walsh [2003]. Die Protagonisten des Modells sind Haushalte und Unternehmen, die versuchen, ihre Nutzenfunktionen für Konsum und Freizeit bzw. ihre Gewinne intertemporal zu maximieren.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Zentralbanken im Umfeld der Finanzkrise und führt in die Zwei-Säulen-Strategie der EZB sowie die Struktur der Diplomarbeit ein.
2 Die Zwei-Säulen-Strategie: Dieses Kapitel beschreibt die Konzeption der Geldpolitik der EZB mit ihren zwei unabhängigen Säulen und deren theoretische Rechtfertigung zur Bewahrung der Preisstabilität.
3 Die wirtschaftliche Analyse im NK-Modell: Hier wird das Neu-Keynesianische Standardmodell hergeleitet, das durch Mikrofundierung und rationale Erwartungen die Analyse makroökonomischer Dynamiken und Schocks ermöglicht.
4 Zinspolitik und die monetäre Analyse: Dieses Kapitel stellt einen theoretischen Ansatz vor, der monetäre Informationen als Gegenprüfung zu wirtschaftlichen Evaluationsergebnissen integriert, um Politikfehler innerhalb des Modells auszugleichen.
5 Schlussteil: Der Schlussteil bewertet die Strategie der EZB in der Finanzkrise, fasst die Stärken und Schwächen des Modells zusammen und gibt einen Ausblick für die Geldpolitik.
Europäische Zentralbank, Geldpolitik, Zwei-Säulen-Strategie, Preisstabilität, Wirtschaftliche Analyse, Monetäre Analyse, Neu-Keynesianisches Modell, Produktionslücke, Inflation, Zinspolitik, Finanzkrise, Geldmenge, DSGE-Modell, Monetäre Gegenprüfung, Transmission.
Die Arbeit analysiert die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank, die sogenannte Zwei-Säulen-Strategie, und deren Anwendung zur Erhaltung der Preisstabilität in der Währungsunion.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die wirtschaftliche Analyse, die monetäre Analyse, die Modellierung geldpolitischer Entscheidungen durch das Neu-Keynesianische Modell sowie die Reaktion der Zentralbank auf Schocks.
Das Hauptziel besteht in der theoretischen Fundierung einer monetären Gegenprüfung innerhalb des Standardmodells, um Prognosefehler bei wichtigen makroökonomischen Variablen zu verringern.
Es werden qualitative Analysen der Strategiekonzepte sowie formale mathematische Modellierungen (Neu-Keynesianisches Modell, DSGE-Ansätze) und Simulationen mittels MATLAB durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der EZB vorgestellt, danach das NK-Modell theoretisch hergeleitet und schließlich ein erweiterter Analyseansatz entwickelt, der monetäre Informationen zur Zinssteuerung einbezieht.
Die zentralen Schlagworte sind Zwei-Säulen-Strategie, NK-Modell, Produktionslücke, Geldmengenwachstum, monetäre Gegenprüfung und Zinspolitik.
Die Schätzung ist fehleranfällig, da sie auf schwer beobachtbaren Variablen basiert, deren historische Revisionen zu persistenten Fehleinschätzungen und folglich zu einem Inflationsbias führen können.
Die monetäre Gegenprüfung nutzt den Zusammenhang zwischen Geld und Inflation als robuste Echtzeit-Information, um potenzielle Fehlentscheidungen aufgrund ungenauer Schätzungen der Produktionslücke zu korrigieren.
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