Diplomarbeit, 2010
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Hintergründe für die Entstehung von Wetterderivaten
2.1 Aktuelle Klimasituation
2.2 Zusammenhang zwischen Wetter und Wirtschaft
2.3 Wetterrisiko
2.4 Erforderlichkeit eines Wetterrisikomanagements
3 Wetterderivate als Absicherung gegen das Wetterrisiko
3.1 Basiswissen über Derivaten
3.2 Theoretische Einführung in Wetterderivate
3.3 Wetterderivatenmarkt
3.3.1 Historische Entwicklung
3.3.2 Marktteilnehmer
3.3.3 Weltweiter Markt
4 Merkmale von Wetterderivaten
4.1 Underlying
4.1.1 Grundlagen
4.1.2 Degree-Day-Indizes
4.1.2 Sonstige Indizes
4.2 Wichtige Zusatzparameter
4.3 Payoff-Strukturen
4.3.1 Optionen
4.3.2 Swaps
4.3.3 Futures
4.3.4 Anwendungsbeispiel
4.4 Betriebliche Einsatzmöglichkeiten
4.5 Abgrenzung zu weiteren wetterbezogenen Sicherungsinstrumenten
5 Bewertung von Wetterderivaten
5.1 Vorüberlegungen
5.2 Burn Analysis
5.3 Index Valuation Simulation Method
6 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eigenschaften und Funktionsweisen von Wetterderivaten darzustellen und einen grundlegenden Einblick in die Problematik ihrer Bewertung zu gewähren. Die Arbeit untersucht, inwieweit diese Finanzinstrumente als effektives Mittel zur Absicherung von betrieblichen Risiken dienen können, die aus der Volatilität von Wettervariablen resultieren.
4 Merkmale von Wetterderivaten
Wetterderivate weisen die Besonderheit auf, dass als Basisobjekt nur meteorologische Größen in Frage kommen. Im Gegensatz zu den mehrheitlich gehandelten derivativen Instrumenten haben besagte Wettervariablen weder eine physische Form noch sind sie handelbar. Infolgedessen stehen sie in keinerlei Verbindung zu Finanz- oder Gütermärkten und können keinen monetären Wert vorweisen. Dies hat den Effekt, dass Markteinflüsse keine Rolle spielen und Wertmanipulationen durch den Markt ausgeschlossen sind. Doch gleichzeitig existiert keine Marktpreisvolatilität im klassischen Sinne, so dass die Wettervolatilität nur aus historischen Wetterdaten abgeleitet werden kann. Obendrein kann das nicht-physische Basisobjekt nicht wie im Sinne herkömmlicher Derivate bei Vertragsschluss übertragen werden, weshalb bei Wetterderivaten nur ein finanzieller Barausgleich in Betracht kommt.
Kurz zusammengefasst stellen Wetterunderlyings eine völlig neuartige Asset-Klasse dar, deren Klassenobjekte weder handel-, lager- noch monetär bewertbar sind und nur einen marginalen Bezug zu den traditionellen Finanz- und Gütermärkten aufweisen. Um auf dieser Basis ein Absicherungsinstrument mit wetterabhängigen Auszahlungsstrukturen konstruieren zu können, ist es erforderlich deren Ausprägungen auf irgendeine Weise zu quantifizieren. Als Werkzeug wurden spezielle Indizes entwickelt, anhand denen es möglich ist, die Entwicklung der Wettervariablen über einen Zeitabschnitt abzubilden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Wetterrisikos für den unternehmerischen Erfolg und führt Wetterderivate als Lösungsansatz ein.
2 Hintergründe für die Entstehung von Wetterderivaten: Hier werden die klimatischen Veränderungen und deren direkte wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen sowie die rechtliche Notwendigkeit eines Wetterrisikomanagements erörtert.
3 Wetterderivate als Absicherung gegen das Wetterrisiko: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Derivaten und stellt die historische sowie aktuelle Entwicklung des Marktes für Wetterderivate dar.
4 Merkmale von Wetterderivaten: Hier werden die spezifischen Underlyings, Payoff-Strukturen sowie die operativen Einsatzmöglichkeiten dieser Instrumente im Risiko- und Portfoliomanagement detailliert analysiert.
5 Bewertung von Wetterderivaten: Dieses Kapitel widmet sich der komplexen Bepreisung von Wetterderivaten und vergleicht die Burn Analysis mit der Index Valuation Simulation Method.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf das zukünftige Potenzial sowie die Herausforderungen des Wettermarktes.
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Die Arbeit analysiert Wetterderivate als innovative Finanzinstrumente, die Unternehmen helfen, finanzielle Einbußen durch wetterbedingte Schwankungen abzusichern.
Zu den zentralen Feldern zählen die ökonomischen Folgen des Klimawandels, der Aufbau des Wetterderivatemarktes sowie die technische und mathematische Bewertung dieser speziellen Derivate.
Ziel ist es, die Funktionsweise und Eigenschaften von Wetterderivaten zu erläutern und einen fundierten Einblick in die Methoden zu geben, mit denen diese für den Handel bewertet werden können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Themas, vergleicht Marktanalysen und stellt mathematische Bewertungsmodelle wie die Burn Analysis und stochastische Simulationsmethoden vor.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Wetterrisikos, die Konstruktion von Wetterderivaten (Payoff-Strukturen), die Analyse der Marktteilnehmer und eine tiefgehende Diskussion der Bewertungsmodelle.
Begriffe wie Wetterderivate, Risikomanagement, Mengenrisiko, Burn Analysis und Degree-Day-Indizes sind zentral für das Verständnis der gesamten Argumentation.
Da das Wetter direkten Einfluss auf Nachfrage, Produktionskapazitäten und Lieferketten hat, führen unvorhersehbare Wetterereignisse zu erheblichen Ergebnisvolatilitäten, die Unternehmen zunehmend steuern müssen.
Die größte Herausforderung liegt in der Intransparenz der Bewertungsprozesse und der Schwierigkeit, zukünftige Wetterereignisse präzise auf Basis historischer Daten zu modellieren, da das Wetter keinem klassischen Marktpreisprozess unterliegt.
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