Forschungsarbeit, 2009
13 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Anfänge
3. Stuttgart
4. Bochum
5. Wien
5.1. Was Claus Peymann änderte: Die Burgtheaterreformen
6. Resümee
7. Bibliografie und Internetquellen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anfangszeit von Claus Peymann als Direktor am Wiener Burgtheater und ordnet seine dortige Ära in den Kontext seiner vorangegangenen Wirkungsstätten ein, um ein umfassendes Bild des Regisseurs zu zeichnen.
3. Stuttgart
1974 wurde Peymann Schauspieldirektor am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. Hier enstand das „Peymann-Ensemble“, das schnell zu einem berühmten Qualitätsbegriff werden und bis zum Ende von Peymanns Burgtheaterzeit praktisch unverändert bleiben sollte. Kirsten Dene, Martin Schwab, Gert Voss, Therese Affolter, Ignaz Kirchner, Urs Hefti, Traugott Buhre, Bernhard Minett und andere befanden sich darunter.
Hier hat auch die Zusammenarbeit mit Hermann Beil und Achim Freyer begonnen. Ersterer wurde verantwortlicher Dramaturg und Co-Direktor, Achim Freyer war Maler, Bühnenbildner und noch Schüler bei Brecht gewesen.
In dem Buch „Theatermacher“, das 1987 herauskam, sagt Peymann: Ich bin 1974 nach Stuttgart gegangen und habe dort eine der schönsten Zeiten meiner bisherigen Theaterarbeit erlebt. Das erste Mal stand dort ein Ensemble, ein großer Apparat und viel Geld zur Verfügung. […] Dort entstand der Keim des Ensembles, der mit den Namen Sturm, Kirchner, Beil, Jensen und mit mir verbunden ist und der der Stuttgarter Theaterarbeit einen lebendigen, sinngebenden Impuls verlieh, der in Bochum seinen Schwung in den folgenden sieben Jahren von 1979 bis 1986 nicht verlor und der hoffentlich jetzt in Wien helfen kann, die verfetteten und verkalkten Strukturen der Burg neu zu durchbluten.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die kontroverse Aufnahme von Claus Peymann am Wiener Burgtheater und definiert das Ziel, seinen Werdegang bis zum Amtsantritt in Wien zu analysieren.
2. Anfänge: Das Kapitel beschreibt Peymanns erste Regieversuche in Frankfurt und die prägende Begegnung mit dem Autor Thomas Bernhard.
3. Stuttgart: Hier wird der Aufbau des „Peymann-Ensembles“ und die Entstehung von politischen Theaterskandalen während der Stuttgarter Intendanz thematisiert.
4. Bochum: Dieses Kapitel erläutert die Übersiedlung nach Bochum, das gewandelte Verständnis von Ensemblearbeit und die Produktion international bedeutender Stücke.
5. Wien: Der Fokus liegt auf der Berufung Peymanns zum Burgtheaterdirektor durch Helmut Zilk sowie der öffentlichen und internen Skepsis gegenüber seiner Person.
5.1. Was Claus Peymann änderte: Die Burgtheaterreformen: Eine tabellarische Gegenüberstellung verdeutlicht die strukturellen Veränderungen im Burgtheaterbetrieb vor und nach 1986.
6. Resümee: Das Resümee bilanziert die Einzigartigkeit von Peymanns Wirken und reflektiert sein komplexes Verhältnis zur Öffentlichkeit.
7. Bibliografie und Internetquellen: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie Internetrecherchen auf.
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Die Arbeit analysiert die berufliche Entwicklung von Claus Peymann von seinen Anfängen als Regisseur bis zur Übernahme der Direktion des Wiener Burgtheaters 1986.
Im Zentrum stehen die künstlerische Identitätsfindung, die Formung des „Peymann-Ensembles“ und der Einfluss seiner Vorarbeit an anderen Häusern auf die Reformen in Wien.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild des Regisseurs Peymann zu zeichnen und die Gründe für seinen außerordentlichen Erfolg sowie die damit einhergehenden Kontroversen zu beleuchten.
Die Autorin nutzt eine literatur- und quellenbasierte Analyse, wobei sie auf Fachpublikationen, historische Zeitungsberichte und Interviews zurückgreift.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Stationen Frankfurt, Stuttgart und Bochum sowie den detaillierten Wechsel und die Reformphase am Wiener Burgtheater.
Neben dem Namen „Peymann“ sind Begriffe wie „Ensemble“, „Burgtheaterreformen“ und „Theatermacher“ zentral für die thematische Einordnung.
Trotz erheblicher politischer und medialer Skepsis, insbesondere durch seine Herkunft aus Deutschland, gelang ihm mit der Unterstützung von Unterrichtsminister Helmut Zilk der Wechsel und ein inhaltlicher Neuanfang.
Die Reformen waren essenziell, um das Haus zu öffnen – etwa durch ein geändertes Abosystem, günstigere Kartenpreise für junge Menschen und eine stärkere Einbindung des Publikums durch Gespräche.
Das Ensemble begegnete Peymann zunächst kühl und teils ablehnend, da viele Schauspieler den Verbleib seines Vorgängers wünschten und Peymann aufgrund seiner politischen Vergangenheit kritisch sahen.
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