Masterarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Erwerbstätigkeit und Familienpflege für ambulant versorgte Pflegebedürftige in Einklang zu bringen. Die Studie untersucht die Motivationen und Strategien von erwerbstätigen Pflegenden im Alltagsmanagement.
Kapitel 1 stellt die Thematik der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienpflege in den Kontext der demografischen Entwicklung und der Zunahme der Pflegebedürftigkeit dar. Kapitel 2 beschreibt die Methodik der Studie, die auf qualitativen Interviews mit erwerbstätigen Pflegenden basiert. Kapitel 3 analysiert die Motive der Interview-Partner, die sich mit der Pflege von Familienmitgliedern auseinandersetzen. Kapitel 4 untersucht die Strategien, die die Interview-Partner im Alltag anwenden, um die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege zu gewährleisten. Kapitel 5 diskutiert den Einfluss von Motiven auf die Wahl der Strategien. Kapitel 6 fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und zieht Schlussfolgerungen für die Praxis und die weitere Forschung.
Familienpflege, Erwerbstätigkeit, Motivation, Strategien, Alltagsmanagement, ambulante Pflege, prosoziales Verhalten, demografischer Wandel, Pflegebedürftigkeit, Unterstützungssysteme, qualitative Forschung, Interviews.
Die Studie identifizierte drei Rahmenmotive: das häusliche Versorgungsideal, die Beziehung zum Pflegebedürftigen sowie Austauschbeziehungen (prosozial vs. materiell). Kernmotive sind oft Schuldgefühle, Pflichtgefühl oder religiöse Überzeugungen.
Ja, die Untersuchung zeigt Unterschiede vor allem bei den Motiven „materielle Austauschbeziehung“ und „Verpflichtung vs. persönlicher Anspruch“, was auf die unterschiedlichen sozialen Milieus zurückzuführen ist.
Wichtige Strategien sind die Nutzung professioneller Dienste, die Einbeziehung des familiären Netzes, die Unterstützung durch Freunde/Nachbarn sowie der Zugang zu pflegefreundlichen Arbeitsbedingungen.
Prosoziales Verhalten wird als biologisch angelegt, kulturelle Norm oder moralischer Imperativ betrachtet und bildet das theoretische Fundament für das Engagement der Pflegenden.
Die Arbeit diskutiert, inwieweit die zugrundeliegende Motivation (z.B. Pflichtgefühl vs. materielles Interesse) bestimmt, ob eher formelle Hilfe oder informelle Netzwerke zur Bewältigung des Alltags genutzt werden.
Die Zunahme der Pflegebedürftigkeit bei gleichzeitig steigender Erwerbsquote führt zu enormem Zeit- und Organisationsdruck, der oft durch komplexe Alltagsstrategien aufgefangen werden muss.
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