Diplomarbeit, 2009
153 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Investitionen in den sportlichen Erfolg von Fußballvereinen
2.1 Wesentliche Rahmenbedingungen des deutschen Profifußballs
2.2 Begriffliche Grundlagen
2.2.1 Investition
2.2.2 Sportlicher Erfolg
2.3 Aktueller Forschungsstand
2.4 Relevanz des sportlichen Erfolgs
2.4.1 Marketing-Mix
2.4.1.1 Produktpolitik
2.4.1.2 Preispolitik
2.4.1.3 Kommunikationspolitik
2.4.1.4 Distributionspolitik
2.4.2 Einnahmen aus dem Spielbetrieb
2.4.3 Effizienz von Investitionsentscheidungen des Managements
2.4.4 Entscheidungshilfe für die Investitionsentscheidung der Shareholder
3. Investitionsspezifischen Prädiktoren des sportlichen Erfolgs im Fußballmarkt
3.1 Investitionen in das Humankapital
3.1.1 Transferausgaben
3.1.1.1 Gesamtaufkommen aller Transfers
3.1.1.2 Positionsbezogene Transfers
3.1.1.2.1 Torhüter
3.1.1.2.2 Abwehrspieler
3.1.1.2.3 Mittelfeldspieler
3.1.1.2.4 Stürmer
3.1.1.3 Altersbezogene Transfers
3.1.1.3.1 Jungtalente
3.1.1.3.2 Etablierte Spieler
3.1.1.3.3 Erfahrene Spieler
3.1.1.4 Nationalitätsbezogene Transfers
3.1.1.4.1 Ausländische Spieler
3.1.1.4.2 Deutsche Spieler
3.1.1.5 Rekordtransfers
3.1.2 Gehaltsausgaben
3.1.2.1 Spielergehälter
3.1.2.2 Trainergehälter
3.2 Investitionen in das Sachkapital
3.3 Hypothesensystem
4. Empirische Untersuchung im deutschen Fußballmarkt
4.1 Konzeptionelle und methodische Vorüberlegungen: Ordinale Regressionsanalyse
4.2 Datengrundlage
4.3 Operationalisierung
4.3.1 Humankapital
4.3.1.1 Transfers
4.3.1.2 Gehälter
4.3.2 Sachkapital
4.4 Auswertung
4.4.1 Ergebnisse
4.4.2 Gütebeurteilung
5. Zusammenfassung, zukünftiger Forschungsbedarf und Implikationen für die Praxis
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Einfluss verschiedener Investitionsalternativen auf den sportlichen Erfolg von Fußballvereinen in der deutschen Bundesliga zu ermitteln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob und in welchem Ausmaß finanzielle Investitionen, insbesondere in Human- und Sachkapital, den sportlichen Erfolg (gemessen am Tabellenplatz) erklären können und ob sich daraus Handlungsempfehlungen für das Vereinsmanagement ableiten lassen.
2.4.1.1 Produktpolitik
„Die Produktpolitik eines Unternehmens ist das Resultat aller Entscheidungen, die sich auf die Gestaltung bestehender und zukünftiger Produkte des Unternehmens beziehen.“ Ihre Aufgabe ist es, ein an den Bedürfnissen der Nachfrager orientiertes Angebot zu konzipieren. „Nicht nur die Produkte selbst, sondern auch die Wahrnehmung der Produkte durch die Kunden sind wichtig für den Markterfolg.“ Diese kann gezielt durch ein effektives Markenmanagement des Unternehmens gesteuert werden. Die Produktpolitik wird auch als das Herz des Marketings bezeichnet.
Das Kernprodukt eines Fußballvereins ist das Fußballspiel. Dieses kann nicht von einem Team isoliert produziert werden, jedoch kann ein einzelnes Team einen erheblichen Einfluss auf das Spiel ausüben. Somit müssen sich die Vereine die Frage stellen, ob ihr Kernprodukt attraktiv genug ist und dieses die qualitätsbezogenen Erwartungen der Nachfrager erfüllen kann, um die strategischen Marketingziele (beispielsweise Imagesteigerung) zu erreichen. Welche Eigenschaften ein attraktives bzw. qualitativ hochwertiges Fußballspiel ausmachen, ist schwierig zu bestimmen. Die Attraktivität eines Fußballspiels kann u.a. durch die Anzahl der geschossenen Tore gemessen werden. Lehmann/Weigand (1997) weisen in ihrer Studie nach, dass sportlich erfolgreiche Vereine mehr Tore schießen als weniger erfolgreiche Vereine. So kann der sportliche Erfolg einer Mannschaft als deren Qualitätsstandard im Vergleich zu anderen Mannschaften derselben Liga verwendet werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die hohe wirtschaftliche Relevanz des Profifußballs ein und motiviert die Untersuchung, ob sportlicher Erfolg durch finanzielle Investitionen erklärt werden kann.
2. Investitionen in den sportlichen Erfolg von Fußballvereinen: Hier werden die Rahmenbedingungen des deutschen Profifußballs analysiert sowie die Relevanz des sportlichen Erfolgs für Marketing, Ticketing, Sponsoring und Markenmanagement theoretisch fundiert.
3. Investitionsspezifischen Prädiktoren des sportlichen Erfolgs im Fußballmarkt: In diesem Kapitel werden Hypothesen über den Einfluss spezifischer Investitionen in Human- und Sachkapital hergeleitet, unterteilt nach Transferausgaben und Gehältern.
4. Empirische Untersuchung im deutschen Fußballmarkt: Dieser Teil widmet sich der methodischen Konzeption, Datengrundlage und der Durchführung der ordinalen Regressionsanalyse, um die aufgestellten Hypothesen statistisch zu prüfen.
5. Zusammenfassung, zukünftiger Forschungsbedarf und Implikationen für die Praxis: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, diskutiert Möglichkeiten für zukünftige Forschung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für das Vereinsmanagement.
Profifußball, Investitionen, sportlicher Erfolg, Humankapital, Sachkapital, Transferausgaben, Spielergehälter, Trainergehälter, ordinale Regressionsanalyse, Tabellenplatz, Stadioninvestitionen, Marketing-Mix, Markenmanagement, Wertgrenzprodukt, Bundesligamanagement
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen finanziellen Investitionen von Fußballvereinen und deren sportlichem Erfolg in der deutschen Bundesliga.
Die Arbeit behandelt die Kategorisierung von Investitionen in Human- und Sachkapital sowie deren Auswirkungen auf den sportlichen Erfolg, betrachtet durch die Linse ökonomischer Managementtheorien.
Ziel ist es, empirisch zu ermitteln, ob sportlicher Erfolg planbar ist und durch die Höhe spezifischer Investitionen, wie Transfers und Gehälter, erklärt werden kann.
Zur statistischen Überprüfung der Hypothesen wird eine ordinale Regressionsanalyse eingesetzt, um den Zusammenhang zwischen metrischen Investitionsvariablen und dem ordinalen Tabellenplatz zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung investitionsspezifischer Prädiktoren (Humankapital, Sachkapital) und eine anschließende empirische Untersuchung auf Basis von Daten aus zwölf Spielzeiten der Bundesliga.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Profifußball, Investitionen, Humankapital, sportlicher Erfolg, ordinale Regression und Transferausgaben charakterisieren.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass die Auswirkungen von Stadionbaumaßnahmen nicht unmittelbar in der gleichen Saison erfolgswirksam werden und eventuelle Eingewöhnungseffekte die Performance kurzfristig beeinflussen könnten.
Die Untersuchung bestätigt einen hochsignifikanten positiven Zusammenhang, was darauf hindeutet, dass höhere Trainergehälter ein Indiz für Managementqualität und fachliche Kompetenz sind, die den sportlichen Erfolg fördern.
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