Examensarbeit, 2010
114 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Geschichte des Handballsports von der Antike bis zum Mittelalter
2.1 Geschichte des Handballsports in Deutschland
2.1.1 Geschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
2.1.2 Geschichte von 1897 bis 1917
2.1.3 Nach dem Ersten Weltkrieg (Entwicklung des Hallenhandballs)
2.1.4 Während & nach dem Zweiten Weltkrieg
2.2 Geschichte des schottischen Handballsports
3. Verbandsstrukturen
3.1 Internationale Handballföderation (IHF)
3.2 Europäische Handballföderation (EHF)
3.3 Deutscher Handballbund (DHB)
3.3.1 Regionalverband (SHV) & Landesverband (HVW)
3.4 Britischer Handballverband (BHA)
3.5 Schottischer Handballverband (SHA)
4. Interviews mit schottischen Offiziellen
4.1 Qualitative Befragung – Leitfadeninterview als Experteninterview (Theorie)
4.2 Persönlicher Leitfaden – Entstehung & Theorie
4.3 Praktische Durchführung der Experteninterviews
5. Auswertung der Experteninterviews
5.1 Gesellschaft & Umwelt
5.2 Programmatische Vorgaben & Prioritätensetzung
5.3 Interesse & Partizipation
5.4 Organisationen & deren Aufgabenbereiche sowie Personalstruktur
5.5 Finanzquellen
5.6 Strukturen, Talentsuche, Ausbildung sowie finanzielle Unterstützung (Athleten, Trainer, Schiedsrichter & Offizielle)
5.7 Sportstätten, Trainingsort & -art sowie Wettkampfwesen
5.8 Aktuelle Trends
5.9 Interorganisationale Angleichung aus der Perspektive des Neo-Institutionalismus
5.10 Organisationstypisierung nach Mintzberg
6. Fazit & Ausblick
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Entwicklungspotenziale des schottischen Handballsports unter Berücksichtigung der bestehenden Organisationsstrukturen und in direktem Vergleich zum deutschen Handball. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche strukturellen Unterschiede bestehen, warum Handball in Schottland eine eher untergeordnete Rolle spielt und wie sich Popularität und Ansehen langfristig steigern lassen.
2.1.2 Geschichte von 1897 bis 1917
Über die eigentliche Geburtsstunde des Handballs gibt es unterschiedliche Auffassungen. So nennen Reisner et al. (2007, S. 10) das Jahr 1897 als „Geburtsjahr des Handballs“, während bei Trosse (2001, S. 13) die „Geburtsstunde des modernen Handballspiels“ erst auf den 29. Oktober 1917 datiert ist. Doch was genau geschah in diesem Zeitraum zwischen dem Jahre 1897 und 1917?
Beginnen wir im Jahre 1897 mit dem Studienrat Eduard Hagelauer, der in Wiesbaden ein Gegenstück zum Fußballspiel mit Namen Torball entwickelte. Allerdings fand dieses Ballspiel keinerlei Berücksichtigung beim Zentralausschuss für Volks- und Jugendspiele, welcher damals „Turnspiele modernisierte und popularisierte“ (Reisner & Späth, 2007, S. 11). Auch Trosse (2001, S. 13) berichtet von einem Handballspiel aus dem Jahre 1898. Dieses entstand jedoch in Dänemark und hieß Handbold (mit einem „a“). Gespielt wurde es auf einem 30 m x 45 m großen Spielfeld und mit einem Strafraum vor dem Tor, welcher von keinem der 22 Spieler (jede Mannschaft bestand aus elf Spielern) betreten werden durfte. Etwa zur selben Zeit betrat Hagelauers dänischer Kollege Holger Nielsen, ein Turnlehrer und Oberstleutnant aus Ordrup bei Kopenhagen, zum ersten Mal die Bildfläche. Er erstellte 1906 ein Regelwerk, nach dem es nur noch gestattet war, den Ball drei Sekunden lang zu halten. Nach Reisner et al. fiel auch zu dieser Zeit erstmals der Begriff Haandbold (mit doppeltem „a“) und sie beschreiben es als ein Kleinfeldspiel mit 22 Spielern auf einem Rasenplatz, bei dem der Ball nur drei Sekunden lang in den Händen gehalten und nicht mit ihm gelaufen werden durfte (vgl. Reisner et al., 2007, S.11). Es ist also anzunehmen, dass Trosse und Reisner et al. von ein und demselben Handballspiel sprechen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Begeisterung für den Handball in Deutschland und beschreibt die persönliche Motivation des Autors, das unterentwickelte System des schottischen Handballs zu analysieren.
2. Geschichte des Handballsports von der Antike bis zum Mittelalter: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge des Handballs nach und arbeitet die historische Entwicklung der Sportart, insbesondere den Übergang vom Feld- zum Hallenhandball, heraus.
3. Verbandsstrukturen: Hier werden die hierarchischen Strukturen der internationalen und nationalen Handballverbände dargelegt, um das organisatorische Umfeld und die Verantwortlichkeiten zu verdeutlichen.
4. Interviews mit schottischen Offiziellen: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise bei den Experteninterviews und begründet die Wahl der qualitativen Analyse sowie die Auswahl der Interviewpartner.
5. Auswertung der Experteninterviews: Dieser Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Befragungen in zehn Themenkomplexen, von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bis hin zu organisationstheoretischen Typisierungen.
6. Fazit & Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Entwicklungsmöglichkeiten des schottischen Handballs und zieht eine Bilanz der durchgeführten Forschungsarbeit.
Handball, Schottland, Verbandsstruktur, Experteninterviews, Sportentwicklung, Talentförderung, Hallenhandball, Vereinswesen, Organisationsanalyse, Mintzberg, Sportstätten, Finanzierung, Schiedsrichterwesen, Trainerausbildung, Leistungsaufbau
Die Arbeit untersucht die strukturellen Gegebenheiten des Handballsports in Schottland, vergleicht diese mit den etablierten Verhältnissen in Deutschland und identifiziert durch qualitative Experteninterviews Barrieren sowie Entwicklungschancen.
Die Untersuchung umfasst die Organisationsstruktur der schottischen Handballverbände, die Finanzierung des Sports, die Nachwuchsförderung, die Verfügbarkeit von Sportstätten sowie die Trainings- und Wettkampfbedingungen.
Das Ziel besteht darin, den aktuellen Ist-Zustand des schottischen Handballs umfassend abzubilden und auf Basis von Expertenmeinungen konkrete Potenziale für eine zukünftige Professionalisierung und Popularisierung abzuleiten.
Der Autor wählt eine qualitative Analyse mittels leitfadengestützter Experteninterviews. Diese Methode wurde gewählt, da zum spezifischen Thema „Handball in Schottland“ kaum Literatur vorhanden ist.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Verbände und deren Untergliederungen, gefolgt von einer strukturierten Auswertung der Interviews zu Themen wie gesellschaftliches Umfeld, Personalstrukturen und Finanzquellen.
Neben handballspezifischen Begriffen wie „Verbandsstruktur“ oder „Trainerausbildung“ sind organisationstheoretische Termini wie „Neo-Institutionalismus“ oder „Mintzberg-Modell“ maßgeblich für die theoretische Fundierung.
Das Programm diente als Reaktion auf die Vergabe der Olympischen Spiele 2012 an London und zeigt beispielhaft, wie durch gezielte Talentsichtung und Konversion von Sportlern aus anderen Disziplinen versucht wurde, ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen.
Die Untersuchung stellt fest, dass die mangelnde Verfügbarkeit von regelkonformen Sporthallen ein zentrales Hemmnis für die Handballentwicklung darstellt und die Ausübung des Sports erheblich erschwert.
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