Diplomarbeit, 2010
93 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Begabungsforschung und Begabtenförderung
1.1. Definition Hochbegabung
1.2. Modelle der Hochbegabung
1.2.1. Drei-Ringe-Modell von Renzulli
1.2.2. Triadisches Interdependenzmodell der Hochbegabung
1.2.3. Münchener Hochbegabungsmodell v. Heller, Perleth & Hany
1.2.4. Aktiotop-Modell als komplexe Handlungstheorie
1.3. Diagnostik der Hochbegabung
1.3.1. Objektive Identifikationsverfahren
1.3.2. Subjektive Identifikationsverfahren
1.3.2.1. Schulleistungen
1.3.2.2. Beobachtungsverfahren
1.3.2.3. Lehrerurteil
1.3.2.4. Peernomination
1.3.2.5. Elternurteil
1.3.2.6. Selbstrating und -nomination
1.4. Schulische Förderung von Hochbegabung
1.4.1. Notwendigkeit der schulischen Begabtenförderung
1.4.2. Begabtenpädagogik
1.4.2.1. Öffnung der Schule und Unterricht
1.4.2.2. Begabungsförderndes Lernen
1.4.2.3. Altersgemischte Jahrgangsklassen
1.4.3. Formen der schulischen Begabtenförderung
1.4.3.1. Integration versus Selektion
1.4.3.2. Akzeleration
1.4.3.3. Enrichment
1.4.3.3.1. Unterrichtsinternes Enrichment
1.4.3.3.2 Schulinternes Enrichment
1.4.3.3.3 Außerschulische Enrichment-Möglichkeiten
1.5. Rolle des Lehrers in der Begabtenförderung
2. Petersen – Jena-Plan
2.1. Erziehungswissenschaftliche und pädagogische Grundlagen
2.1.1. Prinzip der Stammgruppe
2.1.2. Führungslehre – Pädagogik des Unterrichts
2.1.3. Lernraum
2.1.4. Eltern und Schule
2.1.5. Leistungsbeurteilung
2.2. Begabte
3. Begabtenförderung und Jenaplan-Pädagogik
3.1. Bedeutung der Beobachtung in der Diagnostik
3.2. Jahrgangsmischung und Hochbegabung
3.3. Bedeutung des offenen Unterrichts und das begabungs-
fördernde Lernen für Hochbegabte
3.4. Förderung verschiedenster Begabungsformen
3.5. Prinzip der ganzheitlichen Förderung
3.6. Grenzen der Begabtenförderung in der Jenaplan-Pädagogik
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob der reformpädagogische Ansatz von Peter Petersen die Anforderungen an eine effektive Begabtenförderung erfüllen kann und wo diese Methode an ihre Grenzen stößt. Die Forschungsfrage fokussiert auf die Vereinbarkeit des Jenaplan-Konzepts mit wissenschaftlichen Förderansätzen für hochbegabte Schüler.
1.2.3. Münchener Hochbegabungsmodell v. Heller, Perleth & Hany
Das derzeit bekannteste Modell im deutschsprachigen Raum ist das Münchener Hochbegabungsmodell von Heller, Perleth und Hany. Das Münchener Hochbegabungsmodell ist ein multifaktorielles Fähigkeitskonstrukt und unterscheidet zwischen unterschiedlichen Begabungsdimensionen: Intelligenz, Kreativität, sozialer Kompetenz, Musikalität, Psychomotorik, künstlerische Fähigkeiten und praktischer Fähigkeit. Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu den bisherigen Modellen ist, dass nicht nur von einer Begabung gesprochen wird, sondern von verschiedenen Begabungsfaktoren: Prädikatoren (Begabungsvariablen), Kriteriums- oder Leistungsvariablen und Moderatoren. Moderatoren stellen die Beziehung zwischen den Begabungs- und Kriteriumsvariablen dar, die durch die Moderatoren variieren können.
Die Stärke des Modells liegt in der sehr übersichtlichen Darstellung aller möglichen Einflüsse auf die menschliche Leistungsfähigkeit. Kritik an diesem Modell ist, dass zum Bestimmen der Begabungsfaktoren IQ-Tests die Grundlage bilden und es keine geeigneten Diagnoseinstrumente von künstlerischen, musikalischen und psychomotorischen Fähigkeiten gibt und somit der empirische Nachweis der Mehrdimensionalität von Hochbegabung noch aussteht.
1. Begabungsforschung und Begabtenförderung: Dieses Kapitel definiert Hochbegabung und stellt verschiedene theoretische Modelle sowie diagnostische Verfahren und allgemeine schulische Förderungsformen vor.
2. Petersen – Jena-Plan: Hier werden die erziehungswissenschaftlichen Grundlagen der Jenaplan-Pädagogik von Peter Petersen erläutert, wobei insbesondere das Stammgruppenprinzip und die ganzheitliche Bildung hervorgehoben werden.
3. Begabtenförderung und Jenaplan-Pädagogik: Das letzte Kapitel setzt die Jenaplan-Pädagogik in direkten Bezug zu den Erfordernissen der Begabtenförderung und diskutiert dabei sowohl die Potenziale als auch die praktischen Grenzen des Konzepts.
Hochbegabung, Begabtenförderung, Jenaplan-Pädagogik, Peter Petersen, Enrichment, Akzeleration, Stammgruppe, Begabungsdiagnostik, offener Unterricht, individuelle Förderung, reformpädagogische Ansätze, Leistungsexzellenz, Begabtenpädagogik, Schulentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie hochbegabte Kinder innerhalb des reformpädagogischen Konzepts des Jenaplans von Peter Petersen identifiziert und gefördert werden können.
Die Arbeit behandelt die Begabungsforschung, die Diagnostik von Hochbegabung, schulische Förderungsstrategien sowie die speziellen Prinzipien der Jenaplan-Pädagogik.
Das Ziel ist die kritische Diskussion, ob die Jenaplan-Pädagogik eine adäquate Antwort auf die Anforderungen an eine moderne Begabtenförderung bietet.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den reformpädagogischen Ansatz anhand der vorliegenden wissenschaftlichen Literatur analysiert und mit aktuellen Anforderungen der Hochbegabtenförderung abgleicht.
Im Hauptteil werden zunächst die Modelle der Hochbegabung und Diagnoseverfahren erläutert, anschließend wird der Jenaplan-Ansatz vorgestellt und mit den zuvor definierten Anforderungen an eine angemessene Begabtenförderung gemessen.
Die wichtigsten Begriffe sind Hochbegabung, Jenaplan-Pädagogik, Begabtenförderung, Stammgruppenprinzip, Enrichment und Akzeleration.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Jenaplan viele wichtige Elemente einer begabungsgerechten Förderung enthält, jedoch die praktische Umsetzung durch institutionelle und finanzielle Hürden sowie das Fehlen spezifischer Lehrerausbildungen erschwert wird.
Die Jahrgangsmischung wird als wesentlicher Vorteil hervorgehoben, da sie individuelle Lernwege ermöglicht und soziale Ausgrenzung verhindert, weil das "Springen" in höhere Anforderungsstufen ohne Klassenwechsel möglich ist.
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