Magisterarbeit, 2009
77 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Einleitung
1. Erfurts absolutistische Bauwerke und ihr historischer Kontext
1.1 Die Stützen des Absolutismus – Militär, Finanzen und Verwaltung
1.2 Erfurt vor der Reduktion von 1664
1.3 Bau der Zitadelle Petersberg zur Sicherung der Mainzer Herrschaft
1.4 Philipp Wilhelm von Boineburgs Statthalterschaft
1.4.1 Der Versuch der Wiederbelebung der Erfurter Wirtschaft und die Errichtung des Packhofs
1.4.2 Die Beseitigung der Missstände in der Verwaltung und der Neubau der Statthalterei
2. Didaktische Konzipierung für die Klassenstufen 7/8 – Eine Stadtrallye
2.1 Die Stadtrallye als Beispiel für außerschulisches Lernen
2.2 Zum Begriff des „historischen Ortes“ und den gegenständlichen Quellen
2.3 Einflüsse seitens der Schüler auf die Planungsarbeit
2.4 Vor- und Nachteile des außerschulischen Lernens
2.5 Der methodische Dreischritt am konkreten Beispiel der absolutistischen Bauwerke Erfurts
2.5.1 Die Vorbereitung
2.5.2 Die Durchführung
2.5.3 Die Nachbereitung
Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie außerschulisches Lernen am Beispiel der absolutistischen Architektur Erfurts effektiv gestaltet werden kann. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern der „historische Ort“ als authentische Lernumgebung zur Steigerung der Motivation und des historischen Verständnisses bei Schülern der Klassen 7/8 beitragen kann.
1.1 Die Stützen des Absolutismus – Militär, Finanzen und Verwaltung
Der Titel der vorliegenden Arbeit macht es zwingend erforderlich, sich eingangs mit dem Begriff des „Absolutismus“ auseinanderzusetzen. Diese Notwendigkeit ergibt sich nicht zuletzt auch daraus, dass einige Wissenschaftler, darunter HENSHELL, in diesem Zusammenhang gar von einem „Mythos“ sprechen, was diese Ausarbeitung zumindest terminologisch ad absurdum führen würde.
Die Bezeichnung „Absolutismus“ war keineswegs zeitgenössischen Ursprungs, sondern kam erst ab dem 19. Jahrhundert zur Anwendung. Im heutigen Verständnis steht sie zum einen für eine Regierungsform, die durch die uneingeschränkte, sprich absolute Souveränität des Monarchen gekennzeichnet ist, und zum anderen für eine Epoche in der europäischen Geschichte. Damit scheint der Terminus klar definiert, doch in der aktuellen Forschung wird er kontrovers diskutiert. Ging es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorrangig um Versuche der Typisierung, wobei unter anderem der „bürokratische“ oder „germanische“ Absolutismus entwickelt wurden, so rückte in den letzten Jahren die „inhaltliche Qualität“ in den Fokus. Am Anfang dieser Entwicklung stand die Erkenntnis, dass das 1874 von ROSCHER erarbeitete Drei-Stufen-Modell nicht haltbar war. Es stand für die starre Abfolge von konfessionellem, klassisch-höfischem und aufgeklärtem Absolutismus.
DUCHHARDT spricht von einem Revisionismus des Absolutismusbegriffs in der gegenwärtigen Historiographie, der am ausgeprägtesten bei HENSHELL festzustellen ist. Letzter greift jedoch nur einen Aspekt der vielseitigen Kritik auf: „So geht es zum einen um eine kritische Gegenüberstellung absolutistischer Herrschaftsform, wie sie sich in der politischen Theorie, im Selbstverständnis eines Herrschers, im Herrschaftsaufbau und schließlich in der Gesetzgebung widerspiegelt, und der Herrschaftspraxis, die konkret nach der Reichweite absolutistischer Herrschaft […] fragt. Zum anderen geht es um die Tragfähigkeit des Absolutismusbegriffs als Epochenbegriff.“
1. Erfurts absolutistische Bauwerke und ihr historischer Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Absolutismus und die spezifische historische Entwicklung Erfurts unter kurmainzischer Herrschaft.
1.1 Die Stützen des Absolutismus – Militär, Finanzen und Verwaltung: Es wird die Forschungsdebatte zum Absolutismusbegriff dargestellt und die Bedeutung von Militär, Finanzwesen und Bürokratie für diese Epoche beleuchtet.
1.2 Erfurt vor der Reduktion von 1664: Dieses Kapitel behandelt die Autonomiebestrebungen Erfurts und die Ereignisse, die zur Unterwerfung unter Kurmainz führten.
1.3 Bau der Zitadelle Petersberg zur Sicherung der Mainzer Herrschaft: Hier wird der Bau der Festung als zentrales Instrument der Mainzer zur dauerhaften Befriedung der Stadt thematisiert.
1.4 Philipp Wilhelm von Boineburgs Statthalterschaft: Dieser Abschnitt fokussiert auf das Wirken des Statthalters bei der Modernisierung von Verwaltung und Wirtschaft.
1.4.1 Der Versuch der Wiederbelebung der Erfurter Wirtschaft und die Errichtung des Packhofs: Der Fokus liegt hier auf den merkantilistischen Bemühungen und der Errichtung des Packhofs als Handelsstützpunkt.
1.4.2 Die Beseitigung der Missstände in der Verwaltung und der Neubau der Statthalterei: Dieses Unterkapitel thematisiert die Verwaltungsreformen und den repräsentativen Ausbau der Statthalterei.
2. Didaktische Konzipierung für die Klassenstufen 7/8 – Eine Stadtrallye: Es wird die Eignung der Stadtrallye für den Geschichtsunterricht sowie die theoretische Fundierung des außerschulischen Lernens dargestellt.
2.1 Die Stadtrallye als Beispiel für außerschulisches Lernen: Dieses Kapitel begründet das außerschulische Lernen als notwendige Ergänzung zum Unterricht im Klassenzimmer.
2.2 Zum Begriff des „historischen Ortes“ und den gegenständlichen Quellen: Es werden didaktische Definitionen zum „historischen Ort“ und der Bedeutung gegenständlicher Quellen diskutiert.
2.3 Einflüsse seitens der Schüler auf die Planungsarbeit: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische und soziale Faktoren der Schülerschaft, die für die Planung von Exkursionen relevant sind.
2.4 Vor- und Nachteile des außerschulischen Lernens: Eine Abwägung der pädagogischen Chancen gegenüber organisatorischen und bewertungstechnischen Herausforderungen.
2.5 Der methodische Dreischritt am konkreten Beispiel der absolutistischen Bauwerke Erfurts: Hier wird die praktische Umsetzung der Stadtrallye in drei Phasen detailliert beschrieben.
2.5.1 Die Vorbereitung: Darlegung der notwendigen Vorarbeit, von der Themenwahl bis zum Fragenkatalog.
2.5.2 Die Durchführung: Beschreibung des konkreten Ablaufs der Stadtrallye vor Ort.
2.5.3 Die Nachbereitung: Erläuterung der Bedeutung der Reflexion und Ergebnissicherung im Anschluss an die Exkursion.
Absolutismus, Erfurt, Stadtrallye, außerschulisches Lernen, Zitadelle Petersberg, Statthalterei, Packhof, Geschichtsdidaktik, Philipp Wilhelm von Boineburg, historischer Ort, Kurmainz, Merkantilismus, Verwaltungsreform, Lernziel, historische Exkursion.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzipierung einer Stadtrallye für die Klassenstufen 7/8, um den Schülern die Epoche des Absolutismus anhand der baulichen Überreste in Erfurt näherzubringen.
Die Themen umfassen die historische Entwicklung Erfurts im 17. und 18. Jahrhundert, die Grundzüge absolutistischer Herrschaft sowie die didaktische Aufbereitung von außerschulischem Lernen.
Das Ziel ist es, ein methodisch fundiertes Konzept für eine Stadtrallye zu entwickeln, das historische Orte als Lernorte nutzt und die Schüler durch aktives Handeln für Geschichte begeistert.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Geschichtsdidaktik und zur Geschichte Erfurts, ergänzt durch eine didaktische Planung in den Phasen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
Im Hauptteil werden zunächst der historische Kontext der absolutistischen Bauwerke (Petersberg, Packhof, Statthalterei) erläutert, gefolgt von einer didaktischen Einordnung der Stadtrallye als Methode.
Absolutismus, Erfurt, Stadtrallye, außerschulisches Lernen, Zitadelle Petersberg, historischer Ort und Geschichtsdidaktik.
Er fungierte als Statthalter in Erfurt und war maßgeblich an der wirtschaftlichen Belebung und den strukturellen Reformen der Stadt sowie an der Repräsentation durch repräsentative Bauten beteiligt.
Sie gilt als herausragendes Beispiel für ein absolutistisches Bollwerk und dient der Veranschaulichung der militärischen Sicherung kurmainzischer Machtansprüche in Erfurt.
Die Autorin schlägt einen Fragenkatalog vor, der die Aktivitäten der Schüler erfasst, und empfiehlt die Nutzung eines Bewertungsbogens sowie die Einbeziehung der Gruppenarbeitsergebnisse in die Notengebung.
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