Diplomarbeit, 2009
105 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Begriffsklärung und Definitionen
2.1.1 Social Sponsoring
2.1.2 Corporate Credibility
2.1.2.1 Theoretische Glaubwürdigkeitsdefinition
2.1.2.2 Empirische Glaubwürdigkeitsdefinition
2.1.2.3 Terminologische Abgrenzung
2.1.2.4 Arbeitsdefinition: Corporate Credibility
2.2 Theoretische Einordnung
2.2.1 Social Sponsoring als Teil der Kommunikationspolitik im Marketing
2.2.2 Corporate Credibility in der Reputations- und Werbewirkungsforschung
2.3 Tue Gutes und rede darüber: Einsatz des Social Sponsorings für die Unternehmenskommunikation
2.3.1 Erscheinungsformen des Social Sponsorings
2.3.1.1 Sponsoring- Formen aus Sicht des Sponsors
2.3.1.2 Sponsoring-Formen aus Sicht des Gesponserten
2.3.2 Das Beziehungsgefüge im Social Sponsoring
2.3.3 Wirkungen des Social Sponsorings
2.3.3.1 Grundlegendes theoretisches Modell des Kommunikationsprozesses
2.3.3.2 Wirkungspfade im S-O-R -Modell
2.3.3.3 Die Heidersche Balancetheorie
2.3.3.4 Empirische Sponsoring-Wirkungsforschung
2.4 Corporate Credibility als zentraler immaterieller Erfolgsfaktor
2.4.1 Eine Zielgröße der Unternehmenskommunikation
2.4.2 Strategische Planung der Corporate Credibility
2.4.3 Wirkung von Corporate Credibility
2.4.4 Messung der Corporate Credibility
3 Empirischer Teil
3.1 Ziel der Untersuchung
3.2 Die qualitative Vorstudie
3.3 Annahmen und Deduktion der Nullhypothesen
3.4 Auswahl der zu untersuchenden Unternehmen
3.5 Quantitative Erhebung
3.5.1 Wahl der Erhebungsmethode
3.5.2 Der Fragebogen
3.5.3 Beschreibung der Stichprobe
3.6 Darstellung der Ergebnisse
3.6.1 Test auf Normalverteilung
3.6.2 Test auf Varianzhomogenität
3.6.3 Mittelwertvergleiche
3.6.4 Bestimmung der Effektgröße
3.6.5 Überprüfung der Hypothesen
3.6.6 Grenzen der Untersuchung
3.7 Interpretation der Ergebnisse
4 Abschließende Betrachtung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Einfluss von Social-Sponsoring-Maßnahmen auf die Corporate Credibility eines Unternehmens kritisch zu hinterfragen und anhand einer empirischen Studie zu überprüfen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, ob und wie soziale Engagements das Vertrauen und die Kompetenzzuschreibung von Konsumenten gegenüber einem Unternehmen nachhaltig verändern können.
2.3.2 Das Beziehungsgefüge im Social Sponsoring
Neben Sponsor und Gesponsertem sind noch eine Reihe weiterer Personen und Organisationen direkt oder indirekt am Sponsoring beteiligt. Hierzu zählen die Medien, das Medienpublikum, Sponsoring-Agenturen und -Dienstleister sowie die Zielgruppen des Sponsors und des Gesponserten. Auch der Staat spielt eine gewisse Rolle im Sponsoring von sozialen Einrichtungen. All diese Gruppen stehen in einem engen Beziehungsgeflecht zueinander (siehe Abb. 6). Sie sind gekennzeichnet durch unterschiedliche Ansprüche an das Sponsoring und sich ergänzende Interessenlagen.
Die gesponserten sozialen Einrichtungen suchen zur Erfüllung ihrer Aufgaben ständig nach neuen Finanzierungsquellen. Oft werden soziale Einrichtungen zwar grundsätzlich vom Staat finanziert, jedoch sind die öffentlichen Gelder in Zeiten des Sozialabbaus nicht mehr ausreichend, weshalb eine Unterstützung durch private Geldgeber angestrebt wird. „Aus Sicht des Gesponserten handelt es sich beim Sponsoring demzufolge um ein Instrument des Beschaffungs-Marketings“ (Mussler, 1993, S. 64). Der Staat ist grundsätzlich an dieser Entwicklung interessiert, so bedeutet sie für ihn doch eine finanzielle Entlastung bzw. eine Unterstützung in der Sicherung der sozialen Rechte der Bürger. In Deutschland ist diese per Gesetz Aufgabe des Staates. So ist es nicht verwunderlich, dass soziales Engagement unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt wird. Die Sponsoren aus der Wirtschaft sind neben einer steuerlichen Entlastung und neben der empfundenen gesellschaftspolitischen Verantwortung allerdings in erster Linie an der Beeinflussung ihrer Zielgruppe im Sinne ihrer Kommunikationspolitik interessiert. Sponsoring stellt für sie eine Möglichkeit dar, diese Zielgruppe vergleichsweise kostengünstig anzusprechen (vgl. Mussler, 1993, S. 64). Dazu ist die Rolle der Medien entscheidend.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum Social Sponsoring und zur Corporate Credibility sowie entsprechende Wirkungsmodelle dargelegt.
3 Empirischer Teil: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Studie, die Datenerhebung und die statistische Auswertung der Ergebnisse.
4 Abschließende Betrachtung: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengeführt und strategische Handlungsempfehlungen für das Marketing abgeleitet.
Social Sponsoring, Corporate Credibility, Unternehmensreputation, Kommunikationspolitik, Wirkungsforschung, S-O-R-Modell, Balancetheorie, empirische Untersuchung, Online-Befragung, Stakeholder, Vertrauenswürdigkeit, Expertentum, Einstellungstransfer, Sponsoring-Wirkung, Unternehmenskommunikation.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Social-Sponsoring-Maßnahmen auf die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens (Corporate Credibility).
Die Arbeit umfasst die Bereiche Social Sponsoring, Unternehmenskommunikation, Reputationsforschung sowie die Messung von Einstellungen bei Konsumenten.
Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob und wie das Engagement für soziale Zwecke die wahrgenommene Glaubwürdigkeit eines Unternehmens positiv beeinflussen kann.
Es wird eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse mithilfe induktiver statistischer Verfahren (T-Tests, Mann-Whitney-U-Tests) ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Wirkungsmodellen und eine empirische Überprüfung anhand von zwei Praxisbeispielen (Daimler AG und Reemtsma).
Zentrale Begriffe sind Corporate Credibility, Social Sponsoring, Einstellungstransfer und die Dimensionen der Glaubwürdigkeit (Expertentum und Vertrauenswürdigkeit).
Die Studie zeigt, dass der Effekt des Sponsorings bei einem bereits reputationsstarken Unternehmen deutlicher ausfällt, wobei jedoch auch bei kritisch gesehenen Unternehmen messbare Einflüsse auf die Zielgrößen bestehen können.
Die Auswahl basiert auf ihrer unterschiedlichen Reputation im "Incompany 500" Ranking, was den Vergleich zwischen einem reputationsstarken und einem reputationsschwachen Unternehmen ermöglichte.
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