Diplomarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 2,3
Diese Diplomarbeit analysiert die Rolle von Mikrokrediten im Kontext der Entwicklungspolitik, insbesondere in Bezug auf die Überwindung von Armut. Die Arbeit fokussiert auf die Kritik am „Washington Konsensus“ und die Entwicklung neuerer Ansätze in der Entwicklungspolitik. Im Zentrum steht die Untersuchung von Mikrokrediten als Instrument zur Bewältigung von Marktversagen und Agency-Problemen auf Kreditmärkten, insbesondere in Entwicklungsländern.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und der Definition der Forschungsfrage. Der theoretische Teil befasst sich mit der Kritik am „Washington Konsensus“ und den Herausforderungen der Entwicklung von alternativen Entwicklungspolitiken. Es werden die Konzepte der „Second Best Thinking“ und die Bedeutung von kontextspezifischen Lösungen in Entwicklungsländern erläutert. Das zweite Kapitel beleuchtet das Problem von Marktversagen auf imperfekten Kreditmärkten und die Rolle von Agency-Problemen. Es werden verschiedene Methoden zur Bewältigung dieser Probleme, insbesondere in Bezug auf die Kreditwürdigkeitsprüfung und Kreditsicherung, vorgestellt.
Das dritte Kapitel konzentriert sich auf Mikrokredite als Instrument der Entwicklungshilfe. Die Entstehung und Entwicklung des Mikrokreditwesens wird skizziert, wobei die Unterscheidung zwischen Mikrokrediten erster und zweiter Generation hervorgehoben wird. Es werden die Chancen und Herausforderungen von Mikrokrediten im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert.
Mikrokredite, Entwicklungspolitik, „Washington Konsensus“, Agency-Probleme, Marktversagen, Finanzintermediation, Kreditwürdigkeitsprüfung, Kreditsicherung, Armutsbekämpfung, Bolivien, BancoSol, Los Andes.
Der Washington Konsensus beschreibt standardisierte wirtschaftspolitische Reformpakete für Entwicklungsländer, die oft auf Privatisierung und Liberalisierung setzten, jedoch häufig an lokalen Gegebenheiten scheiterten.
Mikrofinanz ermöglicht armen Menschen, die keinen Zugang zu traditionellen Banken haben, Kleinkredite aufzunehmen. Die Arbeit zeigt, dass Arme "bankfähig" sind, wenn spezielle Kreditvergabetechnologien genutzt werden.
Agency-Probleme entstehen durch Informationsasymmetrien zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer, was zu Risiken wie Moral Hazard führt. Mikrofinanz nutzt innovative Konzepte, um diese Probleme zu minimieren.
In der Arbeit werden die Institutionen BancoSol und Los Andes als Praxisbeispiele für die Umsetzung von Mikrofinanzkonzepten in Bolivien analysiert.
Ja, es besteht oft ein Konflikt zwischen dem sozialen Ziel, die Ärmsten zu erreichen, und dem wirtschaftlichen Ziel, subventionsunabhängig und rentabel zu wirtschaften.
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