Masterarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Gliederung der Arbeit
1.2 Begriffsklärungen
2 Mentoring als Beitrag zur Personal- und Schulentwicklung
2.1 Einarbeitung des Mentees
2.2 Lernbegleitung
2.3 Kooperation
3 Komponenten und Parameter von Mentoring-Programmen in der Literatur
3.1 Zielgruppe
3.2 Ziele
3.3 Dauer
3.4 Matching
3.5 Rahmenprogramm
3.6 Einbindung in die Institution
3.7 Evaluation
4 Geplante Konzeption für die Realschule
4.1 Zielgruppe
4.2 Ziele
4.3 Dauer
4.4 Matching
4.5 Rahmenprogramm
4.6 Einbindung in die Institution
4.7 Evaluation
5 Implementierung im Rahmen eines Projekts
5.1 Vorüberlegungen
5.1.1 Warum Projektmanagement?
5.1.2 Arbeit in der Projektgruppe
5.1.3 Phasen eines Projekts
5.2 Definitionsphase und Projektvorbereitung
5.2.1 Situationsanalyse
5.2.2 Umfeldanalyse
5.2.3 Zielformulierung
5.2.4 Projektauftrag
5.3 Projektplanung
5.3.1 Projektstrukturplan (PSP)
5.3.2 Projektablaufplan (PAP)
5.3.3 Risikoanalyse
5.4 Projektdurchführung und -kontrolle
5.4.1 Aktionsplan
5.4.2 Teamsitzungen
5.5 Projektabschluss
5.5.1 Dokumentation
5.5.2 Bilanzkonferenz
6 Fazit
Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung eines Mentoring-Konzepts für Lehrkräfte an Realschulen, um durch gezielte Einarbeitung und Lernbegleitung die Professionalisierung der Lehrkräfte zu fördern und die Schulentwicklung voranzutreiben. Die Arbeit untersucht dabei die theoretischen Grundlagen des Mentorings, überträgt diese in eine spezifische Konzeption für den Realschulalltag und erläutert die praktische Implementierung mittels Projektmanagement-Methoden.
1.2 Begriffsklärungen
Mentoring lässt sich nicht einheitlich definieren. Jeder Forscher hat bisher seine eigene Definition, die von anderen wiederum nicht übernommen wird. Mentoring reicht von einer Zweierbeziehung bis hin zu E-Mentoring, bei dem eine ganze Gruppe von einer Person betreut wird und die Kommunikation zeitversetzt und über größere Distanzen hinweg erfolgen kann (vgl. Stöger/Ziegler/Schimke (Hrsg.) 2009). E-Mentoring meint Electronic-Mentoring, also eine Mentoring-Beziehung, die vorwiegend online stattfindet und sich aller Möglichkeiten der elektrischen Vernetzung bedient wie E-mail, Foren, Chats oder Telefon- und Videokommunikations über das Internet.
Im Rahmen dieser Arbeit schließt sich die Verfasserin der Definition von Haasen an: „Eine erfahrene, meist ältere Person (Mentor oder Mentorin) unterstützt eine Jüngere (Mentee) dabei, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln und ihre beruflichen Kompetenzen auszubauen. Dabei geht es vor allem um die Weitergabe von Lebens- und Berufserfahrung.“ (vgl. Haasen 2001, S.7).
Der Begriff Patenschaft kann nicht synonym gebraucht werden, weil ein Pate eher Ansprechpartner für neue Mitarbeiter ist, mit dem einzelne Fragen zur Einarbeitung geklärt werden. Geplante Gespräche mit dem Ziel der Begleitung und Persönlichkeitsentwicklung sind damit meist nicht gemeint. Unter Shadowing ist die Begleitung einer erfahrenen Person durch deren Schützling zu verstehen. Bei Terminen, Besprechungen oder Sitzungen können Beobachtungen gemacht werden, aus denen die unerfahrene Person lernt. Shadowing kann Teil des Mentoring-Prozesses sein (vgl. Haasen 2001).
Ebenso kann Coaching als Bestandteil eines Mentoring-Konzepts angesehen werden (vgl. Kapitel 1.2.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mentoring und Coaching). Es lassen sich verschiedene Arten von Mentoring unterscheiden. Beim informellen Mentoring bauen die Gesprächspartner auf eigene Initiative hin eine Beziehung auf, ohne auf die Vermittlung oder Organisation einer Institution angewiesen zu sein. Dauer, Intensität und Gesprächsinhalte beruhen nur auf Vereinbarungen, die Mentor und Mentee miteinander treffen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Berufseinsteigern an Schulen und begründet die Notwendigkeit von Mentoring-Programmen zur Unterstützung und Motivation.
2 Mentoring als Beitrag zur Personal- und Schulentwicklung: Dieses Kapitel erläutert, wie Mentoring durch gezielte Einarbeitung, Lernbegleitung und Kooperation die Unterrichtsqualität sowie die Schulkultur nachhaltig verbessert.
3 Komponenten und Parameter von Mentoring-Programmen in der Literatur: Hier werden zentrale Elemente wie Zielgruppe, Matching, Rahmenprogramm und Evaluation anhand bestehender Konzepte aus Wirtschaft und Bildung analysiert.
4 Geplante Konzeption für die Realschule: Vorstellung des spezifischen Mentoring-Konzepts „WIN – Wir integrieren Neue“, das auf die Bedürfnisse einer Realschule zugeschnitten ist.
5 Implementierung im Rahmen eines Projekts: Das Kapitel beschreibt den prozesshaften Aufbau der Implementierung von der Situationsanalyse bis zum Projektabschluss unter Anwendung professioneller Projektmanagement-Methoden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Mentoring für die zukünftige Professionalisierung des Lehrerberufs.
Mentoring, Personalentwicklung, Schulentwicklung, Realschule, Berufseinsteiger, Lernbegleitung, Projektmanagement, Mentee, Mentor, Feedback, Evaluation, Kooperation, Lehrerbildung, Personalmanagement, WIN – Wir integrieren Neue
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung eines strukturierten Mentoring-Programms speziell für Lehrkräfte an Realschulen, um den Berufseinstieg zu erleichtern und die Personalentwicklung zu fördern.
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen des Mentorings, die Analyse erfolgreicher Mentoring-Komponenten, die Konzeption eines schulspezifischen Modells sowie deren praktische Umsetzung mittels Projektmanagement.
Das Hauptziel besteht darin, ein praxistaugliches Mentoring-Konzept zu entwerfen, das durch Kooperation und Lernbegleitung die Qualität von Lehren und Lernen an der Realschule dauerhaft sichert.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu bestehenden Mentoring-Modellen und der anschließenden Übertragung dieser Erkenntnisse auf ein spezifisches Projektkonzept unter Anwendung der Instrumente des professionellen Projektmanagements.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Mentoring, die detaillierte Vorstellung des Konzepts „WIN – Wir integrieren Neue“ sowie die schrittweise Erläuterung der Implementierung durch Projektplanung, Durchführung und Evaluation.
Die wichtigsten Begriffe sind Mentoring, Personalentwicklung, Schulentwicklung, Berufseinstieg, Projektmanagement, Mentor-Mentee-Tandem, Evaluation und Kooperation.
Das Konzept „WIN – Wir integrieren Neue“ ist das konkrete Ergebnis der Arbeit; es stellt den Entwurf eines internen Mentoring-Programms dar, das speziell für die Bedürfnisse der Realschule und ihrer Lehrkräfte entwickelt wurde.
Projektmanagement wird genutzt, um die Einführung des Programms systematisch zu planen, die notwendigen Ressourcen effizient zu koordinieren und durch festgelegte Phasen und Meilensteine eine nachhaltige Verankerung an der Schule zu ermöglichen.
Der Erfolg wird durch ein professionelles Rahmenprogramm, regelmäßiges Feedback, die Durchführung von Workshops sowie eine summative Evaluation nach drei Jahren sichergestellt, um den Prozess kontinuierlich zu steuern und Schwachstellen zu beheben.
Die Evaluation ist essentiell für die Lernfähigkeit der Organisation, da sie durch systematische Datenerhebung und Reflexion die Qualität und Wirksamkeit des Mentoring-Programms belegt und als Basis für künftige Verbesserungen dient.
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