Magisterarbeit, 2010
96 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
1 Relevanz des Themas
2 Forschungsfrage
3 Methodik
II Definitionen und Vorüberlegungen
1 Hochschulbildung und Hochschule
2 Elite und Masse
3 Untersuchter Zeitraum seit 1985
III Theorie der Hochschulsysteme nach Martin Trow
1 Wandel nach Martin Trow
2 Übertragbarkeit der Theorie auf China?
IV Das chinesische Hochschulsystem vor 1978
V Reformschritte in der Bildungspolitik seit den 1980er Jahren
1 Die Ära Deng Xiaopings: Reform und Öffnung
2 Jiang Zemin und Hu Jintao: Innovation im Fokus
3 Studiendauer und Abschlüsse
VI Trends im chinesischen Hochschulsystem seit 1980
1 Expansion und Massenbildung?
1.1 Expansion der Studierendenzahlen
1.1.1 Zahlenmäßige Zunahme
1.1.2 Zunahme der Anzahl an Hochschulinstitutionen
1.1.3 Folgen für Studierende und Hochschullehrer
1.1.4 Gründe für die Expansion
1.1.5 Ort der Expansion
1.1.6 Neue Politik seit 2005: Entschleunigung der Expansion
1.1.7 Zusammenfassung: Expansion und Massenhochschulbildung
1.2 Erhöhung der Finanzierung im Bildungssektor
1.3 Dezentralisierung und Diversifizierung
1.3.1 Fragmentierung trotz Zentralisierung vor 1993
1.3.2 Reformen ab 1993: Kompetenzverschiebung auf die Provinzen
1.3.3 Diversifizierung
1.3.4 Dezentralisierung und die Kategorien Elite und Masse
1.4 Marktwirtschaftliche Elemente
1.4.1 Formelle Unterstützung von Regierungsseite
1.4.2 Private Hochschulen
1.4.3 Auslagerung von Hochschuldienstleistungen und -logistik
1.4.4 Einführung von Studiengebühren
1.4.5 Massencharakter der Marktelemente
1.5 Curriculum
1.5.1 Überspezialisierung vor 1985
1.5.2 Reformen seit den 80er Jahren: Vorbild Harvard
1.5.3 Kritik an der Umsetzung
1.5.4 Entwicklung zum Curriculum des Massensystems
2 Elitäre Überreste und Planung?
2.1 Zugang durch Gaokao
2.1.1 Geschichte und Reform der Gaokao
2.1.2 Experimente in Richtung Pluralisierung
2.1.3 Ursprung in der traditionellen Beamtenprüfung
2.1.4 Kritik an der Gaokao
2.1.5 Elitärer Charakter des Hochschulzugangs
2.2 Elitestellung einzelner Hochschulen: Die Projekte 211 und 985
2.2.1 Spitzenqualität durch Fusionen und zentrale Förderung
2.2.2 Die chinesische Definition der Weltklasse-Universität
2.2.3 Prinzipien der Spitzenförderung
2.2.4 Folge der Förderung: Zweiteilung des Hochschulsystems
2.2.5 Bewusste Schaffung von Elite
VII Fazit: Elite innerhalb der Masse
VIII Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das chinesische Hochschulsystem seit 1985 unter Anwendung der Theorie von Martin Trow, um zu analysieren, inwieweit trotz der Transformation in ein Massenhochschulsystem elitäre Strukturen und Überreste innerhalb des Systems fortbestehen.
1.1.2 Zunahme der Anzahl an Hochschulinstitutionen
Wie lässt sich nun diese enorme Steigerung der Studierendenzahl erklären? Ein erster Faktor ist die Erhöhung der Hochschulanzahl. David Yuanchao Chen geht allerdings davon aus, dass diese real nicht in großem Umfang gestiegen sei. Tatsächlich seien durch Fusionen von Universitäten in den 90ern die absoluten Zahlen sogar gesunken:
All these increases in the 1990s are internal expansions, i.e., not by establishing new colleges rather by increasing the economic scale size of every existing university from the average of below 2,000 in 1990 per school to over 6,000 in 2001, meanwhile the institution numbers are approximately the same. In fact, with the gigantic advancement of structural rectification, the institution number has shrunk more after the radical amalgamation of universities in 1990s (Chen 2004: 24).
Demnach sei die Expansion letztendlich nur eine interne Vergrößerung, d.h., es studieren schlichtweg mehr Personen pro Hochschule. Dieses Ergebnis ist für die 90er Jahre zu bestätigen (siehe Abbildung 2).
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der chinesischen Hochschulpolitik ein und stellt die Forschungsfrage nach den elitären Überresten im Massenhochschulsystem auf Basis der Trow-Theorie.
II Definitionen und Vorüberlegungen: Es werden die zentralen Begriffe der Arbeit, wie Hochschulbildung, Elite, Masse und der untersuchte Zeitraum ab 1985, theoretisch und methodisch definiert.
III Theorie der Hochschulsysteme nach Martin Trow: Das Kapitel erläutert die Theorie von Martin Trow zum Wandel von Hochschulsystemen und diskutiert deren Übertragbarkeit auf den chinesischen Kontext.
IV Das chinesische Hochschulsystem vor 1978: Ein historischer Rückblick beleuchtet die Entwicklung des chinesischen Hochschulwesens vor Beginn der Reform- und Öffnungspolitik.
V Reformschritte in der Bildungspolitik seit den 1980er Jahren: Hier werden die wesentlichen politischen Weichenstellungen und Reformphasen von Deng Xiaoping bis Hu Jintao analysiert.
VI Trends im chinesischen Hochschulsystem seit 1980: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Trends der Expansion, Finanzierung, Dezentralisierung, Curriculumsentwicklung sowie der Elitenförderung.
VII Fazit: Elite innerhalb der Masse: Das Fazit fasst zusammen, dass sich das chinesische System in einer Transformationsphase befindet, in der es zwar massenhaft expandiert, aber elitäre Strukturen bewusst aufrechterhalten werden.
VIII Ausblick: Der Ausblick reflektiert die gewählte Makro-Perspektive der Arbeit und schlägt für weiterführende Analysen soziologische Ansätze und regionale Vergleiche vor.
Hochschulpolitik, China, Massenhochschulbildung, Martin Trow, Elitenbildung, Gaokao, Projekt 211, Projekt 985, Bildungsreform, Hochschulexpansion, Studiengebühren, Dezentralisierung, Curriculum, Transformation, Bildungsfinanzierung.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der chinesischen Hochschulpolitik seit 1985 unter Verwendung der Theorie von Martin Trow, um das Spannungsfeld zwischen der Entwicklung zum Massenhochschulsystem und der Aufrechterhaltung elitärer Strukturen zu beleuchten.
Zu den Schwerpunkten gehören die Expansion der Studierendenzahlen, die Finanzierung des Bildungssektors, die Rolle der Provinzen (Dezentralisierung), die Transformation des Curriculums und die gezielte Förderung von Spitzenuniversitäten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Überreste des elitären chinesischen Hochschulsystems auch nach der starken Expansion der Studierendenzahlen seit Ende der 90er Jahre bestehen bleiben.
Der Autor nutzt die Theorie von Martin Trow zur Kategorisierung von Hochschulsystemen als analytischen Rahmen und verarbeitet dazu umfangreiche Primär- und Sekundärliteratur sowie offizielle Statistiken.
Der Hauptteil analysiert spezifische Trends wie die Expansion, die Finanzierung, die Dezentralisierung, marktwirtschaftliche Elemente, die Curriculumsentwicklung sowie die spezifische Elitenpolitik der Regierung durch die Projekte 211 und 985.
Wichtige Begriffe sind Hochschulpolitik, China, Massenhochschulbildung, Martin Trow, Elitenbildung, Gaokao und die Projekte 211 und 985.
Die Gaokao wirkt elitär, da sie als zentralisierte Abschlussprüfung den Zugang zu den wenigen Top-Universitäten reglementiert und damit eine starke Hierarchisierung innerhalb des Bildungssystems festigt.
Die chinesische Regierung fördert bewusst eine Elite, um innovative Kapazitäten zu stärken und ein eigenes, technologisches Innovationssystem aufzubauen, das langfristig Wettbewerbsfähigkeit auf Weltklasseniveau ermöglicht.
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