Diplomarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1. Forschungsinteresse
1.2. Bergriffserklärung
1.3. Themenabgrenzung
1.3.1. ISO 9000 Norm
1.3.2. Tests im Kontext der Qualitätssicherung
1.3.3. Qualitätsmanagement für Softwareprodukte
1.3.4. Testautomation
1.4. Zielsetzung und Aufbau des Leitfadens
2 Entscheidungsprozess für die Testautomatisierung
2.1. Anstoß für die Einführung einer Testautomation
2.2. Ziele
2.3. Rahmenbedingungen
2.3.1. Ist-Analyse
2.3.2. Unternehmensgröße und Wachstum
2.3.3. Marktstudie
2.3.4. Organisation
2.3.5. Qualitätsanspruch
2.3.6. Analyse der Testobjekte
2.3.7. Grenzen der Testautomation
2.4. Auswahl der Softwarelösung
2.4.1. Risikoanalyse
2.4.2. Entscheidungsmatrix
2.4.3. Kosten-Nutzen-Analyse
2.5. Erwerb der Software
2.6. Projektauftrag verfassen
3 Einführung der Testautomation
3.1. Projektvorbereitung
3.1.1. Zielvorstellung
3.1.2. Machbarkeitsstudie
3.1.3. Wirtschaftlichkeitsprüfung
3.1.4. Projektplanung
3.2. Konzeption
3.3. Spezifikation
3.4. Realisierung
3.4.1. Umsetzung der Testautomation
3.4.2. Umsetzung Testfallbeschreibung in automatisierte Tests
3.4.3. Test und Qualitätssicherung
3.4.4. Dokumentation
3.5. Inbetriebnahme
3.6. Wartung
4 Einsatz der Automatisierungssoftware
5 Praxisfall
5.1. Rahmenbedingungen
5.2. Projektvorbereitung
5.3. Projektverlauf
6 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit entwickelt einen Leitfaden für die Einführung einer Testautomation in Unternehmen, um die Qualitätssicherung von Softwareprodukten effizienter zu gestalten, indem sie klassische Projektmanagementmethoden mit praxisorientierten Erfahrungen des Autors kombiniert und so eine Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von Tools und die Planung der Projektabläufe bietet.
1.3.2. Tests im Kontext der Qualitätssicherung
Um die vom Kunden geforderte Qualität zu prüfen muss zunächst feststehen, welche Anforderungen an das Produkt gestellt werden. In der Fertigungsindustrie kann dies z.B. die Reißfestigkeit eines Sicherheitsgurtes für ein Auto sein, die sich aus der üblichen Nutzung des Sicherheitsgurtes ergibt. Am Markt ist nur ein Produkt erfolgreich, das den Eigenschaften der üblichen Nutzung entspricht. In diesem Beispiel bedeutet das, dass der Sicherheitsgurt im Falle eines Unfalls den Fahrer vor dem Herausschleudern aus dem Auto schützt. Es wird in Folge dessen definiert, wie viel Belastung ein Sicherheitsgurt aushalten muss. Ob das Produkt diese Eigenschaften aufweist, kann durch einen Produkttest geprüft werden. Die Belastung des Gurtes ist ein Teil der Anforderung. Weitere Anforderungen werden mit folgenden Produkttests nachgewiesen.
Der Tragekomfort könnte eine weitere Eigenschaft sein. Die Produkttests sind die Überprüfungen der Anforderungen durch einen Test. Ein Test ist definiert als ein, nach einer genau durchdachten Methode vorgenommener Versuch bzw. Prüfung zur Feststellung der Eignung, der Eigenschaften, einer Leistung oder einer Person. Dies bedeutet, in dem oben genannten Beispiel, dass definiert wird, dass ein Sicherheitsgurt für ein Auto, zum Beispiel 1 Tonne Gewicht aushalten muss. Wird in einem Produkttest diese Belastung simuliert und der Gurt reißt nicht, ist dessen Eignung für diese definierte Anforderung bewiesen. Reißt der Gurt, ist die Ware fehlerhaft bzw. entspricht nicht dieser Anforderung. Im Positivfall muss die Erfüllung der einen Eigenschaft noch lange nicht bedeuten, dass das gesamte Produkt mangelfrei ist. Ist der Gurt zwar reißfest, wiegt aber über hundert Kilogramm, ist die Anforderung nach einem angemessenen Tragekomfort nicht gegeben. Das bedeutet, dass das Produkt mit der Gesamtheit an Eigenschaften am Markt nicht absetzbar ist.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert das Forschungsinteresse des Autors, definiert relevante Fachbegriffe und grenzt das Thema in den Kontext der Qualitätssicherung und des Projektmanagements ein.
2 Entscheidungsprozess für die Testautomatisierung: Dieses Kapitel beschreibt die notwendigen Vorüberlegungen, wie die Ist-Analyse, die Zieldefinition und die Kosten-Nutzen-Abwägung, bevor eine Testautomation eingeführt wird.
3 Einführung der Testautomation: Dieser Teil widmet sich dem konkreten Projektablauf, von der Vorbereitung und Konzeption über die Spezifikation und Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme und laufenden Wartung.
4 Einsatz der Automatisierungssoftware: Dieses Kapitel vertieft die Anwendung der gewählten Software im Projektalltag unter Berücksichtigung der "Automated Testing Life-Cycle Methodology".
5 Praxisfall: Hier wird der theoretische Leitfaden anhand eines konkreten, mehrjährigen Projekts für einen Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche illustriert und validiert.
6 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die erfolgreiche Anwendung der vorgestellten Methoden und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Testautomatisierung in der Softwareentwicklung.
Testautomation, Qualitätssicherung, Softwareprodukte, Projektmanagement, Testmanagement, Testfall, Testphase, Kosten-Nutzen-Analyse, Amortisationszeit, V-Modell, Prozessorientierung, Regressionstest, Softwareentwicklung, Automatisierungssoftware, Entscheidungsmatrix
Die Diplomarbeit behandelt die strukturierte Einführung von Testautomatisierung zur effizienten Qualitätssicherung von Softwareprodukten, insbesondere um den Testaufwand bei wiederkehrenden Tests zu reduzieren.
Zentrale Themen sind der Entscheidungsprozess für Testautomatisierung, die methodische Projektplanung nach dem "Automated Testing Life-Cycle", die Auswahl von Softwarelösungen sowie die praktische Umsetzung und Wartung automatisierter Tests.
Ziel ist es, einen Leitfaden für zukünftige Projektleiter zu erstellen, der bei der Planung, Auswahl und Einführung einer Testautomation unterstützt und dabei klassische Projektmanagementmethoden mit den Erfahrungen des Autors verknüpft.
Der Autor verwendet eine Kombination aus klassischem Projektmanagement, der "Automated Testing Life-Cycle Methodology" (ATLM) sowie betriebswirtschaftlichen Analysetools wie Kosten-Nutzen-Analysen und Entscheidungsmatrizen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen prozessualen Entscheidungsprozess für das Unternehmen und einen darauf aufbauenden, chronologischen Projektablauf zur Implementierung, inklusive der Analyse von Risiken und Amortisationszeiten.
Wichtige Begriffe sind Testautomation, Qualitätssicherung, Projektmanagement, Testmanagement, Amortisationszeit und Regressionstest.
Er bietet Entscheidungsmethoden wie die gewichtete Entscheidungsmatrix an, um verschiedene Lösungen – wie Komplettlösungen, Erweiterungen oder Eigenentwicklungen – basierend auf spezifischen Anforderungen messbar zu vergleichen.
Der Autor ergänzt die existierende Literatur durch eigene praktische Erfahrungswerte, die insbesondere in einem hektischen Projektumfeld Hilfestellung leisten sollen, wo rein theoretische Vorgehensmodelle oft zu kurz greifen.
Die Risikoanalyse ist essenziell, um frühzeitig mögliche Schwierigkeiten wie Budgetüberschreitungen oder Personalengpässe zu identifizieren und Notfallpläne zu erstellen, die den Projekterfolg absichern.
Die Einführung einer Testautomation sollte nur dann erfolgen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll ist; eine gründliche Vorbereitung und klare Kommunikation der Grenzen des Systems sind dabei entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg.
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