Diplomarbeit, 2010
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Wandel der Familie
2.1 Die Entstehung der modernen Kleinfamilie
2.2 Die Individualisierungsthese von Beck
2.2.1 Wertewandel
2.3 Destabilisierung der traditionellen Kernfamilie
2.3.1 Demographischer Wandel
2.3.2 Pluralisierung der Familienformen
2.4 Wandel des familialen Binnenlebens
2.4.1 Wandel der Geschlechterrollen
2.4.2 Veränderte Erziehungsvorstellungen
2.5 Herausforderungen der Elternschaft und Erziehungsunsicherheit
3 Erziehungskompetenz
3.1 Begriffsdefinition Erziehung
3.1.1 Erziehungsstile
3.2 Elterliche Erziehungskompetenz
3.2.1 Die Fünf Säulen der Erziehung
3.2.1.1 Entwicklungsfördernde Erziehung
3.2.1.2 Entwicklungshemmendes Erziehungsverhalten
4 Elternbildung
4.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
4.2 Rechtliche Grundlagen
4.2.1 UN-Kinderrechtskonvention
4.2.2 Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
4.2.3 Das Kinder- und Jugendhilfegesetz
4.3 Formen der Elternbildung
4.3.1 Informelle Elternbildung
4.3.2 Institutionelle Elternbildung
4.3.3 Mediale Elternbildung
4.4 Kategorisierung
4.5 Aufgaben und Ziele
4.5.1 Prävention durch Elternbildung
4.6 Methoden und Ansatzpunkte
4.7 Teilnehmer von institutionellen Elternbildungsangeboten
4.7.1 Kenntnis und Nutzungsverhalten
4.7.2 Teilnehmermotivation
4.7.3 Teilnehmerproblematik
4.7.3.1 Sprachbarrieren
4.7.3.2 Verhaltensbarrieren
4.7.3.3 Institutionelle Barrieren
4.7.4 Forderungen und Perspektiven
5 Der Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“
5.1.1 Entstehungsgeschichte
5.1.2 Konzeptionelle Grundlagen
5.1.3 Inhalte und Ziele
5.1.3.1 Das Modell der anleitenden Erziehung
5.1.4 Aufbau und Ablauf der Kursabende
5.1.5 Kursleitung
5.1.6 Teilnehmer und Teilnehmermotive
5.1.6.1 Starke Eltern, Starke Kinder – ganz praktisch
6 Evaluation des Elternkurses
6.1 Überblick zum bisherigen Forschungsstand
6.2 Evaluationsstudie von Tschöpe-Scheffler und Niermann
6.2.1 Teilnehmerbefragung
6.2.2 Tiefeninterviews
6.2.3 Kinderbefragung
6.2.4 Zusammenfassende Ergebnisse
6.3 Wirkungsanalyse des Elternkurses von Rauer
6.3.1 Fragebogenuntersuchung der Eltern
6.3.2 Fragebogenuntersuchung der Kinder
6.3.3 Follow-up Erhebung
6.3.4 Interaktionsbeobachtung
6.3.5 Zusammenfassende Ergebnisse
7 Resümee
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen moderner Elternschaft und die damit einhergehende Erziehungsunsicherheit. Das primäre Ziel ist die Analyse des Elternkurses „Starke Eltern – Starke Kinder“ hinsichtlich seiner Eignung, Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen und dabei Unsicherheiten sowie Überforderung zu reduzieren.
2.1 Die Entstehung der modernen Kleinfamilie
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung war während der vorindustriellen Zeit in der Landwirtschaft für die Selbstversorgung tätig, um das eigene Überleben zu sichern. Insbesondere für die Bauern, aber auch für Handwerker, Kaufleute und dem Adel war das sogenannte „ganze Haus“ das am weitesten verbreitete Wirtschafts- und Sozialgebilde. Alle Mitglieder, zu denen neben Blutsverwandte auch nicht verwandte Personen wie Knechte, Mägde oder Gesellen gehörten, waren in das Arbeitsleben eingebunden.
Im „ganzen Hauses“ gab es eine hierarchisch organisierte Sozialstruktur. Der Hausvater war das patriarchalisch-autoritäre Oberhaupt, Kinder und Gesinde bildeten das Ende der Hierarchieabfolge. Jeder war in das Arbeitsleben eingebunden, denn das Familienleben war primär auf die wirtschaftliche Produktion ausgerichtet. Dementsprechend waren die Beziehungen untereinander eher zweckmäßig und durch eine affektive Neutralität gekennzeichnet (vgl. Peuckert 2008, S. 17).
Geheiratet wurde nicht aus Liebe, sondern aus ökonomischen Gründen. Ausschlaggebend für eine Partnerwahl waren der Besitz und die Arbeitsfähigkeit. Auch die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern war eher gefühlsarm. Sie wurden als potentielle Arbeitskräfte angesehen und schon sehr früh in das Arbeitsleben eingegliedert. „Die Erziehung der Kinder () erfolgte – bei geringer Aufmerksamkeit durch die Eltern – auf eine gleichsam ‚natürliche‘ und beiläufige Art, indem diese in die bäuerliche Arbeitswelt () hineinwuchsen“ (Meyer 1992, S. 37).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die steigende Erziehungsunsicherheit, die den Bedarf an Unterstützung durch Angebote wie Elternkurse wachsen lässt.
2 Wandel der Familie: Dieses Kapitel analysiert den historischen Wandel von Familienstrukturen und Werten, der maßgeblich zur heutigen Verunsicherung in Erziehungsfragen beiträgt.
3 Erziehungskompetenz: Es werden Begriffsdefinitionen und das Modell der „Fünf Säulen der Erziehung“ vorgestellt, um Kriterien für eine gelungene und entwicklungsfördernde Erziehung zu definieren.
4 Elternbildung: Das Kapitel bietet einen Überblick über Formen, Methoden und rechtliche Grundlagen der Elternbildung sowie die Problematik des Zugangs für bildungsferne Schichten.
5 Der Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“: Hier werden Entstehung, konzeptionelle Grundlagen, Inhalte und das Modell der anleitenden Erziehung des spezifischen Kurses detailliert dargelegt.
6 Evaluation des Elternkurses: Dieser Teil setzt sich kritisch mit verschiedenen Evaluationsstudien und Wirkungsanalysen auseinander, um die Wirksamkeit des Elternkurses wissenschaftlich einzuordnen.
7 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die den hohen Stellenwert von Elternkursen trotz bestehender Herausforderungen in der Zielgruppenansprache bestätigt.
Elternbildung, Erziehungskompetenz, Starke Eltern - Starke Kinder, Familienwandel, Erziehungsunsicherheit, Prävention, anleitende Erziehung, Erziehungsstile, Kinderschutzbund, Elternkurs, Bildungsbarrieren, Erziehungsalltag, Evaluation, Erziehungshaltung, Familienberatung
Die Arbeit befasst sich mit den wachsenden Anforderungen an die Elternschaft und der daraus resultierenden Unsicherheit im Erziehungsalltag, wobei der Fokus auf unterstützenden Angeboten liegt.
Die zentralen Themen sind der historische Wandel der Familienstrukturen, die Definition von Erziehungskompetenz, die verschiedenen Formen der Elternbildung und eine detaillierte Analyse des Elternkurses „Starke Eltern – Starke Kinder“.
Die Leitfrage untersucht, ob der Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“ Eltern tatsächlich bei der Erziehung unterstützen und Unsicherheiten oder Überforderungen effektiv reduzieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse bestehender Evaluationsstudien und Wirkungsanalysen, um wissenschaftliche Aussagen über die Qualität des Kurses zu treffen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Erziehung und des Familienwandels das Konzept des Kinderschutzbund-Kurses, dessen Methoden und die Ergebnisse wissenschaftlicher Wirksamkeitsprüfungen diskutiert.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Elternbildung, Erziehungskompetenz, präventive Elternarbeit, Familienwandel und Evaluation charakterisieren.
Dieses Modell dient als inhaltliche Orientierungshilfe für Eltern, um zwischen entwicklungsförderndem und entwicklungshemmendem Erziehungsverhalten zu unterscheiden und das eigene Verhalten zu reflektieren.
Der Kurs wurde gewählt, weil er weit verbreitet ist, eine hohe Bekanntheit genießt und bereits mehrfach wissenschaftlich evaluiert wurde, was eine fundierte Analyse ermöglicht.
Die Arbeit identifiziert soziale Barrieren und fordert niedrigschwellige Zugänge, wie wohnortnahe Angebote und eine stärkere Praxisorientierung, um auch benachteiligte Familien zu erreichen.
Die Studien basieren teilweise auf Selbsteinschätzungen der Eltern, was als methodische Einschränkung gewertet wird; daher zieht die Autorin ergänzend Interaktionsbeobachtungen heran, um ein objektiveres Bild zu erhalten.
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