Diplomarbeit, 2004
145 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Strukturwandel innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft
2.1 Veränderungen im Umfeld der Banken
2.1.1 Veränderte Wettbewerbs- und Produktstrukturen
2.1.2 Europäisierung und Globalisierung
2.1.3 Veränderte Kundenbedürfnisse
2.1.4 Technischer Fortschritt
2.2 Management des Wandels
3 Veränderter Qualifikationsbedarf der Banken
3.1 Quantitativer Personalbedarf
3.2 Qualitativer Personalbedarf
3.3 Qualitative Anforderungen in der Praxis
3.4 Ausblick
4 Schlüsselqualifikationen
4.1 Terminologische Vorbemerkungen
4.2 Historie der Schlüsselqualifikationen
4.2.1 Historische Vorläufer
4.2.2 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen (nach D. Mertens)
4.3 Zur heutigen Einordnung von Schlüsselqualifikationen
4.3.1 Zum Begriff der Schlüsselqualifikationen
4.3.2 Die Fachkompetenz als Basis
4.3.3 Die Methodenkompetenz als Schlüsselqualifikation
4.3.4 Die Sozialkompetenz als Schlüsselqualifikation
4.3.5 Die Mitwirkungskompetenz als Schlüsselqualifikation
4.4 Die Rolle von Schlüsselqualifikationen in der Praxis der Bankmitarbeiter
4.4.1 Auswirkungen auf den einzelnen Bankmitarbeiter
4.4.2 Mitarbeitergruppenbezogene Änderungen
4.4.3 Die besondere Rolle der Führungskraft
5 Employability
5.1 Zum Begriff der Employability
5.2 Zusammenhang zwischen Schlüsselqualifikationen und Employability
5.3 Berücksichtigung des Wertewandels bei Mitarbeitern
5.3.1 Trend zur Selbst-GmbH
5.3.2 Kritik an die Arbeitsanforderungen im Wandel
5.4 Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit in Banken
6 Personalentwicklung als Unternehmensstrategie der Qualitätssicherung in Banken
6.1 Veränderungen in der betrieblichen Weiterbildung der Banken
6.2 Kritik an der betrieblichen Weiterbildung
6.3 Maßnahmen zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in Banken
6.3.1 Feststellung des Qualifizierungsbedarfs der Bankmitarbeiter
6.3.2 Ausgewählte Maßnahmen zur Vermittlung von Schlüssel-qualifikationen
6.4 Zukünftige Entwicklung der Qualifizierung von Bankmitarbeitern
7 Expertenbefragung
7.1 Anspruch und Gestaltung der Befragung
7.2 Untersuchungsfragen und statistische Auswertung
7.2.1 Allgemeine Untersuchungsfragen
7.2.2 Untersuchungsfragen zu Schlüsselqualifikationen
7.2.3 Untersuchungsfragen zu Employability
7.2.4 Zusammenfassung
8 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Bedeutung die Begriffe „Schlüsselqualifikationen“ und „Employability“ in der deutschen Kreditwirtschaft haben und wie sie zur Anpassung an veränderte Marktbedingungen beitragen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Banken ihre Personalentwicklung gestalten müssen, um die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter langfristig zu sichern.
4.2.2 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen (nach D. Mertens)
Der Begriff der „Schlüsselqualifikationen“ wurde in den Jahren 1973 und 1974 durch den damaligen Leiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, Dieter Mertens, in die Bildungsdiskussion eingebracht. Ausgehend von der Beobachtung, dass Spezialwissen rasch veraltet, vertrat Mertens die Hypothese von der schnellen Entwertung konkreten Fachwissens und damit vom raschen Veralten von Qualifikationen. Mertens schlug vor, dass die Flexibilität der Auszubildenden dadurch gesichert werden sollte, indem die Vermittlung von Faktenwissen reduziert wird und stattdessen so genannte „Schlüsselqualifikationen“ Teil der Ausbildung werden.
Schlüsselqualifikationen sollten aus der Sicht von Mertens in der Gesellschaft mit wachsender Komplexität der gesellschaftlichen und technisch-wirtschaftlichen Entwicklung zunehmend bedeutsam werden. „Schlüsselqualifikationen sind demnach solche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche nicht unmittelbaren und begrenzten Bezug zu bestimmten, disparaten praktischen Tätigkeiten erbringen, sondern vielmehr
a) die Eignung für eine große Zahl von Positionen und Funktionen als alternative Optionen zum gleichen Zeitpunkt, und
b) die Eignung für die Bewältigung einer Sequenz von (meist unvorhersehbaren) Änderungen von Anforderungen im Laufe des Lebens.“
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Schlüsselqualifikationen und Employability in der deutschen Kreditwirtschaft dar und führt in die Problematik des Strukturwandels ein.
2 Strukturwandel innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft: Das Kapitel analysiert die aktuellen Herausforderungen wie Deregulierung, Globalisierung, technischer Fortschritt und verändertes Kundenverhalten, die den Bankensektor unter Druck setzen.
3 Veränderter Qualifikationsbedarf der Banken: Hier werden die quantitativen und qualitativen Auswirkungen des Strukturwandels auf das Anforderungsprofil von Bankmitarbeitern untersucht.
4 Schlüsselqualifikationen: Dieses zentrale Kapitel definiert Schlüsselqualifikationen, erläutert deren Historie, stellt das Konzept von Mertens vor und beschreibt die verschiedenen Kompetenzkategorien.
5 Employability: Hier wird das Konzept der Beschäftigungsfähigkeit erläutert, der Zusammenhang zu Schlüsselqualifikationen hergestellt und die Bedeutung des Wertewandels für Mitarbeiter thematisiert.
6 Personalentwicklung als Unternehmensstrategie der Qualitätssicherung in Banken: Dieses Kapitel betrachtet die Personalentwicklung als strategisches Instrument, um durch gezielte Maßnahmen und Weiterbildung die Zukunftsfähigkeit der Bank zu sichern.
7 Expertenbefragung: Die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter Personalverantwortlichen zur Relevanz und praktischen Umsetzung von Schlüsselqualifikationen und Employability werden hier präsentiert.
8 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Schlüsselqualifikationen als Brücke dienen, um die Kluft zwischen bestehendem und notwendigem Qualifikationsniveau im Bankwesen zu überwinden.
Schlüsselqualifikationen, Employability, deutsche Kreditwirtschaft, Personalentwicklung, Strukturwandel, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Mitwirkungskompetenz, Beschäftigungsfähigkeit, Bankmitarbeiter, Weiterbildung, Handlungskompetenz, Qualifizierungsstrategie, Online-Befragung.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von „Schlüsselqualifikationen“ und „Employability“ für Bankmitarbeiter in Deutschland angesichts eines tiefgreifenden Strukturwandels.
Die Arbeit deckt Themen wie den technologischen Wandel in Banken, veränderte Qualifikationsanforderungen, Konzepte zur Personalentwicklung und die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit ab.
Das Ziel ist es, den notwendigen Kompetenzwandel im Bankensektor zu analysieren und aufzuzeigen, wie Banken durch gezielte Personalentwicklung ihre Zukunftsfähigkeit sichern können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer qualitativen Expertenbefragung von Personalverantwortlichen im Bankensektor.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Strukturwandels, die Erläuterung der Schlüsselqualifikationen, die theoretische Einbettung der Employability sowie die Vorstellung von Strategien der Personalentwicklung.
Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Schlüsselqualifikationen, Employability, Personalentwicklung und Strukturwandel definieren.
Fachkompetenz bezieht sich auf konkretes, schnell veraltendes Spezialwissen, während Methodenkompetenz die Fähigkeit beschreibt, Wissen flexibel und situativ zur Problemlösung einzusetzen.
Es ist ein innovatives Instrument der Deutschen Bank, das verschiedene Facetten beruflicher Neuorientierung unter einem Dach vereint, um Mitarbeitern Perspektiven innerhalb oder außerhalb des Konzerns zu bieten.
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