Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Einleitung
1. Preußen bis zum politischen Umschwung 1795
1.1 Preußen im Ersten Koalitionskrieg und die Zerschlagung Polens
1.2 Der Basler Sonderfriede 1795 und seine Folgen
2. Der Norddeutsche Neutralitätsverband
2.1 Die Anfänge der „Ruhe des Nordens“
2.2 Der Schutz der Demarkationslinie
2.3 Die erste Besetzung Hannovers durch Preußen 1801
3. Das Ende der „Ruhe des Nordens“ und des Alten Reiches 1806
Schlussbetrachtung
Diese Arbeit analysiert die preußische Außenpolitik im Zeitraum von 1791 bis 1806, mit besonderem Fokus auf den Basler Sonderfrieden von 1795 und die Gründung des Norddeutschen Neutralitätsverbandes. Im Zentrum steht die kritische Untersuchung der Frage, ob die von Berlin gewählte Politik der Neutralität als strategischer Fehler zu bewerten ist, der letztlich in die außenpolitische Isolation und die Niederlage bei Jena und Auerstedt mündete.
Der Basler Sonderfriede 1795 und seine Folgen
Erst sein Onkel Prinz Heinrich schaffte es, Friedrich Wilhelm II. zum Verlassen der Koalition zu bewegen. Dieser sah in seinem Zugeständnis plötzlich die Möglichkeit, sich als Friedensbringer für das Reich zu profilieren und damit die Position Preußens im Reich und vor allem gegenüber Österreich zu stärken. Der König dachte vor allem an einen allgemeinen statt an einen Separatfrieden. Die Trennung vom Reich widersprach seinem Ehrgefühl. Letztendlich musste er sich doch dem inneren Druck beugen. Für die Friedensverhandlungen beorderte Friedrich Wilhelm II. im Herbst 1794 den Grafen von der Goltz nach Basel. Paris verfolgte bei den Verhandlungen mit Preußen und Österreich, das sich ebenso versuchte Frankreich anzunähern, zwei Ziele. Zum einen sollte mit einem von beiden zumindest ein Separatfrieden und zum anderen im besten Fall eine Koalition geschlossen werden. Paris versuchte dabei, den preußisch-österreichischen Dualismus für sich zu nutzen.
Aber die Verhandlungen in Basel kamen recht schnell ins Stocken. Preußen, dem Frankreich einen Diktatfrieden aufzuzwingen versuchte, konnte nach der Niederschlagung des polnischen Aufstandes seine Verhandlungsposition stetig verbessern. Nachdem aus London am 10. Februar 1795 erneut das Angebot kam, Subsidien zu zahlen, was bei Annahme bedeutet hätte, dass die Hohenzollern ihr Engagement in der Koalition wieder verstärkten, nutzte Preußen dies, um den Druck auf Frankreich zu verstärken. Insgeheim war in Berlin aber niemand daran interessiert, die britischen Subsidien anzunehmen. Der neue preußische Unterhändler in Basel Karl August von Hardenberg – Goltz war inzwischen verstorben – erhielt die Anweisung ohne Rücksicht auf das Reich zu verhandeln. Berlin war dafür sogar bereit, das linke Rheinufer an die Franzosen abzutreten.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Französischen Revolution auf das Heilige Römische Reich und den preußisch-österreichischen Dualismus als zentrales Spannungsfeld.
1. Preußen bis zum politischen Umschwung 1795: Dieses Kapitel behandelt den Ersten Koalitionskrieg, die preußischen Ambitionen in Polen und die diplomatischen Hintergründe, die zum Separatfrieden von Basel führten.
2. Der Norddeutsche Neutralitätsverband: Hier werden die Etablierung, die militärische Sicherung der Demarkationslinie sowie die wiederholte Besetzung Hannovers durch Preußen und die daraus resultierenden Konflikte analysiert.
3. Das Ende der „Ruhe des Nordens“ und des Alten Reiches 1806: Das Abschlusskapitel beleuchtet den fortschreitenden Zerfall der Neutralitätspolitik bis hin zur verheerenden Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt sowie dem Ende des Alten Reiches.
Schlussbetrachtung: Ein abschließendes Urteil, das die preußische Politik der Jahre 1791–1806 zwischen dem Wunsch nach Frieden und der Realität machtpolitischer Isolation reflektiert.
Preußen, Basler Sonderfriede, Norddeutscher Neutralitätsverband, Demarkationslinie, Französische Revolution, Erster Koalitionskrieg, Außenpolitik, Neutralitätspolitik, Hannover-Frage, Friedrich Wilhelm II., Friedrich Wilhelm III., Heiliges Römisches Reich, Jena und Auerstedt, Polen-Frage, Diplomatie.
Die Arbeit befasst sich mit der preußischen Außenpolitik gegenüber dem revolutionären Frankreich und den Auswirkungen auf das Alte Reich im Zeitraum zwischen 1791 und 1806.
Zentrale Themen sind der Basler Sonderfriede von 1795, die Bildung des Norddeutschen Neutralitätsverbandes, die Sicherung der Demarkationslinie und das komplizierte Verhältnis zu Hannover.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Fragestellung, ob die preußische Neutralitätspolitik dieser Jahre ein politischer Fehler war oder eine rationale Reaktion auf die damalige geopolitische Lage.
Die Arbeit nutzt die historisch-analytische Methode, basierend auf einer Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Diplomatiegeschichten und historiographischer Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert chronologisch den Weg Preußens aus der Koalition, die Herausforderungen der „Ruhe des Nordens“ und das Scheitern der Neutralität im Vorfeld der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Preußen, Neutralitätspolitik, Basler Friede und die Rolle des Alten Reiches in der napoleonischen Ära bestimmt.
Die Schwierigkeit lag in der Personalunion Hannovers mit Großbritannien; dies machte Hannover zum Zankapfel und zur ständigen Quelle außenpolitischer Spannungen für Preußen.
Obwohl er Preußen kurzfristig Frieden und finanzielle Konsolidierung brachte, führte er langfristig in die Isolation und den Vertrauensverlust bei anderen europäischen Mächten.
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