Bachelorarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,3
A Einleitung
B Bilanzierung von Bewertungseinheiten
1. Begriff der Bewertungseinheit
2. Formen von Bewertungseinheiten
3. Voraussetzungen für die Bildung einer Bewertungseinheit
3.1 Zulässige Grundgeschäfte
3.2 Zulässige Sicherungsinstrumente
3.3 Vergleichbare Risiken von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft
3.4 Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung
3.5 Durchhalteabsicht
3.6 Dokumentation
4. Rechtsfolgen einer gebildeten Bewertungseinheit
5. Bilanzielle Abbildung von Bewertungseinheiten
6. Berichtspflichten und Anhangsangaben
7. Steuerliche Auswirkungen
C Würdigung des § 254 HGB anhand dessen Zielsetzung
1. Stärkung der Informationsfunktion
2. Wahrung der Ausschüttungsbemessungsfunktion
3. Wahrung der Steuerbemessungsfunktion
D Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die durch das BilMoG eingeführte gesetzliche Normierung der Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die Neuregelung die Zielsetzungen des Gesetzgebers – insbesondere die Stärkung der Informationsfunktion des Jahresabschlusses bei gleichzeitiger Wahrung von Ausschüttungs- und Steuerbemessungsfunktionen – unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erfüllen kann.
3.1 Zulässige Grundgeschäfte
Als Grundgeschäfte können nach § 254 Satz 1 Halbsatz 1 HGB Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen in eine Bewertungseinheit einbezogen werden. Da der Wortlaut des § 254 HGB in dieser Hinsicht nicht einschränkend ist, kommen neben Grundgeschäften finanzieller Art (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) auch solche nicht-finanzieller Art (z.B. Rohstoffe, halbfertige oder fertige Erzeugnisse) in Betracht. Ob eine Position in vollem Umfang oder aber nur teilweise abgesichert wird, bleibt dabei dem Bilanzierenden überlassen. Eine wert- oder zeitmäßige Begrenzung wäre hier nicht sachgerecht.
Allen Grundgeschäften gemeinsam ist, dass sie risikobehaftet sein müssen, da sie „vergleichbaren Risiken“ die Sicherungsinstrumente unterliegen müssen. Welche Risiken damit gemeint sind, ergibt sich aus der Norm nicht. Der Gesetzgeber führt hier jedoch beispielhaft Zins-, Währungs-, Ausfall- oder Preisänderungsrisiken an. Im Schrifttum wird teilweise die Ansicht vertreten, geeignet seien Grundgeschäfte, welche „akut ausfallgefährdet“ sind. Dem kann so pauschal jedoch nicht gefolgt werden. Da § 254 HGB die Art der sicherbaren Risiken nicht beschränkt, ist gerade auch die Absicherung eines möglichen Ausfallrisikos vom Bereich der Norm erfasst.
A Einleitung: Einführung in die Modernisierung des deutschen Bilanzrechts durch das BilMoG und die Zielsetzung der Normierung der Bewertungseinheiten in § 254 HGB.
B Bilanzierung von Bewertungseinheiten: Detaillierte Darstellung der Begriffe, Formen und Voraussetzungen sowie der bilanziellen, dokumentarischen und steuerlichen Behandlung von Bewertungseinheiten.
C Würdigung des § 254 HGB anhand dessen Zielsetzung: Kritische Analyse der neuen Regelung im Hinblick auf die Stärkung der Informationsfunktion sowie die Wahrung der Ausschüttungs- und Steuerbemessung.
D Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur Erreichung der gesetzgeberischen Ziele und Reflexion über verbleibende bilanzpolitische Spielräume.
BilMoG, Bewertungseinheit, § 254 HGB, Hedge Accounting, Handelsrecht, Jahresabschluss, Grundgeschäft, Sicherungsinstrument, Informationsfunktion, Ausschüttungsbemessungsfunktion, Steuerbemessungsfunktion, antizipative Bewertungseinheit, Risikomanagement, Wirksamkeitsmessung.
Die Arbeit behandelt die Kodifizierung von Bewertungseinheiten im deutschen Handelsrecht durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), konkret gemäß § 254 HGB.
Die zentralen Themen sind die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten, die bilanziellen Abbildungsmethoden, die Dokumentationspflichten sowie eine kritische Würdigung des § 254 HGB.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Neuregelung die gesetzgeberischen Ziele – insbesondere die Stärkung der Informationskraft des Jahresabschlusses – erreicht, ohne dabei grundlegende Prinzipien wie den Gläubigerschutz zu untergraben.
Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische Analyse unter Berücksichtigung von Gesetzestexten, Gesetzesbegründungen (Bundestagsdrucksachen) sowie aktueller Fachliteratur und Bilanzierungspraxis.
Im Hauptteil werden die Tatbestandsmerkmale des § 254 HGB konkretisiert, die Formen von Micro- und Macro-Hedges diskutiert und die Wirksamkeitsmessung von Sicherungsbeziehungen kritisch beleuchtet.
Schlüsselwörter sind u.a. BilMoG, Bewertungseinheit, § 254 HGB, Hedge Accounting, Informationsfunktion und Risikomanagement.
Die Arbeit diskutiert die Abgrenzung dieser Formen anhand der im Schrifttum existierenden unterschiedlichen Auffassungen, wobei Micro-Hedges die Absicherung einzelner Grundgeschäfte und Macro-Hedges die Absicherung von Portfolios oder Gruppen betreffen.
Die Durchhalteabsicht ist essentiell, da eine Sicherungsbeziehung grundsätzlich bis zur Erreichung ihres Zwecks, also bis zur Fälligkeit der betroffenen Instrumente, aufrechterhalten werden muss.
Die Kritik entzündet sich an der Tatsache, dass durch die Einbeziehung von noch nicht kontrahierten Geschäften bilanzpolitische Spielräume entstehen könnten, die das Vorsichtsprinzip schwächen könnten.
Das BilMoG führt dazu, dass die handelsrechtlichen Ergebnisse der Bewertungseinheiten über § 5 Abs. 1a EStG auch für die steuerliche Gewinnermittlung maßgeblich werden, was das Auseinanderdriften von Handels- und Steuerbilanz adressiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

