Bachelorarbeit, 2010
35 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Philosophieren mit Kindern
2.1 Verschiedene Ansätze
2.1.1 Philosophie für Kinder
2.1.2 Mit Kindern philosophieren
2.1.3 Sich im Denken orientieren
2.1.4 Nachdenken mit Kindern
2.2 Philosophieren mit Kindern und Entwicklungspsychologie
3 Philosophieren mit Kindern in der Grundschule
3.1 Philosophieren als eigenständiges Fach oder als Unterrichtsprinzip
3.2 Philosophieren im Sachunterricht
4 Merkmale philosophischer Gespräche
4.1 Vorraussetzungen philosophischer Gespräche
4.2 Veränderte Lehrerrolle
5 Umsetzung in der Schule anhand des Beispiels Glück
5.1 Glück als Unterrichtsgegenstand
5.2 Glück in den verschiedenen Ansätzen zum Philosophieren mit Kindern
5.3 Bilderbücher als geeignete Vorlage
5.4 Bilderbuch „Herr Jasper sucht das Glück/ Frau Kühnlein sucht das Glück“
5.4.1 Begründung des Einsatzes dieses Bilderbuches
5.4.2 Didaktisches Potenzial des Bilderbuches
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die praktische Umsetzung des Philosophierens mit Kindern im Grundschulunterricht, wobei insbesondere der Sachunterricht als idealer Rahmen für solche Dialoge identifiziert wird. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch offene philosophische Gespräche, die nicht auf ein fertiges Ergebnis zielen, die Denkpotenziale von Kindern gefördert und die Schulkultur bereichert werden kann.
5.4 Bilderbuch „Herr Jasper sucht das Glück/ Frau Kühnlein sucht das Glück“
Das ausgesuchte Bilderbuch „Herr Jasper sucht das Glück/ Frau Kühnlein sucht das Glück“ von Katja Reider und Jutta Bücker besteht aus zwei Geschichten, die in der Mitte des Buches zu einer verknüpft werden. Dadurch kann der Leser selbst entscheiden, ob mit der Geschichte des Herrn Jasper oder mit der von Frau Kühnlein begonnen wird. Beide Hauptfiguren sind Hunde, die glauben, das Glück verloren zu haben. Herr Jasper denkt, seine Putzfrau hat versehentlich das Glück zerbrochen und es liegt deswegen jetzt im Müll. Frau Kühnlein vermutet, sie habe das Glück unbeabsichtigt in die Altkleidersammlung gegeben. Deswegen machen sich beide Hunde auf die Suche nach dem Glück. So liest Herr Jasper z. B. in seinem Horoskop, dass er eine Glückssträhne hat. Vor dem Spiegel fragt er sich, wie diese wohl aussehe und welche Farbe sie hat. Da er die Strähne nicht finden kann, geht er zum Friseur. Dieser färbt ihm das Fell blond und versichert Herrn Jasper, das Glück säße unter der Motorhaube eines schnellen Wagens. Also mietet sich Herr Jasper einen Sportwagen und lässt die Motorhaube offen, damit das Glück Luft bekommt. Leider sieht er deswegen schlecht und fährt den Wagen gegen eine Wand. Enttäuscht vom Glück geht Herr Jasper davon und will mit dem Glück nichts mehr zu tun haben.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Skepsis gegenüber der philosophischen Kompetenz von Kindern ein und begründet das aktuelle Interesse an diesem Konzept als Antwort auf eine zunehmend komplexere Welt.
2 Philosophieren mit Kindern: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Ansätzen, wie der „Philosophie für Kinder“ (Lipman), dem „Mit Kindern philosophieren“ (Matthews), dem „Sich im Denken orientieren“ (Martens) und dem „Nachdenken mit Kindern“ (Michalik/Schreier), und beleuchtet deren Bezug zur Entwicklungspsychologie.
3 Philosophieren mit Kindern in der Grundschule: Der Fokus liegt hier auf dem Diskurs, ob Philosophieren als eigenes Fach oder als Unterrichtsprinzip fungieren sollte, wobei das Prinzip, insbesondere im Sachunterricht, als Mittel zur Enttrivialisierung des Unterrichts favorisiert wird.
4 Merkmale philosophischer Gespräche: Hier werden notwendige Rahmenbedingungen für philosophische Dialoge definiert, wie etwa eine angstfreie Atmosphäre („benotungsfreie Zone“) und die Umgestaltung der traditionellen Lehrerrolle hin zu einer gleichberechtigten Partnerschaft im Denkprozess.
5 Umsetzung in der Schule anhand des Beispiels Glück: Dieses Kapitel zeigt exemplarisch auf, wie das Thema „Glück“ philosophisch im Unterricht bearbeitet werden kann, wobei das Bilderbuch als Medium dient, um Kinder zum eigenständigen Hinterfragen und Argumentieren anzuregen.
6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass philosophische Gespräche die Kommunikationsfähigkeit und Identitätsbildung der Schüler fördern, sofern Lehrkräfte ihre Rolle als Wissensautoritäten zugunsten eines offenen, ergebnisoffenen Dialogs ablegen.
Philosophieren mit Kindern, Sachunterricht, Grundschule, philosophisches Gespräch, Nachdenken mit Kindern, Enttrivialisierung, vielperspektivischer Ansatz, Bilderbuch, Gesprächskompetenz, Lehrerrolle, Glück, Didaktik, Reflexionsvermögen, Argumentieren, Schülerpartizipation.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Konzeption des Philosophierens mit Kindern in der Grundschule auseinander und untersucht, wie dieses Feld sinnvoll in den Unterricht, besonders in den Sachunterricht, integriert werden kann.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Ansätze der Kinderphilosophie, der Bezug zur Entwicklungspsychologie, die didaktische Einordnung (Fach vs. Prinzip) sowie die Gestaltung philosophischer Gespräche.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, was das Philosophieren mit Kindern ausmacht und wie es konkret unterrichtsmethodisch umgesetzt werden kann, um Denkprozesse bei Grundschülern anzuregen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur und didaktischer Konzepte, die durch eine exemplarische Fallstudie anhand des Themas „Glück“ illustriert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Ansätze, eine Diskussion zur Umsetzung in der Grundschule sowie eine detaillierte methodische Anleitung zur Arbeit mit dem Bilderbuch „Herr Jasper sucht das Glück/ Frau Kühnlein sucht das Glück“.
Philosophieren, Grundschule, Sachunterricht, philosophisches Gespräch, Nachdenken, didaktisches Potenzial und Enttrivialisierung sind die prägenden Begriffe.
Weil der Sachunterricht dazu prädestiniert ist, komplexe Lebenswelten zu erschließen und die Vielschichtigkeit der Welt abzubilden, anstatt sie als restlos geklärt darzustellen.
Bilderbücher dienen als niedrigschwelliger, anschaulicher Impulsgeber für philosophische Gespräche, die es den Kindern ermöglichen, über Identifikationsfiguren eigene Fragen und Gedanken zu entwickeln, ohne von einer vorgegebenen moralischen Lehre belehrt zu werden.
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