Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Arbeitslosigkeit
2.1. Formen der Arbeitslosigkeit
2.2. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit
2.3. Besonderheiten der strukturellen Arbeitslosigkeit
3. Hartz I – IV -- Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt
3.1. Hartz I
3.1.1. Arbeitnehmerschutzbestimmungen werden bei der Zeitarbeit gelockert
3.1.2. Zumutbarkeitskriterien werden gelockert und Arbeitslose müssen sich eher arbeitslos melden
3.1.3. Ältere Arbeitnehmer über 52 können leichter befristet eingestellt werden
3.2. Hartz II
3.2.1. Die Minijobs
3.2.2. Midijobs von 401 € bis 800 € Gleitzone
3.2.3. Die Ich-AG
3.3. Hartz III
3.3.1. Umbau der Bundesanstalt für Arbeit zur Bundesagentur für Arbeit
3.3.2. Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
3.3.3. Änderungen bei der Voraussetzung für den Erhalt von Arbeitslosengeld
3.3.4. Eingliederungszuschüsse werden zusammengefasst
3.4. Hartz IV - Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe
4. Folgen für Arbeitslose in Deutschland
4.1. Atypische Beschäftigungen
4.1.1. Zeitarbeit
4.1.2. Geringfügige Beschäftigung
4.2. Das Lohnniveau
4.2.1. Der Mindestlohn
4.2.2. Der Kombilohn
4.3. Problemgruppen
4.3.1. Alleinerziehende Mütter und Väter
4.3.2. Schwerbehinderte
4.3.3. Ältere Arbeitslose
4.4. Verteilungssicherung
4.5. Maßnahmen der BA: wer bekommt was?
5. Fazit
Die Arbeit analysiert die Hintergründe, Rahmenbedingungen und Folgen der Hartz-Arbeitsmarktreformen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung globaler wirtschaftlicher Herausforderungen und der Auswirkungen auf betroffene Personengruppen.
3.1.1. Arbeitnehmerschutzbestimmungen werden bei der Zeitarbeit gelockert
Das Kerngeschäft der Zeitarbeit ist, dass jeden Tag tausende Mitarbeiter aus unterschiedlichen Qualifikationen und Nationalitäten eingestellt und entlassen werden. Zu den Aufgaben der Zeitarbeitsunternehmen gehört es, Mitarbeiter zu qualifizieren und sie dann an die Kunden zu vermitteln. Dort werden sie in der Regel eingestellt um Arbeitsspitzen zu überbrücken. Sie sind von der Zeitarbeitsfirma angestellt und werden an die entsprechende Firma „ausgeliehen“. Dafür bekommen die dann in der Regel auch nicht den Tariflohn.
Hilfreich ist die Zeitarbeit in der Hinsicht, dass durch sie die Beschäftigungsquote erhöht werden kann, das Betriebe vielfach keine Mitarbeiter einstellen aus Furcht davor, sie nicht mehr kündigen zu können. So bietet die Zeitarbeit die Möglichkeit der Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, da Arbeitskräfte eben auf Abruf zur Verfügung stehen, aber nicht auf Dauer gehalten werden müssen. Willem G.M. Plessen und Reinhold Henseler schreiben zu dieser Wirkung: „In den Niederlanden, die im EU-Vergleich über den quantitativen und qualitativ am weitesten entwickelten Zeitarbeitsmarkt verfügen, lag die Penetrationsquote 2001 bei 4,5 %“28. Die Regierung will also das Beschäftigungsziel deutlich erhöhen. In Dänemark und den Niederlanden gibt es eine sehr hohe Erwerbstätigkeit, die eben auf die Zeitarbeit zurückgeführt wird. In Deutschland hat bis dato die Zeitarbeit eine „…niedrige Marktbedeutung…“29.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe, die zur Notwendigkeit der Hartz-Reformen führten, und ordnet diese in den Kontext der Globalisierung ein.
2. Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel definiert verschiedene Formen der Arbeitslosigkeit und illustriert deren historische Entwicklung in Deutschland anhand von Statistiken.
3. Hartz I – IV -- Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: Das zentrale Kapitel erläutert detailliert die gesetzlichen Änderungen der vier Hartz-Reformstufen, von der Zeitarbeit über Ich-AGs bis zur Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.
4. Folgen für Arbeitslose in Deutschland: Hier werden die Auswirkungen der Reformen auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse, das Lohnniveau, spezifische Problemgruppen und die Verteilungssicherung analysiert.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die ökonomischen Ergebnisse der Reformen und stellt diese dem sozialen Preis der Reformmaßnahmen gegenüber.
Hartz-Gesetze, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktreform, Zeitarbeit, Agenda 2010, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Beschäftigungsquote, Niedriglohnsektor, Langzeitarbeitslosigkeit, Kombilohn, Personengruppen, Sanktionen, Sozialsystem, Globalisierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Hartz-Reformen der deutschen Bundesregierung und deren Einfluss auf den Arbeitsmarkt sowie die betroffenen Menschen.
Die zentralen Felder sind die strukturelle Arbeitslosigkeit, die gesetzliche Neuausrichtung des Arbeitsmarktes (Hartz I-IV) und die daraus resultierenden sozialen sowie ökonomischen Folgen für verschiedene gesellschaftliche Gruppen.
Das Ziel ist es, die Hintergründe der Reformen zu durchleuchten und zu analysieren, ob und wie die Maßnahmen der Agenda 2010 die Arbeitslosigkeit in Deutschland beeinflusst haben.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Arbeitsmarktstatistiken basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Hartz-Gesetze (I-IV) und die kritische Auseinandersetzung mit deren Folgen, wie etwa dem Ausbau atypischer Beschäftigungsformen und der Belastung spezifischer Problemgruppen.
Die wichtigsten Begriffe sind Hartz-Gesetze, Arbeitslosigkeit, Agenda 2010, Arbeitsmarktreform, Zeitarbeit, Kombilohn und Sozialhilfe.
Der Autor stellt eine Ambivalenz fest: Einerseits dient Zeitarbeit als Brücke in den Arbeitsmarkt, andererseits zeigt die Arbeit Missbrauchsfälle auf, bei denen Zeitarbeit zur Kostenoptimierung zulasten der Arbeitnehmer eingesetzt wird.
Die Arbeit zeigt, dass lang anhaltende Arbeitslosigkeit die Chancen auf eine Wiedereingliederung verringert und dass die Reformen den Druck auf Arbeitslose massiv erhöht haben, was oft in prekäre Beschäftigungsverhältnisse führt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Alleinerziehende aufgrund fehlender Kinderbetreuung und der Anrechnung von Einkommen innerhalb der Bedarfsgemeinschaft zu den Verlierern der Reformen zählen können.
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