Magisterarbeit, 2010
163 Seiten, Note: 1.0
E Einleitung
1. Einleitende Worte
2. Geltungsbereich
3. Anleitung, diese Arbeit zu lesen
T Theorie
1. Wissenstypen und Wissenstransfer
1.1. Wissenstypen
1.1.1. Explizites vs. implizites Wissen
1.1.2. Kanonisches vs. äquivokes Wissen
1.2. Wissenstransfer
1.2.1. Wissenstransfermechanismen
1.2.2. Barrieren
2. Mediennutzung
2.1. Media-Richness-Theory
3. Kulturelle Eigenschaften
3.1. Was ist Kultur?
3.2. Analyse und Operationalisierung kultureller Unterschiede
Machtdistanz zum Vorgesetzten
Individualität vs. Kollektivität
Polychromes vs. Monochromes Zeitverständnis
Hohe vs. Niedrige Kontextorientierung
Harmoniebedürftigkeit
Kommunikations-Empfangsgewohnheiten
3.3. Zusammenfassung: Kulturelle Unterschiede von deutscher und indischer Kultur
4. Zusammenfassung
Z Zielstellung und Fragenstellungen bzw. Forschungsfragen
1. Zielstellung
2. Fragenstellungen
2.1. Welche Typen von Wissen werden in Projekten zwischen Deutschland und Indien ausgetauscht?
2.2. Welche Medien werden in welchem Ausmaß verwendet?
2.3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz verschiedener Medientypen und der Wissenscharakteristika?
2.4. Inwieweit wird die Mediennutzung von kulturellen Eigenschaften (in dem Zusammenhang: Unterschiede) beeinflusst?
2.5. Wie werden Medien von Deutschen und Indern genutzt, die jeweils im selben Projekt beteiligt miteinander/untereinander kommunizieren?
M Methode
0. Triangulation
1. Online-Fragebogen (FF1 bis FF4)
1.1. Untersuchungsplan
1.2. Operationalisierung der unabhängigen Variable Mediennutzung
1.3. Hypothesenableitung
1.4. Gestaltung des Fragebogens
1.5. Design und Untersuchungsgruppe
2. Persönliche Interviews (FF5)
2.1. Leitfaden
2.2. Durchführung
A Ergebnisse und Auswertungen
1. Onlinefragebogen
1.1. Forschungsfrage 1 (deskriptive Analysen)
1.1.1. Zusammenfassung
1.2. Forschungsfrage 2 (deskriptive Analysen)
1.2.1. Projektstart
1.2.2. Während des Projektes
1.2.3. Erwartungen
1.2.4. Privatleben
1.2.5. Zusammenfassung
1.3. Forschungsfrage 3 (Hypothesenanalyse)
1.3.1. Häufigkeitsdarstellungen
1.3.2. Hypothesenauswertung
1.3.3. Auswertung und Vergleich
1.3.4. Grafische Darstellungen
1.3.5. Zusammenfassung
1.4. Forschungsfrage 4 (explorative Datenanalyse)
1.4.1. Zusammenfassung
1.4.2. Kulturelle Eigenschaften der Deutschen und Inder
2. Forschungsfrage 5 (Interviews)
2.1. Zusammenfassung
D Diskussion
1. Zusammenführung und Interpretation der Ergebnisse
1.1. Projektkommunikation zwischen Deutschen und Indern
1.2. Medieneinsatz bei verschiedenen Wissenstypen
1.3. Kulturelle Unterschiede von Indern und Deutschen
2. Schlussfolgerung – Interkulturelle Anwendbarkeit der Media-Richness-Theory
3. Handlungsableitungen zur Kommunikationsverbesserung
4. Offene Fragestellungen
Diese Arbeit untersucht das Kommunikationsverhalten in deutsch-indischen IT-Kooperationsprojekten. Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen der tatsächlichen Mediennutzung und den Erwartungen der Partner zu identifizieren, den Einfluss kultureller Unterschiede auf diese Prozesse zu analysieren und Handlungsempfehlungen für eine effizientere interkulturelle Kommunikation abzuleiten.
1. Einleitende Worte
Wachstum gilt nach wie vor als wichtiger Treiber für Unternehmen und deren Erfolg – das gilt für indische wie auch für deutsche Unternehmen. So haben in den vergangenen Jahren unzählige deutsche und indische Organisationen vermehrt den Weg zueinander gesucht. Grund dafür sind nicht zuletzt auf der einen Seite ein indisches Wirtschaftswachstum von 7,07 Prozent (deutsches Wirtschaftswachstum 0,82 Prozent), was Indien nach gängigen Prognosen zufolge innerhalb der nächsten Jahre zur drittgrößten Wirtschaftsmacht anwachsen lässt, und auf der anderen Seite ein deutsches Pro-Kopf-BIP von USD 44.460,- gegenüber dem indischen von USD 2.762,-. Die deutsch-indischen Aktivitäten werden auch in Zukunft trotz vieler Hürden, wie z.B. den kulturellen oder politischen Unterschieden, weiter exponentiell zunehmen – so ist es nicht verwunderlich, dass sich nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Wissenschaft explizit mit dem Thema des deutsch-indischen Projektmanagements auseinandersetzt.
Dabei gibt es viele empfehlenswerte Studien wie z.B. von Melanie Martinelli (2005) zum Thema „Managing cultural differences: A key to sucessful offshore collaborations“, die sich zwar richtigerweise auf kulturelle Unterschiede und die damit verbundenen Kommunikationsprobleme beziehen (die innerhalb deutsch-indischer Projekte auftreten), es aber bisher verpassen – und das nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Praxis – einzelne dem Projektmanagement zugehörige Teilbereiche in konkreten Situationen zu analysieren. Dadurch war es bisher selten möglich, die deutschen Verhaltensweisen denen der indischen gegenüberzustellen, um zu zeigen, wie sich kulturelle Unterschiede explizit auswirken.
Einer der erwähnten Teilbereiche ist das Kommunikationsmanagement, für das sich in internationalen Projekten notwendigerweise neue Anforderungen ergeben. Wenn Wissen kommuniziert werden soll, passiert eine „Übermittlung von Wissen an weitere Personen oder Organisationen“ (Flick 2004, 45) lautet eine simple Definition von Wissenstransfer – leider ist es nicht immer so einfach. „Even with the best partner firm, the best people and the highest standards of quality measurement, international projects can still suffer because of poor communication“ (Kobayashi-Hillary 2004, 219). So ist das Verstehen von Information von vielen Faktoren abhängig: von der Art der Information und davon, ob sie beispielsweise gelesen, gehört oder gesehen und gehört wird; das wissen wir. Wie ist es aber, wenn Informationen zwischen verschiedenen kulturellen Bezugsrahmen ausgetauscht werden?
Theorie: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Themenbereiche Wissenstypen, Wissenstransfer, Mediennutzung sowie kulturelle Kulturdimensionen und Kommunikationsmodelle.
Zielstellung und Fragenstellungen bzw. Forschungsfragen: Hier werden die theoretischen Grundlagen in fünf Forschungsfragen überführt, die das Mediennutzungsverhalten von Deutschen und Indern in Projekten fokussieren.
Methode: Beschreibt das methodische Vorgehen durch eine Triangulation aus einer quantitativen Online-Erhebung und qualitativen Experteninterviews.
Ergebnisse und Auswertungen: Präsentiert die deskriptive und analytische Auswertung der Daten, einschließlich der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
Diskussion: Führt die empirischen Ergebnisse zusammen, interpretiert die Diskrepanzen in der Mediennutzung und leitet konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der deutsch-indischen Projektkommunikation ab.
Wissenstransfer, Mediennutzung, interkulturelle Kommunikation, Media Richness Theory, deutsch-indische Projekte, Kulturdimensionen, Projektmanagement, Wissenstypen, explizites Wissen, implizites Wissen, äquivokes Wissen, kanonisches Wissen, Projektkommunikation, interkulturelle Managementstrategien.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Optimierungsmöglichkeiten des Wissenstransfers innerhalb deutsch-indischer Kooperationsprojekte, mit besonderem Fokus auf der Rolle der Mediennutzung und kultureller Unterschiede.
Zentrale Themen sind Wissensmanagement (Wissenstypen), Kommunikationsmedien (Media Richness Theory) und interkulturelle Besonderheiten wie Machtdistanz, Harmoniebedürfnis und Zeitverständnis.
Ziel ist es, zu analysieren, wie Deutsche und Inder in Projekten Medien nutzen, wo Diskrepanzen zwischen tatsächlicher Nutzung und Erwartungen bestehen und wie diese durch eine verbesserte Kommunikationsstrategie gelöst werden können.
Es kommt ein methodischer Mix (Triangulation) zum Einsatz: eine quantitative Online-Befragung von 77 Projektbeteiligten sowie 16 qualitative Experteninterviews.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Theoriebildung, die empirische Analyse durch den Online-Fragebogen, die Auswertung von Interviews sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Interkulturelle Kommunikation, Wissenstransfer, Mediennutzung, Media Richness Theory, deutsch-indische Projektarbeit.
Die Theorie dient als Framework, um zu bewerten, inwieweit die Wahl eines Kommunikationsmediums (z. B. E-Mail vs. Videokonferenz) an den Komplexitätsgrad des zu transferierenden Wissens angepasst ist.
Inder weisen eine höhere Harmoniebedürftigkeit und eine kollektivistischere Kultur auf, was dazu führt, dass sie in Konfliktsituationen oft indirektere Kommunikationswege bevorzugen, um soziale Beziehungen nicht zu gefährden.
Deutsche neigen dazu, Medien sehr direkt und sachorientiert einzusetzen, zeigen jedoch oft eine Tendenz zu einer wenig strukturierten, ungeplanten Kommunikationsstrategie zu Beginn eines Projektes.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

