Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Begriffsdefinitionen
3.1 Die Komik
3.1.1 Die Charakterkomik
3.1.2 Die Situationskomik
3.1.3 Die absurde Komik
3.1.4 Die unfreiwillige Komik
3.2 Der Humor
3.3 Der Witz
3.4 Der Scherz
3.5 Die Satire
3.6 Die Ironie
3.7 Der Zynismus
4. Grabbes persönliches Verhältnis zur Komik
4.1 Die Komik in der Biographie
4.2 Die Komik in den Briefen
4.3 Die Komik in den Rezensionen
4.4 Die theoretischen Stellungnahmen zur Komik
5. Werkanalyse
5.1 Unterteilung der Werke
5.2 Das Frühwerk
5.2.1 Der Zynismus
5.2.2 Die absurde Komik
5.2.3 Die Situationskomik
5.2.4 Die Satire
5.2.5 Die Ironie
5.2.6 Der Witz
5.3 Die Historiendramen
5.3.1 Die Satire
5.3.2 Die Charakterkomik
5.3.3 Der Zynismus
5.3.4 Die unfreiwillige Komik
5.4 Die Experimentalwerke
5.4.1 Der Witz
5.4.2 Die Charakterkomik
5.4.3 Die Satire
5.4.4 Die absurde Komik
5.4.5 Die Situationskomik
5.4.6 Die unfreiwillige Komik
6. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht systematisch die komischen Elemente im dramatischen Werk von Christian Dietrich Grabbe. Das primäre Ziel ist es, durch präzise Begriffsdefinitionen und eine detaillierte Analyse der Werke, Briefe sowie Rezensionen aufzuzeigen, wie Grabbe Komik als Mittel zur Kritik am Zeitgeist und zur künstlerischen Gestaltung nutzt.
3.1 Die Komik
In den angesprochenen zahlreichen Überlegungen auf diesem Feld hat sich eine halbwegs tragende Übereinstimmung herauskristallisiert: Bereits seit der aristotelischen „Poetik“ kamen Theoretiker zu dem gemeinsamen Gedanken der Differenz als Quelle des Komischen. Ein Kontrast, der zwischen zwei gegensätzlichen Polen entsteht, erzeugt die Komik, sei es nun der Unterschied zwischen Normverhalten und dem Geschehen auf der Bühne wie bei Aristoteles, zwischen eigener Superiorität und fremder Inferiorität wie bei Thomas Hobbes oder zwischen „lächerlich“ und „erhaben“ wie bei Jean Paul und Kuno Fischer. Theodor Lipps erkennt später in seiner Abhandlung „Komik und Humor“ die Wichtigkeit der Erwartungshaltung des Rezipienten, wenn er meint: „Die Komik entsteht, wenn an Stelle des erwarteten Bedeutungs- oder Eindrucksvollen und unter Voraussetzung eben des Vorstellungszusammenhanges, der es erwarten lässt, ein für uns, unser Gefühl, unsere Auffassung, unser gegenwärtiges Verständnis minder Eindrucksvolles sich einstellt.“
Das Lustmoment der Komik besteht bei Lipps im Freiwerden der Energie, die der Zuschauer oder Leser für die Aufnahme des erwarteten Großen bereitgestellt hat. Er schließt seine Ausführungen hierzu mit folgendem Resümee: Hiermit ist das Gefühl der Komik verständlich geworden. Nicht jedes beliebige Gefühl der Komik, sondern das Gefühl der Komik im allgemeinen. Zugleich leuchtet ein, warum dasselbe zunächst als Gefühl komischer Lust sich darstellen muss. Wir sahen ja: Das Übergewicht der Verfügbarkeit der psychischen Kraft über die Inanspruchnahme derselben ist Grund der Lust und lässt zugleich dies Gefühl den Charakter des Heiteren, Leichten, Spielenden gewinnen.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das Ziel, die komischen Elemente im Werk Grabbes zu untersuchen, und begründet die Notwendigkeit einer klaren Begriffsdefinition sowie einer biographischen Einordnung.
2. Aktueller Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet die geringe und teils durch Vorurteile geprägte Sekundärliteratur zu Grabbe, die oft mehr die Person als das Werk in den Fokus rückt.
3. Begriffsdefinitionen: Es werden die zentralen komischen Kategorien (Komik, Humor, Witz, Scherz, Satire, Ironie, Zynismus) theoretisch fundiert definiert, um als Instrumentarium für die Werkanalyse zu dienen.
4. Grabbes persönliches Verhältnis zur Komik: Dieses Kapitel analysiert anhand von Biographie, Briefen und Rezensionen Grabbes lebenslange Auseinandersetzung mit komischen Ausdrucksformen.
5. Werkanalyse: Der Hauptteil umfasst die systematische Untersuchung aller dramatischen Werke Grabbes, unterteilt in Frühwerk, Historiendramen und Experimentalwerke hinsichtlich ihrer komischen Gestaltung.
6. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die besonderen Merkmale der Grabbeschen Humorbegabung und bestätigt die Relevanz des gewählten Analyseansatzes für künftige Forschungen.
Christian Dietrich Grabbe, Dramatik, Komik, Humor, Witz, Satire, Ironie, Zynismus, Werkanalyse, Frühwerk, Historiendramen, Experimentalwerke, Literaturtheorie, Vormärz, Absurdes Theater
Die Arbeit widmet sich der systematischen Erforschung der komischen Elemente im gesamten dramatischen Werk von Christian Dietrich Grabbe, da dieses Feld bisher in der Literaturforschung kaum beachtet wurde.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Anwendung komischer Konzepte, die Verknüpfung von Grabbes Lebensumständen mit seinem literarischen Schaffen sowie die ästhetische Einordnung seiner Dramen.
Die Arbeit fragt danach, wie sich komische Elemente in Grabbes Dramen äußern, welche Rolle der Zynismus und das Absurde spielen und wie diese Mittel seine Kritik am Literaturbetrieb und gesellschaftlichen Missständen transportieren.
Es erfolgt eine werkimmanente Analyse, bei der eine hypothetische Unterteilung in die drei Gruppen Frühwerk, Historiendramen und Experimentalwerke vorgenommen wird, um Gemeinsamkeiten und Entwicklungen der Komik darzustellen.
Im Hauptteil werden die wesentlichen dramatischen Werke Grabbes detailliert auf ihre spezifische Nutzung von Komik, Witzklassen und satirischen Strategien untersucht.
Die wesentlichen Begriffe sind neben dem Autor Christian Dietrich Grabbe vor allem Komik, Humor, Witz, Satire, Zynismus, Werkanalyse sowie die spezifische Einteilung in Frühwerk, Historiendramen und Experimentalwerke.
Der Autor sieht den "Cid" als ein von der Forschung zu Unrecht gemiedenes, jedoch wegweisendes Werk, in dem Grabbe durch die Freiheit des Opernlibrettos seine absurden und komischen Vorstellungen besonders ungehemmt entfalten konnte.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der in der Forschung oft vertretenen These auseinander, dass bestimmte komische Wirkungen in Grabbes Werken "unfreiwillig" seien, und plädiert stattdessen für eine intentionalere, künstlerische Deutung.
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