Examensarbeit, 2010
42 Seiten, Note: 2,3
1 EINLEITUNG
2 HERLEITUNG DES THEMAS
2.1 HERLEITUNG AUS DEN EIGENEN PERSÖNLICHEN PÄDAGOGISCHEN ERFAHRUNGEN
2.2 HERLEITUNG AUS DEM SCHULGESETZ
2.3 HERLEITUNG AUS DEN RICHTLINIEN UND FACHCURRICULA
2.4 HERLEITUNG ÜBER DAS FACH SPORT
3 EINGRENZUNG IN DIE GRUNDLAGEN DES THEMAS
3.1 GRUNDLAGEN DER BINNENDIFFERENZIERUNG
3.2 SPORTMOTORISCHE TESTS ALS DIAGNOSEINSTANZ DER BINNENDIFFERENZIERUNG IM SPORTUNTERRICHT
3.3 DER PHYSICAL-FITNESS-TEST
3.3.1 Anwendungsbereiche, Aufgaben und Auswertung
3.3.2 Konditionelle Fähigkeiten
4 KONZEPT ZUR BINNENDIFFERENZIERUNG IM SPORTUNTERRICHT
4.1 ZIELSETZUNG
4.2 DIDAKTISCH-METHODISCHE VORÜBERLEGUNG ZUR UMSETZUNG DES KONZEPTES IM SPORTUNTERRICHT
4.3 STRUKTUR, AUFBAU UND INHALTE DES KONZEPTES ZUR BINNENDIFFERENZIERUNG
4.3.1 Sequenz 1: Durchführung und Auswertung des Physical-Fitness Tests
4.3.2 Sequenz 2: Binnendifferenziertes Fördern nach individuellen Trainingsplänen
4.3.3 Sequenz 3: Durchführung und Auswertung des Re-Test (PFT)
4.4 ERGEBNISSE DER BINNENDIFFERENZIERUNG
5 REFLEXION UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, wie durch ein binnendifferenziertes Konzept zur Förderung der individuellen Fitness im Schulsport (Jahrgangsstufe 11) der Heterogenität in Sportklassen konstruktiv begegnet werden kann, um Lernprozesse jedes Schülers optimal zu unterstützen.
3.2 SPORTMOTORISCHE TESTS ALS DIAGNOSEINSTANZ DER BINNENDIFFERENZIERUNG IM SPORTUNTERRICHT
Das binnendifferenzierte Arbeiten wird in der Sportdidaktik schon lange diskutiert und ist mittlerweile als Unterrichtsprinzip so gut wie unumstritten. Voraussetzung des binnendifferenzierten Förderns ist eine Diagnose der individuellen Lernvorraussetzungen der SuS. In dem vorliegenden Konzept wird als grundlegende Diagnoseinstanz zur Messung des individuellen Fitnesszustands die pädagogische Diagnostik verwendet. „Pädagogische Diagnostik umfasst alle diagnostischen Tätigkeiten, durch die bei einzelnen Lernenden und den in einer Gruppe lernenden Voraussetzungen und Bedingungen planmäßiger Lehr- und Lernprozesse ermittelt, Lernprozesse analysiert und Lernergebnisse festgestellt werden.“
Als diagnostische Verfahren können dabei grob drei Diagnosemöglichkeiten im Sportunterricht unterschieden werden: Alltagsdiagnose (subjektive Einschätzung des SuS), apparative Diagnose (präzise Erfassung des Leistungsstands der SuS über mechanische, elektronische und optische Verfahren), sportmotorische Test (Mittelweg aus der subjektiven Einschätzung und der apparativen Diagnostik). Sportmotorische Test sind nicht so präzise wie apparative Messungen, aber meist einfacher und ökonomischer durchführbar.
Sportmotorische Test können auf vier Ebenen klassifiziert werden:
1. Zielgruppe (Abhängig von Alter, Geschlecht, Leistungsniveau)
2. Gegenstandsbereiche (Unterscheidung zwischen allgemeine motorische Fähigkeiten (z.B. Kraft, Ausdauer (Cooper-Test)) und spezielle, sportarten-spezifische Fähigkeiten (z.B. Heidelberger Basketball-Test nach Bös)
3. Konstruktionsmerkmale (Unterscheidung von Tests, die genau eine Fähigkeit (homogene Tests, Einzeltest) oder in Tests, die mehrere Fähigkeiten (heterogene Tests, Testbatterie) untersuchen)
4. Standardisierungsgrad (feste Standardisierung des Test mit genormten Tabellen zum Einordnen der Testergebnisse)
Neben der Feststellung der augenblicklichen motorischen Leistungsfähigkeit lassen sich sportmotorische Tests auch zur Erhebung des Leistungsfortschritts, des Trainingserfolges etc. anwenden.
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Heterogenität im Sportunterricht und führt das Ziel der Arbeit ein, durch individuelle Förderung die Fitness der Schüler zu verbessern.
HERLEITUNG DES THEMAS: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit von Binnendifferenzierung anhand der persönlichen pädagogischen Praxis, rechtlicher Vorgaben im Schulgesetz sowie geltender Richtlinien und Lehrpläne.
EINGRENZUNG IN DIE GRUNDLAGEN DES THEMAS: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Binnendifferenzierung sowie sportmotorische Testverfahren und der Physical-Fitness-Test zur Diagnose erläutert.
KONZEPT ZUR BINNENDIFFERENZIERUNG IM SPORTUNTERRICHT: Das Kapitel beschreibt das praktische Vorgehen: von der Zielsetzung und Planung über die Durchführung der Testsequenzen bis hin zur Ergebnispräsentation der individuellen Fördermaßnahmen.
REFLEXION UND AUSBLICK: Im letzten Kapitel wird der Erfolg des Unterrichtsvorhabens reflektiert und die Wichtigkeit der Diagnose sowie des binnendifferenzierten Arbeitens für den zukünftigen Sportunterricht hervorgehoben.
Binnendifferenzierung, individuelle Förderung, Schulsport, Heterogenität, Physical-Fitness-Test, Diagnosekompetenz, konditionelle Fähigkeiten, Leistungssteigerung, Sportmotorik, Trainingsplanung, pädagogische Diagnostik, Lehrerfunktionen, Unterrichtsqualität, Fitness, Schulsport-Didaktik.
Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von Binnendifferenzierung im Sportunterricht, um auf die unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen von Schülern in einer 11. Jahrgangsstufe einzugehen.
Zentrale Themen sind der Umgang mit Heterogenität, die Anwendung von Diagnoseinstrumenten zur Ermittlung individueller Fitnesszustände und die gezielte Förderung durch individualisierte Trainingspläne.
Das Hauptziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem jeder Schüler unabhängig von seinem Ausgangsniveau seine motorische Leistungsfähigkeit weiterentwickeln und messbare Fortschritte erzielen kann.
Es wird eine didaktisch-methodische Entwicklungsarbeit durchgeführt, die auf pädagogischer Diagnostik (Physical-Fitness-Test) und der Erstellung sowie Auswertung individualisierter Trainingssequenzen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des selbst entwickelten Unterrichtskonzepts sowie die Auswertung der Ergebnisse aus Pre- und Re-Tests.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Binnendifferenzierung, individuelle Förderung, konditionelle Fähigkeiten, Sportmotorik und pädagogische Diagnostik charakterisiert.
Der Test wurde gewählt, da er die Kriterien der Objektivität, Validität und Reliabilität erfüllt, ökonomisch durchführbar ist und normierte Daten für Schüler ab 17 Jahren liefert.
Der Lehrer nimmt eine zentrale Rolle als Diagnostiker, Förderer, Innovator und Berater ein, um den individuellen Lernprozess jedes Schülers, vergleichbar mit einem Gärtner, gezielt zu unterstützen.
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