Masterarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Einführung in die Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung
2 Allgemeine Definitionen und Grundlagen
2.1 Definition von Liquidität und Liquiditätsrisiken
2.2 Arten und Entstehung von Liquiditätsrisiken
2.2.1 Objektbezogenes und bankbezogenes Liquiditätsrisiko
2.2.2 Originäres und derivatives Liquiditätsrisiko
2.2.3 Dispositives und strukturelles Liquiditätsrisiko
2.3 Definition von Risiko, Risikomanagement und Liquiditätsrisikomanagement
2.3.1 Definition von Risiko
2.3.2 Definition von Risikomanagement
2.3.3 Definition von Liquiditätsrisikomanagement
3 Erkenntnisse aus der Finanzmarktkrise
3.1 Ursachen der Finanzmarktkrise im Risikomanagement
3.2 Erkenntnisse und Maßnahmen zum Liquiditätsrisikomanagement
4 Aktuelle Anforderungen an ein Liquiditätsrisikomanagement von Kreditinstituten
4.1 Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen
4.1.1 Anforderungen des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG)
4.1.2 Liquiditätsverordnung
4.1.3 Vorgaben durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement
4.1.3.1 MaRisk vom 14. August 2009
4.1.3.2 MaRisk-Entwurf vom 9. Juli 2010
4.2 Maßnahmen und Empfehlungen zum Liquiditätsrisikomanagement
4.2.1 Basler Ausschuss
4.2.2 Committee of European Banking Supervisors (CEBS)
4.3 Analyse, Messung und Steuerung von Liquiditätsrisiken
4.3.1 Analyse von Liquiditätsrisiken
4.3.2 Messung von Liquiditätsrisiken
4.3.3 Steuerung von Liquiditätsrisiken
4.4 Ausgewählte Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements
4.4.1 Das Liquidity-at-Risk-Konzept
4.4.2 Das Liquidity-Value-at-Risk-Konzept
4.4.3 Liquiditätsablaufbilanzen
4.4.4 Das Expected-Liquidity-at-Risk-Konzept
4.4.5 Rating-Verfahren
4.4.6 Stresstests
4.4.6.1 Ziele und Bedeutung von Stresstests
4.4.6.2 Arten von Stresstests
4.4.6.2.1 Sensitivitätsanalysen
4.4.6.2.2 Szenarioanalysen
4.4.6.2.3 Reverse Stresstests
4.4.7 Die neuen Basler Liquiditätsanforderungen
4.4.7.1 Neue Kennzahlen zur Liquiditätsbeurteilung
4.4.7.2 Liquidity Coverage Ratio (LCR)
4.4.7.3 Net Stable Funding Ratio (NSFR)
4.4.7.4 Neue Beobachtungskennzahlen
5 Aktuelle Anforderungen an die Prüfung von Liquiditätsrisiken
5.1 Vorbemerkung
5.2 Anforderungen an die Prüfung durch den Abschlussprüfer
5.2.1 Überblick über wesentliche Vorschriften und Zusammenhänge
5.2.2 Berufsrechtliche Anforderungen des Wirtschaftsprüfers – die Prüfungsstandards des IDW
5.2.2.1 Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems nach § 317 Abs. 4 HGB (IDW PS 340)
5.2.2.2 Feststellung und Beurteilung von Fehlerrisiken und Reaktionen des Abschlussprüfers auf die beurteilten Fehlerrisiken (IDW PS 261)
5.2.2.3 Interne Revision und Abschlussprüfung (IDW PS 321)
5.2.2.4 Prüfung des Lageberichts (IDW PS 350)
5.2.2.5 Die Beurteilung des Risikomanagements von Kreditinstituten im Rahmen der Abschlussprüfung - der neue IDW PS 525
5.2.2.5.1 Bedeutung und Anwendungsbereich
5.2.2.5.2 Beurteilung der Funktionsfähigkeit des (Liquiditäts-)Risikomanagements
5.2.2.5.3 Beurteilung der Funktionsweise und Ergebnisse der Risikotragfähigkeitsberechnung
5.2.2.5.4 Zusammenfassende Einschätzung des neuen Prüfungsstandards
5.2.3 Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Prüfung
5.2.3.1 Besondere Pflichten des Prüfers nach § 29 KWG
5.2.3.2 Prüfungsberichtsverordnung
5.2.4 Anforderungen nationaler Standardisierungsgremien an die (Liquiditäts-)Risikoberichterstattung – der DRS 5-10
5.2.5 Mindestanforderungen an das Risikomanagement
5.3 Aktuelle Anforderungen an die Prüfung durch die Interne Revision
5.4 Aktuelle Anforderungen an die Prüfung durch die Bankenaufsicht
6 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist die kritische Vorstellung und Würdigung der aktuellen Anforderungen an die Prüfung von Liquiditätsrisiken bei Kreditinstituten, insbesondere durch den Abschlussprüfer, die Interne Revision und die Bankenaufsicht, unter Berücksichtigung der relevanten gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen.
3.1 Ursachen der Finanzmarktkrise im Risikomanagement
Die Ursachen der jüngsten Finanzmarktkrise, die ausgehend von der Subprimekrise in eine Vertrauenskrise und schließlich unter anderem in einer Liquiditätskrise mündete, sind vielschichtig. Letztlich kann die Krise als das Ergebnis einer Kette von Fehleinschätzungen gesehen werden, denen Bankmanager, aber auch Ratingagenturen, Politiker, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden „aufgesessen“ sind. Eine nicht unerhebliche Inkongruenz der Fristigkeiten von Investitionen zu Refinanzierung sowie eine teils unverhältnismäßig hohe Übernahme von Risiken durch den Einsatz komplexer Finanzinstrumente, verbunden mit einem darauf folgenden hohen Vertrauensverlust der Marktteilnehmer, leisteten ihren Beitrag zu ihrer Entstehung. Methoden und Anreizsysteme vor allem der Kreditinstitute haben ein risikofreudiges Verhalten der Marktteilnehmer tendenziell gefördert. In vielen Banken waren die Instrumente zur Bewertung und Steuerung von Risiken vorhanden. Allerdings wurden die Informationen in der strategischen Unternehmenssteuerung nicht genutzt, oder die eingesetzten Limitsysteme wurden derart justiert, dass die „rote Ampel“ wieder „grün“ war. Eine maßgebliche Ursache für die Finanzmarktkrise lag letztlich in der Verletzung des Grundprinzips einer wertorientierten Unternehmensführung: dem Abwägen der erwarteten Renditen und der dafür einzugehenden Risiken.
Definitiv zu wenig beachtet wurde in der Vergangenheit die Bedeutung von Liquiditätsrisiken und Reputationsrisiken, die oft als nicht wesentlich eingestuft und in das Gesamtrisikomanagement nicht einbezogen wurden. Als Begründung dafür ist vermutlich unter anderem eine nach damaligem Stand schwierige Quantifizierbarkeit sämtlicher Liquiditätsrisiken zu sehen, zumal sich trotz der Entwicklung erster Modelle diesbezüglich in den letzten Jahren noch kein Branchenstandard entwickeln konnte. Ferner wähnten sich viele Institute in der Vergangenheit in einer komfortablen Liquiditätssituation. Die Routine eines über Jahre hinweg gut funktionierenden Interbankenmarktes gab den Banken zusätzlich „gefühlte Sicherheit“.
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik des Liquiditätsrisikos bei Banken ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie das Forschungsziel.
2 Allgemeine Definitionen und Grundlagen: In diesem Kapitel werden die zentralen Fachbegriffe wie Liquidität, verschiedene Arten von Liquiditätsrisiken sowie Grundlagen des Risikomanagements definiert und erläutert.
3 Erkenntnisse aus der Finanzmarktkrise: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen der Finanzmarktkrise im Bereich des Risikomanagements und leitet daraus notwendige Maßnahmen und Erkenntnisse für das Liquiditätsrisikomanagement ab.
4 Aktuelle Anforderungen an ein Liquiditätsrisikomanagement von Kreditinstituten: Das vierte Kapitel behandelt umfassend die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben, wie KWG, LiqV und MaRisk, sowie moderne Instrumente zur Analyse, Messung und Steuerung von Liquiditätsrisiken.
5 Aktuelle Anforderungen an die Prüfung von Liquiditätsrisiken: Dieser Schwerpunkt befasst sich mit der Prüfung des Liquiditätsrisikomanagements durch externe Abschlussprüfer, Interne Revision und Bankenaufsicht sowie den relevanten Prüfungsstandards.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Würdigung der Erkenntnisse und einem Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich des Risikomanagements und dessen Prüfung.
Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, Bankenaufsicht, MaRisk, LiqV, Abschlussprüfung, Liquiditätsrisikomanagement, Stresstests, Basel II, Finanzmarktkrise, Risikofrüherkennung, Liquiditätskennzahl, IDW PS 525, Interne Revision, Refinanzierung.
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle des Liquiditätsrisikomanagements bei Kreditinstituten vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der Finanzmarktkrise und den daraus resultierenden aktuellen Anforderungen an die Prüfung dieser Risiken.
Zentrale Themen sind die Definition und Arten von Liquiditätsrisiken, die regulatorischen Anforderungen (MaRisk, Liquiditätsverordnung), moderne Mess- und Steuerungskonzepte (LaR, Stresstests) sowie die Anforderungen an die Prüfung durch externe Prüfer, Interne Revision und Bankenaufsicht.
Ziel ist es, die aktuellen Anforderungen an die Prüfung des Liquiditätsrisikomanagements aus verschiedenen Prüfungsperspektiven vorzustellen, kritisch zu hinterfragen und im Kontext der gesetzlichen Bestimmungen zu würdigen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit regulatorischen Vorschriften, Fachliteratur und aktuellen Prüfungsstandards, ergänzt durch die Analyse von Branchenumfragen und Fallbeispielen zur Finanzmarktkrise.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Basis, die Analyse der Finanzmarktkrise, die Darstellung aktueller regulatorischer Vorgaben an das Risikomanagement sowie einen detaillierten Abschnitt zu den Prüfungsanforderungen und -standards für Abschlussprüfer und Bankenaufsicht.
Wichtige Begriffe sind Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, MaRisk, Bankenaufsicht, Abschlussprüfung, Stresstests und regulatorische Compliance.
Die Finanzmarktkrise dient als Katalysator und Ausgangspunkt, um Schwachstellen im Risikomanagement aufzuzeigen und die Notwendigkeit verschärfter Prüfungsstandards sowie einer robusteren Liquiditätssteuerung zu begründen.
Der Abschlussprüfer trägt die Verantwortung für die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit des Risikomanagementsystems. Da Illiquidität existenzbedrohend ist, muss der Prüfer sicherstellen, dass die Risikolage und die Strategien zur Risikobewältigung zutreffend abgebildet werden.
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