Masterarbeit, 2011
101 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlegung
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.1.1 Ausbildung
2.1.2 Ausbildungsbetrieb
2.1.3 Auszubildende
2.2 Personalmarketing
2.2.1 Evolution des Marketinggedankens
2.2.2 Stand der Forschung
2.3 Ausbildungsmarketing
2.3.1 Begriffsdefinition
2.3.2 Kernaufgabe und Ausrichtung
2.3.3 Zielgruppenbestimmung
2.3.4 Konzeptioneller Ansatz
3 Berufliche Ausbildung
3.1 Ausbildungswege
3.2 Ausbildungsberufe
3.2.1 Angebotssituation
3.2.2 Nachfragesituation
4 Ausbildungsbetriebe
4.1 Klassifizierung
4.1.1 Quantitativ
4.1.2 Qualitativ
4.2 Ausbildungssituation
4.2.1 Ausbildungsaktivität
4.2.2 Ausbildungsbilanz
4.3 Bewerbersituation
4.3.1 Demografie
4.3.2 Ausbildungsreife
5 (Potenzielle) Auszubildende
5.1 Bildungsstand
5.1.1 Klassifizierung
5.1.2 Entwicklung im Dualen System
5.1.3 Übergang in das Erwerbsleben
5.2 Aktuelle Jugendstudien
5.2.1 Generation Y
5.2.2 Generation Netzwerk - Die Jugendstudie
5.2.3 16. Shell Jugendstudie
5.2.4 JIM-Studie 2010
5.2.5 Schülerbarometer 2010
5.3 Berufs- und Ausbildungsplatzwahl
5.3.1 Stand der Forschung
5.3.2 Determinanten
5.3.3 Typisierung der Bewerber
5.3.4 Relevante Informationsquellen
5.3.5 Kritische Anmerkungen zum Entscheidungsprozess
6 Ausbildungsmarketing in der Praxis
6.1 Entwicklungsstand
6.1.1 Überblick
6.1.2 Kannibalisierungseffekte
6.2 Unternehmensklassen im Vergleich
6.2.1 Kernaussagen
6.2.2 Themennahe Studienergebnisse
6.2.3 Aktivitäten im Detail
6.3 Best / Worst-Practice-Beispiele
6.3.1 Pumpenhersteller WILO SE
6.3.2 Stadtverwaltung Düsseldorf
6.3.3 Print-Stellenanzeige im Mittelstand
6.4 Handlungsempfehlungen
6.4.1 Generelle
6.4.2 Instrumente und Unternehmensklassen
7 Ausblick
Die Arbeit analysiert den Status quo des Ausbildungsmarketings in Deutschland unter Berücksichtigung von verschiedenen Zielgruppen und Unternehmensgrößen, um einen aktuellen Überblick über theoretische Grundlagen sowie praktische Ansätze zur Gewinnung und Bindung von Auszubildenden zu liefern.
Pumpenhersteller WILO SE
Ein Hauptproblem in der Nachwuchsgewinnung liegt in der Bekanntheit des Unternehmens, denn Pumpen verrichten i.d.R. ihre Tätigkeit im Verborgenen. Die WILO SE begegnet dem Umstand vor allem mit einem systematischen und umfassenden Ausbildungsmarketing-Konzept. Der Konzern verzichtet auf spektakuläre Sonderaktionen und konzentriert sich stattdessen auf nachhaltige Maßnahmen, die vom Kindergarten bis zur Universität reichen. Für die Förderung der Technikbegeisterung seines Nachwuchses gibt das Unternehmen insgesamt 10 % seines Ausbildungsbudgets aus. So werden beispielsweise in der Ferienzeit groß angelegte Kinderpartys unterstützt, auf denen u. a. "Pumpenschminken" stattfindet. Dabei werden einzelne Pumpenköpfe von Jungen und Mädchen kreativ gestaltet und die besten Ergebnisse anschließend ausgezeichnet. Hierdurch soll bewusst ein geschlechterübergreifendes Interesse an Technik geweckt werden.
Daneben spricht die WILO SE ihren potenziellen Nachwuchs aktiv und gezielt an − und das, bevor es bereits zu einer Berufswahl-/Lehrstellenentscheidung gekommen ist. Hierfür existieren Kooperationen mit Realschulen und Gymnasien. WILO-Mitarbeiter nehmen an Elternabenden teil, sie bieten u. a. Projekttage, Nachhilfe in Deutsch und Mathematik sowie Bewerbungstrainings an. Daneben informieren sie über das Ausbildungsangebot der WILO SE. Auch Lehrerpraktika, Betriebsbesichtigungen, Tage der offenen Tür, "Schnupperpraktika" sowie Aktionstage für Schüler an der Technischen Universität Dortmund gehören zum Programm. Sämtliche Aktionen werden von ausgewählten Auszubildenden des Unternehmens begleitet, die als Multiplikatoren fungieren. Auch an einem Kindergarten-Programm wird derzeit gearbeitet. In dessen Rahmen soll bereits ein spielerischer Umgang mit Pumpen gefördert werden.
Auf die Verwendung von Firmenlogos wird in diese Phase − um Manipulationsvorwürfe zu vermeiden − bewusst verzichtet. Im Optimalfall sollen die Kinder zum Ende der Kindergartenzeit an eine Kooperationsschule der WILSO SE wechseln.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation des Fachkräftemangels und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlegung: Vermittelt die theoretischen Grundlagen des Personalmarketings und leitet daraus ein spezifisches Konzept für das Ausbildungsmarketing ab.
3 Berufliche Ausbildung: Analysiert das Angebot und die Nachfragesituation bei Ausbildungsberufen in Deutschland.
4 Ausbildungsbetriebe: Kategorisiert Ausbildungsbetriebe und untersucht deren Ausbildungssituation sowie die Herausforderungen bei der Bewerbersuche.
5 (Potenzielle) Auszubildende: Untersucht das Profil der Jugendlichen anhand aktueller Jugendstudien und beleuchtet deren Entscheidungsverhalten bei der Berufswahl.
6 Ausbildungsmarketing in der Praxis: Analysiert den Stand des Ausbildungsmarketings in verschiedenen Unternehmen, zeigt Best-Practice-Beispiele auf und gibt Handlungsempfehlungen.
7 Ausblick: Fasst die zukünftigen Herausforderungen zusammen und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Konzepte für das Ausbildungsmarketing.
Ausbildungsmarketing, Personalmarketing, Berufsausbildung, Duales System, Fachkräftemangel, Nachwuchsgewinnung, Auszubildende, Arbeitgeberattraktivität, Zielgruppenbestimmung, Bewerbersituation, demografischer Wandel, Personalbeschaffung, Ausbildungsreife, Karriere, Jugendstudien
Die Arbeit befasst sich mit dem Status quo des Ausbildungsmarketings in Deutschland unter Berücksichtigung von Zielgruppen und Unternehmensgrößen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Ausbildungsmarketings, die Analyse des Ausbildungsmarktes, die Rolle der Ausbildungsbetriebe sowie das Verhalten und die Bedürfnisse potenzieller Auszubildender.
Das Ziel ist die Gewinnung eines aktuellen Überblicks über Theorie und Praxis des Ausbildungsmarketings, um Unternehmen bei der Rekrutierung und Bindung von Nachwuchskräften zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt eine analytische Untersuchung und wertet bestehende Studien, Statistiken und Publikationen aus, um den aktuellen Status quo sowie Handlungsbedarfe abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Berufsausbildung, der Ausbildungsbetriebe, der Zielgruppe der Auszubildenden sowie die Untersuchung unternehmerischer Bestrebungen und Best-Practice-Beispiele.
Die zentralen Begriffe sind Ausbildungsmarketing, Personalmarketing, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Nachwuchsgewinnung und Ausbildungsbetriebe.
Großunternehmen verfügen meist über eigene Rekrutierungsabteilungen und größere Budgets, während KMU stärker auf lokale Netzwerke und persönliche Kontakte angewiesen sind.
Das Internet ist das Leitmedium der Jugend; daher gewinnen Online-Präsenzen, Karriere-Homepages und die gezielte Ansprache in sozialen Netzwerken massiv an Bedeutung für ein zeitgemäßes Ausbildungsmarketing.
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