Bachelorarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Ausgangssituation und Problemstellung
2 Grundlagen und Zusammenhänge Behavioral Branding
2.1 Definition Behavioral Branding
2.2 Definition Marke, Markenidentität und Markenimage
2.3 Markenidentität als Fundament
2.4 Relevanz Behavioral Branding
2.5 Behavioral Branding versus Internal Branding
3 Grundlagen Interne Unternehmenskommunikation
3.1 Definition und Ziele Interne Unternehmenskommunikation
4 Interne Unternehmenskommunikation als Hebel zur Generierung von Behavioral Branding
4.1 Der Behavioral Branding Funnel
4.2 Behavioral Branding als Veränderungsprozess
5 Behavioral Branding als Management-Tool
5.1 Führungskräfte und Führungsstil
5.2 Unternehmensleitung als Symbolfigur
6 Einflussgrößen Behavioral Branding
6.1 Corporate Identity
6.1.1 Definition und Ziele
6.1.2 Interdenpendenzen Corporate Identity - Behavioral Branding
7 Behavioral Branding in der Praxis
7.1 Fallbeispiel Maggi Kochstudio
7.2 Fallbeispiel „United Moments of Allianz“
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern Behavioral Branding ein ganzheitliches strategisches Management-Tool darstellt, das maßgeblich durch die interne Unternehmenskommunikation gestützt wird, um Mitarbeiter zu Markenbotschaftern zu entwickeln und somit das Markenerlebnis nachhaltig zu sichern.
4.2 Behavioral Branding als Veränderungsprozess
Gesagt ist nicht gehört.
Gehört ist nicht verstanden.
Verstanden ist nicht einverstanden.
Einverstanden ist nicht angewandt.
Angewandt ist nicht beibehalten.
Konrad Lorenz
Durch das Zitat des Verhaltensforscher Konrad Lorenz wird deutlich, wie komplex der Vorgang Kommunikation ist. Es ist ein Prozess, „durch den Handlungen und Reaktionen in einem Unternehmen angestoßen und fortlaufend unterstützt werden können, der den Dialog ermöglicht, Probleme löst, eine gemeinsame Basis schafft und damit Verhalten verändert“ (Buchholz 2000, S. 4). Es ist auch ein Prozess, der erst durch Kontinuität und Feedback die gewünschte Wirkung bei den Empfängern erzielt.
Genauso verhält es sich mit Behavioral Branding – erst durch eine kontinuierliche Verbreitung von Markenwissen kann ein Commitment bei den Mitarbeitern entstehen. Erst wenn ein Commitment (bestenfalls ein affektives) beim Mitarbeiter für die Marke existiert, werden die vorgegebenen Grundsätze in markenadäquates Verhalten umgewandelt.
Der Prozess, aus Mitarbeitern begeisterte Markenbotschafter zu machen, lässt sich auch als markenorientierter Veränderungsprozess bezeichnen. Dabei ist es Aufgabe der Internen Unternehmenskommunikation, mittels massenmedialer und persönlicher Kommunikation ein Einverständnis für diese Veränderung zu bewirken: „Kommunikationsmaßnahmen fördern neue Verhaltensweisen und dienen der Vermeidung von Verhalten, das den Wandel behindert – also dem am schwersten zu erreichenden Ziel in der Unternehmenskommunikation“ (Mast 208, S. 434). Laut Buchholz entscheidet sich in vier Phasen, ob Mitarbeiter einen Wandlungsprozess mittragen (vgl. 2002, S. 3):
1 Ausgangssituation und Problemstellung: Analyse der Marktsituation und Begründung, warum Mitarbeiter als Markenbotschafter eine strategische Ressource darstellen.
2 Grundlagen und Zusammenhänge Behavioral Branding: Definition der Begriffe und Erläuterung des Behavioral Branding als ganzheitlicher Ansatz im Vergleich zum Internal Branding.
3 Grundlagen Interne Unternehmenskommunikation: Darstellung der Aufgaben und Ziele der internen Kommunikation als Voraussetzung für das Funktionieren von Organisationen.
4 Interne Unternehmenskommunikation als Hebel zur Generierung von Behavioral Branding: Untersuchung des Behavioral Branding Funnel und des Wandlungsprozesses bei Mitarbeitern.
5 Behavioral Branding als Management-Tool: Analyse der Rolle von Führungskräften und der Unternehmensleitung als Vorbilder für die Markenorientierung.
6 Einflussgrößen Behavioral Branding: Erörterung der Wechselwirkungen zwischen Corporate Identity, Unternehmenskultur und Behavioral Branding.
7 Behavioral Branding in der Praxis: Fallstudien zur Umsetzung von Behavioral Branding am Beispiel des Maggi Kochstudios und der „United Moments of Allianz“.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ausblick auf die strategische Bedeutung für zukünftige Markenführung.
Marke, Markenidentität, Behavioral Branding, Internal Branding, Interne Unternehmenskommunikation, Corporate Identity, Unternehmenskultur, Markenbotschafter, Markencommitment, Veränderungsprozess, Markenführung, Unternehmensimage, Unternehmenserfolg, Führungskräfte, Personalentwicklung.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter durch interne Kommunikation gezielt zu Markenbotschaftern entwickeln können, um ein konsistentes Markenerlebnis zu gewährleisten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von interner Unternehmenskommunikation, Markenidentität, Veränderungsmanagement und dem Behavioral Branding-Ansatz.
Das Ziel ist es, Behavioral Branding nicht als isolierte Aufgabe von Marketing oder HR zu definieren, sondern als strategisches Management-Tool, das durch interne Kommunikation das Markenversprechen mit dem tatsächlichen Markenerlebnis in Einklang bringt.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen, Konzepte und Studien, die durch praxisnahe Fallbeispiele untermauert werden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen des Behavioral Branding, dessen Abhängigkeit von der internen Unternehmenskommunikation, die Rolle von Führungspersonen sowie die Einflussfaktoren der Corporate Identity detailliert analysiert.
Die zentralen Begriffe sind Behavioral Branding, Interne Unternehmenskommunikation, Markenidentität, Commitment und Markenbotschafter.
Die Unternehmenskultur bildet das Fundament für jedes Branding-Konzept; widerspricht das eingeführte Behavioral Branding den gelebten Werten, ist es nach Analyse der Autorin zum Scheitern verurteilt.
Das Management nimmt eine Vorbildfunktion ein; ohne eine Begeisterung des Top-Managements für die Marke kann kein nachhaltiges Commitment bei den Mitarbeitern erzeugt werden.
Die Beispiele Maggi und Allianz verdeutlichen, wie durch Storytelling und aktive Einbindung der Mitarbeiter das Markenversprechen authentisch und erlebbar gemacht werden kann.
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