Examensarbeit, 2008
110 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Zum Stand der Forschung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Short-Message-Service
2.1.1 Definition und Funktionsweise
2.1.2 Die Erfolgsgeschichte der SMS
2.2 Die SMS-Kommunikation
2.2.1 SMS als Kommunikationsform und kommunikative Gattung
2.2.1.1 Bestimmung der SMS als Kommunikationsform
2.2.1.2 SMS – eine kommunikative Gattung?
2.2.2 Charakteristika der SMS-Kommunikation
2.2.3 SMS als Kommunikationsform zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
3. Die empirische Untersuchung
3.1 Die Untersuchungsgruppe
3.2 Methodik
3.2.1 Die eingesetzten Erhebungsmethoden
3.2.1.1 Befragung mit Fragebogen
3.2.1.2 Textproduktion
3.2.1.3 SMS-Protokoll
3.2.1.4 Leitfadeninterview
3.2.2 Kritische Anmerkungen zur Datenerhebung
3.3 Auswertung der empirischen Untersuchung
3.3.1 Zur Darstellung der Ergebnisse
3.3.2 Das SMS-Nutzungsverhalten der Schüler
3.3.2.1 Nutzung des Mobiltelefons und Wichtigkeit der einzelnen Handy-Applikationen
3.3.2.2 Kommunikative und funktionale Aspekte der SMS-Nutzung
3.3.2.3 Einschätzung der Vor- und Nachteile der SMS-Kommunikation
3.3.3 Linguistische Analyse der protokollierten Kurznachrichten
3.3.3.1 Orthographie und Interpunktion
3.3.3.2 Reduktionsphänomene: Tilgungen, Synkopen und Eklisen
3.3.3.3 Lexikalische Kurzformen
3.3.3.4 Syntaktische Reduktionen
3.3.3.5 Lexikalische Aspekte
3.3.3.6 Dialektismen
3.3.3.7 Graphostilistische Besonderheiten
3.3.3.8 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.3.4 Auswertung der Textproduktion
3.3.4.1 Orthographie und Interpunktion
3.3.4.2 Reduktionsphänomene: Tilgungen, Synkopen und Enklisen
3.3.4.3 Lexikalische Kurzformen
3.3.4.4 Syntaktische Reduktionen
3.3.4.5 Lexikalische Aspekte
3.3.4.6 Dialektismen
3.3.4.7 Graphostilistische Besonderheiten
3.3.4.8 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.3.5 Die Schreibgewohnheiten der Schüler: Sprache in den SMS – Sprache in den Briefen
3.3.5.1 Typ A: Standardsprache in SMS und Briefen
3.3.5.2 Typ B: Abweichungen in SMS, Standardsprache in Briefen
3.3.5.3 Typ C: Abweichungen in SMS und Briefen
4. Diskussion: Einfluss der SMS-Kommunikation auf die informelle Briefkommunikation
5. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das SMS-Nutzungsverhalten von Jugendlichen sowie die sprachliche Gestaltung ihrer Kurznachrichten. Ein zentrales Ziel ist die Analyse, ob sich sprachliche Besonderheiten der SMS-Sprache (wie Verkürzungen oder veränderte Interpunktion) auf die informelle Briefkommunikation der Schüler auswirken und ob dadurch ein Sprachverfall zu befürchten ist.
1.1 Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
„Ich muss los, bin spät dran. Ich schreib dir ’ne SMS, wenn ich angekommen bin.“ Wäre eine Aussage wie diese noch vor rund 15 Jahren auf völliges Unverständnis gestoßen, so erregt sie heutzutage kein großes Aufsehen mehr, sondern erscheint stattdessen als normal und beinahe schon als selbstverständlich. Die Kommunikation per SMS gehört für einen Großteil der Bevölkerung mittlerweile zum Alltag und ist für viele Menschen aus diesem überhaupt nicht mehr wegzudenken. SMS werden auf dem Nachhauseweg in Bus und Bahn geschrieben, in der Schule unter der Bank, abends vor dem Fernseher, während des Tanzens auf einer Party und in vielen anderen denkbaren Situationen.
Inhaltlich hat die SMS-Kommunikation dabei innerhalb kürzester Zeit nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens erfasst: Verabredungen werden via SMS getroffen, verschoben oder abgesagt, Glückwünsche – sei es zum Geburtstag, zum neuen Jahr oder zur bestandenen Prüfung – werden per Kurznachricht übermittelt, Beziehungen durch SMS-Liebesbotschaften begonnen, am Leben gehalten und mitunter auch beendet, wichtige Informationen weitergeleitet oder erfragt.
Aus dem privaten Sektor hat die SMS zunehmend auch ihren Weg in den formellen Bereich gefunden. So schreiben Schüler beispielsweise Entschuldigungs-SMS an ihre Lehrer oder erteilen Arbeitgeber ihren Angestellten Aufträge per SMS (vgl. Schmidt 2006: 317).
1. Einführung: Hinführung zum Thema SMS-Kommunikation und Definition des Forschungsziels, das den Einfluss dieser auf die informelle Briefkommunikation untersucht.
2. Theoretische Grundlagen: Definition und geschichtliche Entwicklung des Short Message Service sowie Einordnung der SMS in das Kontinuum von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.
3. Die empirische Untersuchung: Vorstellung der Untersuchungsgruppe, der angewandten Methoden (Fragebogen, Textproduktion, SMS-Protokoll, Interview) und detaillierte Auswertung der Ergebnisse.
4. Diskussion: Einfluss der SMS-Kommunikation auf die informelle Briefkommunikation: Diskussion der Erkenntnisse hinsichtlich der Frage, ob SMS-Sprache einen Sprachverfall oder signifikanten Einfluss auf andere Textformen bewirkt.
5. Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Aufzeigen von Perspektiven für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
SMS, Kurznachrichten, Jugendliche, SMS-Sprache, Briefkommunikation, Orthographie, Syntax, Sprachwandel, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Empirische Untersuchung, Sprachgebrauch, Computervermittelte Kommunikation, Textsorten, Medien.
Die Arbeit untersucht das SMS-Nutzungsverhalten von Schülern und analysiert, inwiefern die spezifische Sprachgestaltung von Kurznachrichten die traditionelle, informelle Briefkommunikation beeinflusst.
Im Mittelpunkt stehen die Erfassung des Nutzungsverhaltens, eine linguistische Analyse der SMS-Sprache sowie ein Vergleich dieser mit der Sprache in privaten Briefen, um mögliche Auswirkungen und Sprachveränderungen zu identifizieren.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Verwendung einer speziellen „SMS-Sprache“ bei Jugendlichen tatsächlich zu einem Einfluss auf den allgemeinen schriftlichen Sprachgebrauch (hier speziell in informellen Briefen) führt.
Die Autorin nutzte einen methodischen Mix: einen standardisierten Fragebogen, eine Textproduktionsaufgabe (Briefe schreiben), eine Auswertung echter SMS-Protokolle sowie leitfadengestützte Interviews mit Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Kommunikationsformen), die Durchführung der empirischen Datenerhebung an drei Schulen und die detaillierte linguistische Analyse der Daten, unterteilt nach Orthographie, Syntax, Lexik und graphostilistischen Mitteln.
Typische Begriffe sind SMS, Jugendkultur, Sprachwandel, Mündlichkeit/Schriftlichkeit und computervermittelte Kommunikation.
Die Untersuchung zeigt, dass sich die Rangfolge der Nutzungsmotive in allen Schulformen ähnelt, wobei Gymnasiasten insgesamt weniger häufig zum Handy greifen als Haupt- und Realschüler, die teilweise intensiver von bestimmten Kommunikationsfunktionen Gebrauch machen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Befürchtung eines Sprachverfalls unbegründet ist. Die Jugendlichen unterscheiden situativ sehr genau zwischen der informellen SMS-Kommunikation und der formelleren Briefsprache.
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