Bachelorarbeit, 2010
41 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die neoklassische Wachstumstheorie
2.1. Die Entwicklung des Modells
2.2. Wechselwirkung zwischen Produktion und Kapitalakkumulation
2.2.1. Das langfristige Gleichgewicht
2.2.2. Der Einfluss der Sparquote
2.3. Der technische Fortschritt
2.3.1. Humankapital
2.4. Das Solow-Residuum
3. Der chinesische Wachstumsmechanismus
3.1. Faktor Kapital
3.1.1. Investitionsdynamik und Staatsunternehmen
3.1.2. Makropolitische Faktoren
3.1.3. Das chinesische Sparverhalten
3.2. Faktor Arbeit
3.2.1. Demografie und Arbeitsmarktstruktur
3.2.2. Sektoraler Strukturwandel
3.3. Faktor technischer Fortschritt
3.3.1. Diffusion und Innovationskraft
3.3.2. Humankapitalbildung
4. Analyse
4.1. Produktivitätszuwächse durch Kapitalakkumulation und steigende effektive Arbeit
4.2. Produktivitätszuwächse durch Populationswachstum und Humankapitalbildung
4.3. Risiken durch mögliche Wachstumsbarrieren
5. Fazit und Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht das außergewöhnliche Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China seit Beginn der Reformen im Jahr 1978. Das primäre Ziel ist es, die treibenden Faktoren dieser Entwicklung zu identifizieren und sie anhand der neoklassischen Wachstumstheorie nach Solow und Swan wissenschaftlich einzuordnen, um daraus Prognosen für künftige Wachstumsverläufe abzuleiten.
3.1.1. Investitionsdynamik und Staatsunternehmen
Das kapitalinduzierte Segment des ökonomischen Wachstums der Volksrepublik China basierte vornehmlich auf der Entwicklung einer eigenen Investitionsdynamik. Der Anteil dieser Investitionen bewegte sich in den 1990er Jahren in einem Bereich zwischen 32% und 45% des Bruttoinlandsproduktes Chinas und bildete das Rückgrat des Kapitalisierungsprozesses des Landes. Im selben Zeitraum wurden erstmals ausländische Direktinvestitionen (ADI) als einzige Form ausländischer Kapitalbildung gefördert und nahmen 10% bis 12% der Bruttokapitalbildung ein. In der Gesamtheit spielten diese jedoch eine untergeordnete Rolle, da ihr größter Teil – 48,8% im Jahr 1996 und 40% im Jahr 1997 an den gesamten ADIs – aus Hong Kong stammte.
Weitere Formen von ausländischen Kapitaltransaktionen blieben grundsätzlich streng reglementiert. Der Kern des chinesischen Investitionsprozesses etablierte sich im binnenländischen Kreditkomplex. Dabei wiesen die stellvertretenden Kennziffern eine vergleichsweise enorme Dynamik auf. Die Quantität der Anlageinvestitionen im Jahr 2003 steigerte sich um 26,7% gegenüber dem Vorjahr, machten im ersten Halbjahr 2004 rund 50% des BIPs aus und wurden vornehmlich durch Bankkredite finanziert, deren Volumen im selben Jahr um 21,4% stieg. Zu diesem Zeitpunkt sprachen Ökonomen bereits von der Gefahr einer Überhitzung der Volkswirtschaft.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext der chinesischen Wirtschaftsreformen ab 1978 und definiert die Forschungsfrage, die mittels neoklassischer Wachstumstheorie untersucht werden soll.
2. Die neoklassische Wachstumstheorie: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen des Solow-Swan-Modells dar, einschließlich der Produktionsfunktion, der Kapitalakkumulation und des technischen Fortschritts.
3. Der chinesische Wachstumsmechanismus: Das Kapitel analysiert die spezifischen chinesischen Wachstumsfaktoren, insbesondere Kapital, Arbeit, technologischen Fortschritt sowie die Rolle der Staatsunternehmen und des Sparverhaltens.
4. Analyse: In diesem Teil werden die empirischen Stützpfeiler des Wachstums bewertet und in den modelltheoretischen Rahmen gesetzt, um die Wachstumsdifferenzen zu anderen Ländern zu erklären und Risiken aufzuzeigen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen sowie die Erfolgsaussichten Chinas auf dem weiteren Transformationspfad.
Chinas Wirtschaftswachstum, Neoklassische Wachstumstheorie, Solow-Swan-Modell, Kapitalakkumulation, Sparquote, Humankapital, Produktivitätszuwachs, Staatsunternehmen, Sektoraler Strukturwandel, Investitionsdynamik, Technischer Fortschritt, Transformationsprozess, Devisenreserven, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsreformen
Die Arbeit befasst sich mit der Erklärung und Prognose des chinesischen Wirtschaftswachstums unter Anwendung der neoklassischen Wachstumstheorie.
Die zentralen Felder sind die Rolle von Kapitalinvestitionen, die Bedeutung des Humankapitals, die demografische Entwicklung sowie der Einfluss staatlicher Steuerung und des sektoralen Strukturwandels auf das BIP-Wachstum.
Die Kernfrage ist, wie sich das chinesische Erfolgsrezept des ökonomischen Wachstums theoretisch fundiert durch die neoklassische Theorie erklären lässt und welche Faktoren dabei die entscheidende Rolle spielen.
Es wird eine deduktive Analyse unter Verwendung des Solow-Swan-Modells genutzt, um die empirischen Daten des chinesischen Wachstums in einen theoretischen Kontext zu setzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Solow-Swan-Modells und die detaillierte Untersuchung der chinesischen Praxis, insbesondere in Bezug auf Kapital, Arbeit und technischen Fortschritt.
Wichtige Begriffe sind Kapitalakkumulation, Solow-Residuum, Strukturwandel, Humankapitalbildung, Investitionsdynamik und der Übergang zur sozialistischen Marktwirtschaft.
Staatsunternehmen werden als das Rückgrat der chinesischen Investitionsdynamik beschrieben, wobei jedoch auf die Problematik der Allokationseffizienz und die Entstehung fauler Kredite hingewiesen wird.
Zu den Risiken zählen eine potenzielle Überschuldung durch ineffiziente Investitionen, die demografische Alterung, soziale Unsicherheiten und die notwendige, aber schwierige Reform des Finanzsektors.
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