Diplomarbeit, 2009
36 Seiten, Note: 1,0
1. Der Untergang des Deutschen Reiches
1.1 Der Prozess der Neuordnung von oben
1.1.1 Die Regensburger Entscheidung 1803
1.1.2 Die Säkularisation
1.1.3 Mediatisierung und Staatsbildung 1803-1806
1.1.4 Der Pressburger Frieden 1805- zweite Etappe der großen deutschen Flurbereinigung
1.2 Auflösung des Heiligen Römischen Reiches der Deutschen Nation und Entstehung des Rheinbundes
1.2.1 Kaiserproklamation in Paris 1804 und Reaktion Österreichs
1.2.2 Auflösung des Reiches und Entstehung des Rheinbundes 1806
2. Das Zeitalter Napoleons als Zeitalter der Reformen in den Rheinbundstaaten
2.1 Ziele der napoleonischen Reformpolitik, Einstellung des Bundes zu den Reformen
2.2 Napoleonisch-rheinbündische Reformen
2.2.1 Verwaltungsreformen
2.2.2 Reform in dem Beamtentum
2.2.3 Regierungsreformen
2.2.4 Reformen auf der Religionsebene
2.2.5 Code Napoleon und dessen Einführung
2.2.6 Verfassungsprojekte
2.3 Aufnahme der Reformen- wo Erfolg und wo Rhetorik?
3. Napoleonische Herrschaft führt zum Erwachen des deutschen Nationalgefühls
3.1 Europa verändert Einstellung zu dem französischen Kaiser, der österreichische Aufstand 1809
3.2 Kriegsjahr 1813 und seine Konsequenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Napoleon Bonaparte auf Deutschland und die deutsche Gesellschaft, wobei der Fokus auf den politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Franzosenzeit sowie der Entstehung des deutschen Nationalgefühls liegt.
1.1.1 Die Regensburger Entscheidung 1803
Die Geschichte der Deutschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wo die Basis für die Modernisierung Deutschlands und Entstehung eines modernen Staates geschaffen worden ist, ist mit dem Korsen Napoleon Bonaparte eng verbunden. „Selten haben alle Bereiche des Lebens so sehr im Zeichen der Machtpolitik und des Drucks von außen gestanden; auch die großen Reformen, die Staat und Gesellschaft umbildeten, sind, freiwillig oder unfreiwillig, davon geprägt worden“- schreibt Thomas Nipperdey. Der Französischen Revolution sind die Grundprinzipien der modernen Welt zu verdanken.
Die revolutionären Errungenschaften, nämlich der Umsturz des Ancien Regime, spüren aber die Deutschen erst unter der napoleonischen Herrschaft. Mit dem Einmarsch der napoleonischen Truppen in Deutschland erleben die Deutschen ihre eigene Revolution. Am 9. Februar 1801 schließen in Lunéville Frankreich und Österreich Frieden. Napoleon besteht darauf, dass auch „Confédération Germanique“, wie Franzosen das Deutsche Reich nannten, in den Vetragsprozess einbezogen wird. Das liegt im Interesse Frankreichs, denn das Militärgenie Bonaparte plant eine völlige Umgestaltung Deutschlands und braucht Zustimmung der Deutschen, nicht nur des Kaisers, sondern sämtlicher Reichsfürsten und –souveränitäten.
1. Der Untergang des Deutschen Reiches: Dieses Kapitel behandelt die tiefgreifenden territorialen Veränderungen durch die napoleonische Politik, die letztlich zum Ende des Heiligen Römischen Reiches führten.
2. Das Zeitalter Napoleons als Zeitalter der Reformen in den Rheinbundstaaten: Hier werden die administrativen, sozialen und rechtlichen Modernisierungsprozesse in den unter französischem Einfluss stehenden Rheinbundstaaten analysiert.
3. Napoleonische Herrschaft führt zum Erwachen des deutschen Nationalgefühls: Das letzte Kapitel untersucht, wie der Widerstand gegen die französische Fremdherrschaft und die Befreiungskriege die Entstehung eines nationalen deutschen Bewusstseins beförderten.
Napoleon Bonaparte, Deutschland, Franzosenzeit, Reichsdeputationshauptschluss, Rheinbund, Säkularisation, Mediatisierung, Reformen, Modernisierung, Code Napoleon, Nationalgefühl, Befreiungskriege, Souveränität, Staatsbildung, Heiliges Römisches Reich.
Die Arbeit analysiert den Einfluss Napoleon Bonapartes auf Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wobei der Schwerpunkt auf den politischen, gesellschaftlichen und territorialen Umwälzungen liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches, die Einführung napoleonischer Reformen in den Rheinbundstaaten und das Erwachen des deutschen Nationalgefühls.
Ziel ist es, den Transformationsprozess Deutschlands unter napoleonischem Einfluss darzustellen und zu bewerten, inwieweit diese Veränderungen zur Modernisierung der deutschen Staaten beitrugen.
Der Autor stützt sich auf eine chronologische historische Analyse sowie auf eine kritische Auswertung einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die den territorialen Untergang des alten Reiches, die Modernisierung durch Reformen und die darauf folgende Entstehung nationaler Bestrebungen behandeln.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Modernisierung, Rheinbund, Säkularisation, Souveränität und Nationalbewusstsein beschreiben.
Er leitete durch territoriale Umwälzungen eine deutliche Vereinfachung der deutschen Landkarte ein und markierte den Anfang vom Ende der politischen Machtstruktur des Alten Reiches.
Die Reformen führten zur Entstehung eines modernen Berufsbeamtentums mit festen Ausbildungs-, Besoldungs- und Statusregelungen, was die staatliche Effizienz massiv steigerte.
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