Examensarbeit, 2001
81 Seiten, Note: 1.0
VORWORT
1. THEMATISCHE EINFÜHRUNG
1.1 EINLEITENDE ÜBERSICHT IN BEZUG AUF PROBLEMORIENTIERUNG UND AUFBAU DER VORLIEGENDEN ARBEIT
1.2 BEGRÜNDUNG DER THEMATIK
1.3 EINORDNUNG DER ARBEIT ALS BEITRAG EINER „INTERKULTURELL VERGLEICHENDE SONDERPÄDAGOGIK“ IN DIE WISSENSCHAFTLICHE DISKUSSION
1.4 METHODEN
2. KULTUR UND BEHINDERUNG
2.1 BEGRIFFLICHKEIT UND DEFINITIONEN
2.2 SOZIALE WAHRNEHMUNG VON BEHINDERTEN
2.3 INSTITUTIONEN
2.4 DIE VIER FAKTOREN - EIN SICHTUNGSSCHEMA
3. KÖRPERBEHINDERUNG IN THAILAND
3.1 FAKTOR 1 - DAS LAND
3.1.1 Land und Geographie
3.1.2 Staatsform und Verwaltung
3.1.3 Sozioökonomische Struktur
3.1.4 Gesetzliche Grundlagen
3.2 FAKTOR 2 - GESELLSCHAFT
3.2.1 Soziales System
3.2.2 Buddhismus
3.2.3 Geisterglaube
3.2.4 Die Entstehung einer Behinderung aus Sicht des Buddhismus
3.2.5 Buddhistische Erziehung und Gesellschaft
3.3 FAKTOR 3 - BILDUNG
3.3.1 Bildungssystem
3.3.2 Situation körperlich beeinträchtigter Kinder
3.3.3 Gesundheitssystem
3.4 FAKTOR 4 - DIE AKTUELLE SITUATION KÖRPERLICH BEEINTRÄCHTIGTER MENSCHEN
3.4.1 Kulturwandel und Auswirkung auf die Situation körperbehinderter Menschen
4. ZUSAMMENFASSENDES SCHLUSSWORT
Die vorliegende Arbeit untersucht Körperbehinderung im kulturellen und institutionellen Kontext am Beispiel Thailands, um ein Konzept für die interkulturelle Variabilität lebensbeeinflussender Faktoren zu entwickeln und die Situation körperbehinderter Menschen besser zu verstehen.
3.1.2 Staatsform und Verwaltung
Als einziges Land in Südostasien war Thailand niemals unter die Kolonialherrschaft einer der europäischen Großmächte der damaligen Zeit gefallen. Aufgrund dieser Voraussetzung konnte sich daher über Jahrhunderte eine eigenständige, nationale und kulturelle Identität entwickeln.
Nach dem Staatsstreich von 1932, durch den Thailand von einer absoluten in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt worden war, dauerte es noch einige Jahrzehnte, bis sich in der Bevölkerung, aber auch in der Regierung, ein tiefer verankertes Bewusstsein für Demokratie entwickelt hatte. Für den 7. Januar 2001 wurde dann die „demokratischste Wahl“ in einem südostasiatischen Land von den Medien und Thailands Politikern propagiert. Asienexperten standen dieser Wahl, aufgrund von Korruption kritisch gegenüber. In jedem Fall wurde aber über ein neues Selbstbewusstsein der jungen Stadtbevölkerung gesprochen, das vielleicht erstmals in der Geschichte weiß, welche Macht es in seinen Händen hält.
1. THEMATISCHE EINFÜHRUNG: Diese Einleitung erläutert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, das Interesse an einer vergleichenden Perspektive auf Thailand sowie die methodischen Ansätze zur Untersuchung.
2. KULTUR UND BEHINDERUNG: Das Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen, sozialer Wahrnehmung und der Rolle von Institutionen im Umgang mit behinderten Menschen.
3. KÖRPERBEHINDERUNG IN THAILAND: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der thailändischen Situation anhand der vier Faktoren Land/Geographie, Gesellschaft/Buddhismus, Bildung und der aktuellen Lebenslage körperlich beeinträchtigter Menschen.
4. ZUSAMMENFASSENDES SCHLUSSWORT: Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse kritisch reflektiert und die Bedeutung interkultureller Perspektiven für die Sonderpädagogik hervorgehoben.
Körperbehinderung, Thailand, interkulturelle Sonderpädagogik, Kulturwandel, Buddhismus, soziale Wahrnehmung, Rehabilitation, Behindertenrechte, Bildungsreform, Institutionen, Sozialsystem, interkulturelle Variabilität, Lebensbedingungen, Diskriminierung, Behinderungsdiagnostik.
Die Arbeit untersucht, wie Körperbehinderung in einem kulturellen und institutionellen Kontext, speziell am Beispiel Thailands, verstanden und gestaltet wird.
Zentrale Felder sind der Einfluss von Kultur und Religion (insbesondere Buddhismus), das thailändische Bildungs- und Gesundheitssystem sowie die Auswirkungen von Modernisierungsprozessen auf behinderte Menschen.
Das Ziel ist es, ein Konzept zur Beschreibung der interkulturellen Variabilität von Faktoren zu entwickeln, die das Leben körperbehinderter Menschen beeinflussen, um ein tieferes Verständnis für unterschiedliche kulturelle Umgangsweisen zu gewinnen.
Die Arbeit nutzt die Methode der Sekundäranalyse und einen dependenzanalytisch orientierten Ansatz, um kulturelle und institutionelle Einflüsse auf die Situation behinderter Menschen zu untersuchen.
Im Hauptteil wird die Situation in Thailand anhand von vier Faktoren strukturiert: Geographische/sozioökonomische Rahmenbedingungen, religiös-kulturelle Prägung, das Bildungssystem sowie die aktuelle Lebenssituation Betroffener.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Sonderpädagogik, Thailand, Buddhismus, soziale Wahrnehmung, Rehabilitation und Institutionen charakterisiert.
Der Buddhismus ist tief verwurzelt und prägt durch das Karma-Verständnis die Deutung von Behinderung, was im Alltag oft zu einer hohen Akzeptanz und Integration in der Familie, aber auch zu einer anderen Form der sozialen Reaktion führt.
Es fehlt an einem standardisierten, allgemein gültigen Begriff für Behinderung, statistische Daten sind oft ungenau oder widersprüchlich, und der Zugang zu den Betroffenen in ländlichen Regionen gestaltet sich aufgrund infrastruktureller Mängel schwierig.
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