Diplomarbeit, 2003
56 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Portfolio-Selection-Modell von Markowitz
2.1 Entwicklung der Portfoliotheorie
2.2 Diversifikationseffekt und Portfolioeffizienz
2.3 Grenzen des Portfolio-Selection-Modells
3 Abgrenzung „Traditionelle Investments“ – „Alternative Investments“
4 Alternative Investments
4.1 Überblick
4.2 Hauptvertreter der Alternative Investments
4.2.1 Private Equity
4.2.2 Managed Futures
4.2.3 Rohstoffe (Commodities)
4.2.4 Immobilien
4.2.5 Kunstgegenstände
5 Hedge Funds als ideale Komponente für eine verbesserte Portfolioeffizienz
5.1 Grundlagen der Hedge Funds
5.1.1 Definition und Merkmale von Hedge Funds
5.1.2 Geschichte und aktuelle Entwicklungen
5.2 Managementstrategien
5.2.1 Global-Macro-Strategie
5.2.2 Long-Short-Strategie
5.2.3 Marktneutrale Strategien (Relative Value Arbitrage)
5.2.3.1 Anleihen-Arbitrage (Fixed Income Arbitrage)
5.2.3.2 Wandelanleihen-Arbitrage (Convertible Bond Arbitrage)
5.2.4 Event-Driven-Strategien
5.2.4.1 Distressed Securities
5.2.4.2 Merger-Arbitrage
5.3 Auswirkungen auf ein traditionelles Portfolio
5.3.1 Korrelation
5.3.2 Rendite-Risiko-Vergleich
5.3.3 Optimierung des Risikoertragsverhältnisses des Portfolios
5.3.3.1 Theoretische Grundlagen
5.3.3.2 Integration eines fixen Hedge Fund-Anteils
5.3.3.3 Integration eines variablen Hedge Fund-Anteils
5.4 Hedge Fund-Produkte für deutsche Privatanleger
6 Kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Hedgefonds als Instrument zur Optimierung traditioneller Portfolios, indem sie deren Diversifikationspotenzial und Einfluss auf das Rendite-Risiko-Profil analysiert und empirisch belegt.
5.1.1 Definition und Merkmale von Hedge Funds
Der Name „Hedge Fund“ ist zunächst einmal verwirrend, da der Begriff „Hedge“ normalerweise als Absicherung einer Anlage vor bestimmten, möglicherweise eintretenden Ereignissen verstanden wird. Ein solches Ereignis kann z.B. ein Börsencrash oder eine Wechselkursänderung sein. Hedge Funds haben mit einer Absicherung wenig zu tun, sondern zielen auf eine absolute positive Rendite ab. Zwar sind sie in der Lage Leerverkäufe zu tätigen und in derivative Finanzinstrumente zu investieren, allerdings nicht primär aus Absicherungs-, sondern vielmehr aus Anlagegedanken.
Auch der Begriff „Fund“ kann zur Verwirrung beitragen, da Hedge Funds außer dem Kapitalpooling mit (Anlage-)Fonds wenig gemein haben.
Für den Begriff Hedge Fund gibt es weder eine einheitliche, wissenschaftliche Legaldefinition, noch eine allgemein gültige Abgrenzung. Nicht einmal in den USA, dem Herkunftsland der Hedge Funds, wird der Begriff in einer der Wertschriftengesetze erwähnt. Unter dem Begriff Hedge Fund fasst man eine Vielzahl von Anlagevehikeln zusammen, die sich unterschiedlicher Anlagestrategien bedienen. So schreibt Cottier in seinem Buch treffend: „The term „hedge funds“ has become a catch-all for various non-traditional funds, some of which are partially hedged and some of which are not.“
Eine andere Beschreibung bringt sehr treffend die Vielzahl der unterschiedlichen Hedge Fund-Strategien zum Ausdruck: „Hedge funds are as varied as the animals in the African jungle“
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Portfolio-Diversifikation in traditionellen Märkten und führt Hedgefonds als notwendige Alternative ein.
2 Portfolio-Selection-Modell von Markowitz: Es werden die theoretischen Grundlagen der Portfoliotheorie dargelegt und die Grenzen des Modells aufgezeigt, insbesondere in Bezug auf systematisches Marktrisiko.
3 Abgrenzung „Traditionelle Investments“ – „Alternative Investments“: Dieses Kapitel definiert und grenzt Anlageklassen voneinander ab, wobei der Fokus auf den besonderen Merkmalen alternativer Investments liegt.
4 Alternative Investments: Ein Überblick über verschiedene Anlageklassen wie Private Equity, Managed Futures, Rohstoffe, Immobilien und Kunst sowie deren Rolle im modernen Portfoliomanagement.
5 Hedge Funds als ideale Komponente für eine verbesserte Portfolioeffizienz: Das Hauptkapitel bietet eine detaillierte Analyse der Hedgefonds, ihrer Strategien und den empirischen Nachweis ihres positiven Einflusses auf die Portfolioeffizienz.
6 Kritische Würdigung und Ausblick: Eine zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung historischer Daten sowie ein Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung in Deutschland.
Hedgefonds, Alternative Investments, Portfoliomanagement, Diversifikation, Markowitz, Rendite-Risiko-Optimierung, Absolute Rendite, Korrelation, Managed Futures, Private Equity, Finanzmarkt, Portfolioeffizienz, Asset-Allokation, Kapitalanlage, Privatanleger.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Hedgefonds als zusätzliche Asset-Klasse, um die Effizienz von klassischen Portfolios zu steigern, die hauptsächlich aus Aktien und Renten bestehen.
Die Arbeit deckt die Portfoliotheorie, die Definition und Abgrenzung alternativer Investments sowie eine tiefe inhaltliche Analyse der Hedgefonds-Branche und deren Strategien ab.
Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die Beimischung von Hedgefonds das Rendite-Risiko-Verhältnis eines Portfolios signifikant verbessern kann, insbesondere durch die geringe Korrelation mit traditionellen Märkten.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung durch das Portfolio-Selection-Modell, ergänzt durch eine empirische Untersuchung der Performance und Korrelationen verschiedener Hedgefonds-Strategien im Vergleich zu Standardindizes.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Hedgefonds-Grundlagen, die detaillierte Klassifizierung der Managementstrategien und die quantitative Analyse der Auswirkungen auf die Portfoliostruktur.
Kernbegriffe sind Hedgefonds, Diversifikation, Rendite-Risiko-Optimierung, Alternative Investments und Portfoliomanagement.
Hedgefonds nutzen Strategien wie Leerverkäufe, Leverage und Derivate, um absolute Renditen unabhängig vom allgemeinen Markttrend zu erzielen, während traditionelle Fonds meist benchmark-orientiert sind.
Die Analyse verdeutlicht, dass Hedgefonds in Quartalen mit stark negativer Marktentwicklung deutlich geringere Verluste aufweisen als traditionelle Aktienindizes und somit als effektiver Schutz fungieren.
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