Diplomarbeit, 2010
82 Seiten
1 Problemstellung
2 Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8
2.1 Zielsetzung und Funktion im System des externen Rechnungswesens
2.2 Entwicklung und Anwendungsbereich des IFRS 8
2.3 Bildung der Berichtssegmente
2.3.1 Definitorische Abgrenzung von Geschäftssegmenten
2.3.2 Berichtspflichtige Segmente
2.3.2.1 Segmentaggregation nach qualitativen Kriterien
2.3.2.2 Segmentaggregation nach quantitativen Kriterien
2.4 Segmentinformationen
2.4.1 Qualitative und quantitative Segmentangaben
2.4.1.1 Qualitative Segmentangaben
2.4.1.2 Quantitative Pflichtangaben
2.4.1.3 Bedingte quantitative Pflichtangaben
2.4.2 Überleitungsrechnung
2.4.3 Anpassungen und Erläuterungen zu den Segmentangaben
2.4.4 Informationen auf der Unternehmensebene
2.5 Zwischenberichterstattung und formale Ausgestaltung der Segmentinformationen
3 Das wertorientierte Controllingsystem von Segmenten
3.1 Zielsetzung und Funktion im System des internen Rechnungswesens
3.2 Multidimensionaler Ansatz eines Controllingsystems
3.3 Instrumente einer wertorientierten Unternehmensführung
3.3.1 Unternehmenswert als Basis der wertorientierten Unternehmensführung
3.3.2 Kennzahlen der wertorientierten Unternehmensführung im Überblick
3.3.3 Balanced Scorecard Modell als Steuerungsinstrument der Segmente
3.4 Problemfelder und Anforderungen an das Segmentcontrolling
4 Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 im Konvergenzsystem der Unternehmensberichterstattung
4.1 Harmonisierungstendenz der Unternehmensberichterstattung
4.1.1 Begriffsdefinitionen und Motive der Konvergenztendenz
4.1.2 Dreidimensionales Konvergenzfeld der Unternehmensberichterstattung
4.2 Management Approach als konzeptionelle Konvergenzthese des IFRS 8
4.2.1 Problemfeld Reliabilität
4.2.1.1 Zirkularitätseffekt
4.2.1.2 Manipulationseffekt
4.2.2 Problemfeld Vergleichbarkeit
4.2.3 Problemfeld Relevanz
4.3 Würdigung der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 als Konvergenztendenz der Unternehmensberichterstattung
4.4 Ausblick
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit analysiert die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 als essenzielle Schnittstelle zwischen dem internen Controlling und der externen Unternehmensberichterstattung. Ziel der Forschungsarbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit eine Systemintegration möglich ist und ob die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 als geeignete Basis für eine Konvergenz der verschiedenen Rechnungslegungssysteme fungieren kann.
2.3.1 Definitorische Abgrenzung von Geschäftssegmenten
Im Folgenden wird die Definition und Abgrenzung der Geschäftssegmente nach IFRS 8 als bedeutender Bestandteil des Management Approach dargestellt und erläutert. Nach der Definition des IFRS 8.5a ist ein Geschäftssegment eine unternehmerische Aktivität im Unternehmen, das Erträge und Aufwendungen erzielen kann. Der Standard stellt explizit auf die Möglichkeit des Unternehmensbereichs zur Erwirtschaftung der Erträge ab und erlaubt daher auch die Abgrenzung der Segmente vor der tatsächlichen Umsatzrealisation. Eine Eingrenzung nimmt IFRS 8.13 durch die Wesentlichkeitsbeschränkungen für solche in Vorbereitung befindlichen Unternehmensteile vor. Ebenso werden durch eine beispielhafte Auflistung in IFRS 8.6 die Konzernzentrale und rein funktionale Bereiche ausgeklammert. Insofern sich rein funktionale Bereiche durch marginale Veränderungen zu eigenständigen Marktelementen restrukturieren lassen, würden diese dennoch als operative Geschäftssegmente abgegrenzt werden können. Generieren Segmente ihre Umsätze ausschließlich durch die interne Leistungsbereitstellung i.S. eines vertikal integrierten Segmentes, fallen sie ebenfalls unter die Definition des operativen Geschäftssegments nach IFRS 8.5.
Das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs muss im Rahmen der Entscheidungsfindung über die Ressourcenallokation vom Chief Operating Decision Maker überwacht und zu dessen Leistungsbeurteilung genutzt werden. Der Begriff des Chief Operating Decision Maker in IFRS 8.5b beschränkt sich nach IFRS 8.7 nicht auf einen Manager mit einer bestimmten Bezeichnung, sondern lediglich auf die Beschreibung seiner Funktion. Diese orientiert sich an der Verantwortung des Hauptentscheidungsträgers bezüglich der Ressourcenzuteilung und der Erfolgsbewertung des isolierten Unternehmensbestandteils. Aufgrund dessen kann sich die Eigenschaft entweder auf eine einzelne Person oder eine ganze Personengruppe der obersten Gremienebene beziehen.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende internationale Ausrichtung der Unternehmen und die daraus resultierenden Anforderungen an eine konvergierende Unternehmensberichterstattung.
2 Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8: Das Kapitel widmet sich der Zielsetzung, der Entwicklung des IFRS 8 sowie den detaillierten Vorschriften zur Bildung und Information von Berichtssegmenten unter Anwendung des Management Approach.
3 Das wertorientierte Controllingsystem von Segmenten: Hier werden die Funktionen des internen Rechnungswesens analysiert und Instrumente der wertorientierten Unternehmensführung sowie deren Bedeutung für das Controlling vorgestellt.
4 Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 im Konvergenzsystem der Unternehmensberichterstattung: Dieses Kapitel untersucht die Harmonisierungstendenzen zwischen internem und externem Rechnungswesen und reflektiert kritisch die Umsetzung des Management Approach anhand spezifischer Problemfelder.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung prägnant zusammen.
IFRS 8, Segmentberichterstattung, Management Approach, Unternehmensberichterstattung, Konvergenz, Controlling, Wertorientierte Unternehmensführung, Geschäftssegmente, Rechnungslegung, Informationsfunktion, Segmentcontrolling, Kapitalkosten, Shareholder Value, Unternehmenswert, Finanzberichterstattung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 als Brücke zwischen der internen Unternehmenssteuerung und der externen Finanzberichterstattung.
Die zentralen Themen umfassen den Management Approach, wertorientierte Controllingsysteme, Konvergenzbestrebungen im Rechnungswesen sowie die Analyse von Reliabilität und Vergleichbarkeit in der Segmentberichterstattung.
Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 eine echte Konvergenz von internem und externem Rechnungswesen ermöglicht oder ob dabei die Informationsfunktion beeinträchtigt wird.
Es wird eine fundierte Literatur- und Standardanalyse vorgenommen, um die Auswirkungen der neuen IFRS-Vorgaben auf die Steuerungssysteme von Unternehmen zu beurteilen.
Im Hauptteil werden neben den regulatorischen Anforderungen von IFRS 8 auch die steuerungstheoretischen Aspekte, die Kennzahlen wertorientierter Unternehmensführung und die spezifischen Problemfelder (Zirkularitäts- und Manipulationseffekte) analysiert.
Schlüsselwörter sind unter anderem IFRS 8, Segmentberichterstattung, Management Approach, Konvergenz und wertorientierte Unternehmensführung.
Der Management Approach bedeutet, dass Segmente für externe Zwecke genau so definiert und mit Daten unterlegt werden, wie sie intern vom Management zur Ressourcensteuerung genutzt werden ("through the eyes of management").
Das zentrale Problem liegt in der Gefahr, dass durch bilanzpolitische Spielräume oder Manipulationen die Reliabilität und Vergleichbarkeit der Daten leiden, da interne Steuerungsvorgaben nicht zwingend auf externe Transparenz ausgerichtet sind.
IFRS 8 fördert eine stärkere Verzahnung, erfordert jedoch im Gegenzug eine hohe Qualität der internen Reporting-Daten, um den Anforderungen der externen Rechnungslegung gerecht zu werden.
Die Überleitungsrechnungen sind essenziell, um die nicht standardisierten internen Daten aus dem Management-Bericht mit den aggregierten Werten des offiziellen Jahresabschlusses vergleichbar zu machen und Transparenz über Diskrepanzen zu schaffen.
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