Magisterarbeit, 2003
151 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Lesesozialisation: Literarische Sozialisation im Medienkontext
2.1 Lesesozialisation: Was die Literaturwissenschaft darunter versteht und wie man zum Leser / zur Leserin wird
2.1.1 Lesesozialisation unter diachron-historischer Perspektive
2.1.2 Lesesozialisation unter diachron-individueller Perspektive
2.1.3 Lesesozialisation unter synchron-systematischer Perspektive
2.1.4 Geschlechterübergreifende versus – spezifische Dynamiken
2.2 Der Prozess der Lesesozialisation unter Berücksichtigung des Medieneinflusses („Mediensozialisation“)
3. Lesen in der Mediengesellschaft, allgemeine Bedeutung des Lesens
3.1 Leser und Lesen heute: Allgemeine Bedeutung des Lesens (als kognitive Fähigkeit) im Medienzeitalter
3.2 Lesephasen im Lebenslauf
3.3 Individuelle Funktionen der privaten Lektüre, Motivationen zum und Gründe für das Lesen
3.3.1 Lesen zur Unterhaltung
3.3.1.1 Lesen als Traum- und Ersatzwelt
3.3.1.2 Lesen, um mitreden zu können
3.3.2 Lesen zur Information
3.3.3 Lesen zur Weiterbildung
3.3.4 Lesen zur Sprachbildung
4. Auswirkungen der Mediennutzung auf das private Leseverhalten
4.1 Soziale Bedeutung / sozialer Nutzen der Medien (Mediennutzung innerhalb der Familie)
4.2 Fernsehen: Einflussfaktoren auf das Leseverhalten
4.2.1 Kriterien zur Nutzung / Funktionen des Fernsehens
4.2.1.1 Fernsehen zur Information
4.2.1.2 Fernsehen zur Unterhaltung
4.2.1.3 Fernsehen zur Zerstreuung / zum Zeitvertreib
4.2.1.4 Fernsehen als Traum- und Ersatzwelt
4.2.1.5 Fernsehen, um mitreden zu können
4.2.1.6 Fernsehen zur Selbst- und Statusdefinition
4.2.1.7 Fernsehen als Babysitter
4.2.1.8 Fernsehen als Kulisse
4.2.1.9 Fernsehen zur Streuung familialer Kontakte
4.3 Weitere mediale Einflussfaktoren auf das Leseverhalten
4.3.1 Bedeutung und Nutzung des Hörfunks (Radio)
4.3.2 Bedeutung und Nutzung des Computers
4.3.2.1 Bedeutung und Nutzung des Internets
4.3.3 Bedeutung und Nutzung von Video (und DVD)
4.3.4 Bedeutung und Nutzung von Kassette und CD
4.3.5 Bedeutung und Nutzung von Tageszeitungen
4.3.6 Bedeutung und Nutzung von Zeitschriften
4.4 Nicht-mediale Einflussfaktoren auf das Leseverhalten und die Mediennutzung
5. Funktionswandel des privaten Lesens in der Medienkonkurrenz
5.1 Funktionen, die das Lesen in besonderem Maße erfüllen kann / generelle Bedeutung des Lesens
5.2 Funktionen, die das Lesen in der Medienkonkurrenz eingebüßt hat / nicht erfüllen kann
5.3 Nutzungskriterien einzelner Medien
6. Ausblick: Die Zukunft des Lesens in der Medienkonkurrenz
7. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Funktionswandel des privaten Lesens im Kontext einer durch neue Medien geprägten Konkurrenzsituation. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das private Lesen an Bedeutung verloren hat, welche Schlüsselfunktionen es in einer "Multi-Media-Gesellschaft" noch erfüllt und inwiefern sich die Rahmenbedingungen für die Lesesozialisation verändert haben.
1. Einleitung
Bücher sind wie Vampire.
Sie stehen in den Regalen,
und warten auf ihre Opfer, auf jemanden,
der nach ihnen greift, der sich festliest,
und schon beginnt ihr geisterhaftes Leben:
Sie saugen dem Neugierigen auf höchst
lustvolle Weise seine Lebenszeit aus.
Uwe Timm
Bücher bereichern zweifelsohne unser Leben:
Sie entführen uns in fremde Welten, lassen uns teilhaben an den Schicksalen anderer Menschen, bringen uns andere Kulturen näher und lassen uns ein Stück des mehr oder weniger ereignisreichen Lebensweges mit den Heldinnen und Helden gemeinsam gehen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die existenzielle Bedeutung von Büchern als Bereicherung des Lebens und stellt die Forschungsfrage nach dem Funktionswandel des Lesens im 21. Jahrhundert.
2. Lesesozialisation: Literarische Sozialisation im Medienkontext: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lesesozialisation und untersucht, wie Individuen in einer mediengeprägten Gesellschaft zu Lesern werden.
3. Lesen in der Mediengesellschaft, allgemeine Bedeutung des Lesens: Hier wird das Lesen als kognitive Basiskompetenz und Schlüsselqualifikation für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben analysiert.
4. Auswirkungen der Mediennutzung auf das private Leseverhalten: Das Kapitel detailliert den Einfluss verschiedener Medien – insbesondere Fernsehen, Internet und Hörfunk – auf das Leseverhalten und das Freizeitbudget.
5. Funktionswandel des privaten Lesens in der Medienkonkurrenz: Hier wird der Kern der Arbeit verhandelt: Inwieweit haben sich die Funktionen des Lesens durch die Medienkonkurrenz tatsächlich gewandelt oder nur in ihren Prioritäten verschoben?
6. Ausblick: Die Zukunft des Lesens in der Medienkonkurrenz: Der Ausblick wagt eine Prognose über die zukünftige Rolle des Lesens in einer zunehmend digitalen und multimedialen Welt.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bilanz, die betont, dass das Lesen trotz Medienkonkurrenz lebenslang bedeutsam bleibt, sofern die Lesesozialisation gelingt.
Lesesozialisation, Medienkonkurrenz, Leseerziehung, Mediennutzung, Lesekompetenz, Unterhaltungslesen, Informationslesen, Mediensozialisation, private Lektüre, Sprachbildung, Medienkompetenz, Lesemotivation
Die Magisterarbeit untersucht, ob und wie sich das private Lesen in einer durch neue Medien geprägten Umgebung verändert hat und ob das Buch seine traditionellen Funktionen beibehält.
Die Schwerpunkte liegen auf der Lesesozialisation, der Mediensozialisation, der Bedeutung des Lesens als kognitive Fähigkeit sowie der differenzierten Analyse verschiedener Medien auf das Leseverhalten.
Ziel ist es zu klären, ob Funktionen des Lesens im Zuge der Medienkonkurrenz verloren gegangen sind oder ob das Lesen heute eher ergänzende oder komplementäre Funktionen erfüllt.
Die Autorin stützt sich auf die Auswertung existierender Studien (z. B. der Stiftung Lesen, PISA, JIM-Studie) sowie auf die Analyse biographischer Interviews von Lesern verschiedener Altersgruppen.
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren der Medien (TV, Internet, Radio) auf das Leseverhalten sowie die unterschiedlichen Lesephasen im Lebenslauf und die zentralen Motive (Unterhaltung, Information, Weiterbildung).
Die zentralen Begriffe sind Lesesozialisation, Medienkonkurrenz, Leseerziehung, Medienkompetenz und das Spannungsfeld zwischen traditionellem Buchlesen und multimedialer Nutzung.
Die Familie fungiert als erste Sozialisationsinstanz. Elterliches Vorbild und gemeinsames Vorlesen sind nach wie vor die wichtigsten Faktoren für eine positive "Lesekarriere" des Kindes.
Das Fernsehen erfordert oft keine aktive Anstrengung, während das Lesen als "Kulturtechnik" eine bewusste, kognitive Investition erfordert, die durch die Alltagsroutine bei vielen Rezipienten zugunsten des leichteren Konsums unterdrückt wird.
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