Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen
2.1 Der Treibhauseffekt
2.1.1 Beschreibung
2.1.2 Auswirkungen
2.2 Klimapolitik und das Kyoto-Protokoll
2.3 Kosten-Nutzen-Analyse
2.3.1 Anwendungsgebiet
2.3.2 Allgemeines Verfahrensmuster
2.4 Spieltheoretische Grundlagen
2.4.1 Gleichgewichte bei dominanten Strategien
2.4.2 Das Konzept der Pareto-Effizienz
3. Kosten-Nutzen-Analyse in der Klimapolitik
3.1 Überblick
3.2 Optimale Umweltverschmutzung
3.3 Monetarisierung in der Nutzen-Kosten Analyse
3.3.1 Kosten des Klimaschutzes
3.3.2 Präferenzermittlung in der Kosten-Nutzen-Analyse
3.3.3 Schätzung der Gesamtschäden
3.3.3.1 Ergebnisse
3.3.3.2 Determinanten
3.3.4 Diskontieren
3.4 Gegenüberstellung der Ergebnisse
4. Kooperationsprobleme in der Klimapolitik
4.1 Überblick
4.2 Wirtschaftstheoretische Abbildung des Klimaproblems
4.3 Koalitionsbildung
4.4 Interne Partizipations- und Stabilisierungsanreize
4.4.1 Reoptimierungsstrategie
4.4.2 Ratifizierungsklausel
4.5 Externe Partizipations- und Stabilisierungsanreize
4.5.1 Monetäre und reale Transfers
4.5.2 Issue Linkage
4.5.3 Monitoring und Sanktionen
4.6 Instrumentarien des Kyoto-Protokolls
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Ökonomie der globalen Klimapolitik, indem sie das Problem des Klimawandels durch das Instrumentarium der Kosten-Nutzen-Analyse sowie spieltheoretische Modelle analysiert, um Wege für eine effektive internationale Kooperation aufzuzeigen.
2.4.1 Gleichgewichte bei dominanten Strategien
Die wesentlichen Merkmale einer Spielsituation lassen sich mithilfe des Gefangenendilemmas bzw. Prisoner’s Dilemma charakterisieren. Dabei werden zwei Verdächtige in Einzelhaft genommen. Dabei hat jeder der beiden zwei Möglichkeiten, nämlich das Verbrechen zu gestehen oder nicht zu gestehen. Wenn beide nicht gestehen, dann werden sie eine geringe Strafe bekommen. Wenn beide gestehen, so werden sie die Höchststrafe bekommen. Macht allerdings einer ein Geständnis und der andere nicht, so wird der Geständige nach kurzer Zeit freigelassen, während der andere die Höchststrafe erhält. Dabei kennen beide nicht die Wahl des jeweils anderen Verdächtigen. Auch ist keine Kommunikation untereinander erlaubt oder gar der Abschluss bindender Vereinbarungen (Kooperation) zugelassen. Die Spielsituation ist selbst nicht-kooperativ. Ordnet man die zulässigen möglichen Kombinationen der Wahlmöglichkeiten in eine Matrix ein, so erhält man folgendes:
Aus der Matrix ergibt sich, dass die Strategie des Nicht-Gestehens mit dem Ergebnis (3/3) für beide besser ist als wenn sie beide Gestehen (2/2). Allerdings wäre ein solches Verhalten (Nicht-Gestehen) kein individuell rationales Verhalten, da beide keinen bindenden Vertrag schließen können. Daher muss eine Lösung so gestaltet sein, dass keiner der Spieler ein Eigeninteresse daran hat, von ihr abzuweichen, weshalb sie vielmehr aus sich heraus durchsetzbar sein muss (self-enforcing). Die Strategie des Nicht-Gestehens erfüllt diese Eigenschaft nicht, da sich Spieler 1 besser stellen kann, wenn er ein Geständnis ablegt. Auch wenn Spieler 2 gesteht, so ist es auch hier für Spieler 1 besser ebenfalls zu gestehen als nicht zu gestehen. Entsprechendes gilt für Spieler 2. Gestehen ist also für beide eine strikt dominante Strategie, denn diese Entscheidungsalternative führt unter allen Umständen (d.h. bei allen Strategien des Gegenspielers) zu einem besseren Ergebnis für den Entscheidenden selbst als jede andere Strategie.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische Bedrohung durch den Klimawandel und führt die ökonomische Herangehensweise der Arbeit ein, die den Treibhauseffekt, Kosten-Nutzen-Analysen und internationale Kooperation betrachtet.
2. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen: Dieses Kapitel definiert das ökonomische Rüstzeug, erläutert den Treibhauseffekt, das Kyoto-Protokoll, die methodischen Grundlagen der Kosten-Nutzen-Analyse und die Spieltheorie.
3. Kosten-Nutzen-Analyse in der Klimapolitik: Es werden die spezifischen Herausforderungen bei der Anwendung der KNA im Umweltbereich diskutiert, insbesondere die Monetarisierung von Umweltschäden, die Problematik der Diskontierung und die Schätzung gesamtwirtschaftlicher Kosten.
4. Kooperationsprobleme in der Klimapolitik: Hier wird das Klimaproblem als spieltheoretisches Gefangenendilemma modelliert und Wege zur Erhöhung der Kooperationsstabilität zwischen Staaten durch Mechanismen wie Transfers oder Issue Linkage analysiert.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Klimaschutz ökonomisch geboten ist und internationale Abkommen trotz der Schwierigkeiten bei der Kooperationsstabilität unverzichtbar für die Bewältigung der Herausforderung bleiben.
Klimapolitik, Treibhauseffekt, Kosten-Nutzen-Analyse, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Kyoto-Protokoll, Pareto-Effizienz, Emissionshandel, Koalitionsbildung, Internationale Kooperation, Nachhaltigkeit, Diskontierung, Externe Effekte, Klimaschutz, Wohlfahrtsökonomie
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Aspekte der globalen Klimapolitik und analysiert, warum internationale Kooperation bei der Reduktion von Treibhausgasen so herausfordernd ist und wie sie dennoch gelingen kann.
Die zentralen Themen sind der Treibhauseffekt, die methodische Anwendung der Kosten-Nutzen-Analyse in der Umweltökonomie, sowie spieltheoretische Ansätze zur Modellierung internationaler Umweltverträge.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie internationale Kooperation beim Klimaschutz durch ökonomische Anreizstrukturen stabilisiert werden kann, da das globale Klima ein öffentliches Gut mit Trittbrettfahrerproblemen darstellt.
Die Arbeit nutzt vor allem wirtschaftstheoretische Methoden, namentlich die Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) zur Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen sowie spieltheoretische Modelle zur Analyse strategischen Verhaltens von Staaten.
Der Hauptteil befasst sich mit der monetären Bewertung des Klimawandels, der Problematik der Diskontierung langfristiger Schäden und den Möglichkeiten zur Stabilisierung von Koalitionen zwischen Staaten mittels Mechanismen wie Transfers oder Issue Linkage.
Klimapolitik, Kosten-Nutzen-Analyse, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Kyoto-Protokoll, Kooperationsstabilität und Externalitäten.
Eine hohe Diskontrate wertet langfristige Klimaschäden massiv ab, was Klimaschutzmaßnahmen im Vergleich als unrentabel erscheinen lässt, während eine niedrige Diskontrate das Gewicht zukünftiger Generationen in der Analyse erhöht.
Transfers dienen als Ausgleichsinstrument, um asymmetrische Wohlfahrtsimplikationen auszugleichen und Anreize für Länder zu schaffen, die durch eine kooperative Vermeidungsstrategie ansonsten schlechter gestellt wären.
Issue Linkage bezeichnet die Verknüpfung eines Umweltvertrags mit einem anderen Abkommen, um durch ein Paketgeschäft asymmetrische Wohlfahrtsgewinne und -verluste auszugleichen und das Abkommen anreizkompatibel zu machen.
Da Klima als öffentliches Gut gilt, bei dem das Nicht-Ausschlussprinzip und Nicht-Rivalität im Konsum vorherrschen, können private Akteure oder opportunistisch handelnde Staaten einen Anreiz zum Trittbrettfahren entwickeln, was zu einem sub-optimalen globalen Ergebnis führt.
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